Konzentration auf EU-weiten und deutschen Mobilfunkmärkten nimmt zu

(PresseBox) ( Mannheim, )
In der Europäischen Union (EU) nimmt seit Beginn der 2000er Jahre die Konzentration in der Mobilfunkindustrie zu. Zuvor waren die Mobilfunkmärkte nach der EU-weiten Liberalisierung Mitte der 1990er Jahre stark expandiert. Nun hat ein Konsolidierungsprozess eingesetzt, der sich in einer steigenden Anzahl an Fusionen und Übernahmen niederschlägt. So haben im Zeitraum 2003 bis 2013 sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch die Transaktionsvolumina (in Milliarden Euro) zugenommen (siehe Grafik am Ende der Pressemitteilung). Die Anzahl der Transaktionen stieg von 27 im Jahr 2003 auf 41 im Jahr 2013 und die korrespondierenden Transaktionsvolumina von 3,1 auf 9,6 Milliarden Euro. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung zu Fusionen und Übernahmen im Mobilfunksektor, die das Zentrum für Europäische Wirtschafsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Bureau van Dijk für die Jahre 2003 bis 2013 durchgeführt hat. Basis hierfür war die Zephyr-Datenbank, die tagesaktuelle Detailinformationen zu mehr als einer Million Fusionen und Übernahmen, Börsengängen und Private-Equity- Transaktionen weltweit liefert.

Der milliardenschwere Zusammenschluss von E-Plus, Tochter der niederländischen KPN, und O2, Mobilfunkmarke der spanischen Telefonica-Gruppe, der bereits im Sommer 2013 angekündigt worden war, zeigt auch für Deutschland einen entsprechenden Konsolidierungsprozess.

Sinkende Gewinnmargen aufgrund der gestiegenen Wettbewerbs- und Regulierungsintensität haben in den Mobilfunkmärkten seit Anfang der 2000er Jahre zu Konsolidierungen geführt. "Die starke Marktkonzentration führt aber letztendlich auch zu einer Intensivierung des bereits jetzt harten Preiskampfes - eine Entwicklung, die in den USA bereits eingesetzt hat", sagt Tobias Spanka, General Manager BvD. Zudem sehen sich die klassischen Mobilfunkdienste wie Telefonie, SMS oder mobiles Internet mit zunehmender Konkurrenz durch Messaging-Dienste wie Whats-App oder Facebook Chat konfrontiert, was bereits zu massiven Umsatzeinbußen bei einigen Unternehmen geführt hat.
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