"Mit einer Diskussion über neue Wertpapierkäufe ist zu rechnen"

ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zur EZB-Entscheidung

(PresseBox) ( Mannheim, )
Nach der Absage an eine erste Zinserhöhung in diesem Jahr im vergangenen Monat hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) nun keine weiteren Änderungen am geldpolitischen Ausblick vorgenommen. Prof.  Dr.  Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft" am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, erklärt dazu:

„Die EZB sieht sich mit wachsenden Risiken konfrontiert. Der chaotische Brexit-Prozess und die Rezession in Italien verschlechtern den Konjunkturausblick der Eurozone weiter. Noch dazu sind Inflationsrate und -erwartungen im Euroraum ins Rutschen gekommen. Damit rückt die Zinswende in weitere Ferne. In den nächsten Monaten wird sich die Aufmerksamkeit des EZB-Rats daher auf die Details neuer langfristiger Bankenkredite verlagern. Außerdem ist schon bald mit einer Diskussion über neue Wertpapierkäufe durch die Zentralbank zu rechnen.  

EZB-Präsident Mario Draghi hat jüngst versichert, dass die EZB keinen Mangel an Instrumenten zur Zielerreichung habe. Hier fehlt es vielen Beobachtern derzeit jedoch an Vorstellungskraft, welche Instrumente ohne gravierende Nebenwirkungen er meinen könnte.“
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