Kommt eine Baumaschine geflogen

27,5-Tonnen-Bagger von Cat geht für Gebäudeabbruch in die Luft

(PresseBox) ( Garching bei München, )
„Jetzt schleppt man mittlerweile wohl auch schon Baumaschinen ab!“ – mit diesen Worten kommentierte eine Passantin nicht ganz ernst gemeint den Einsatz eines 300 Tonnen schweren Autokrans in der Münchner Innenstadt um Mitternacht. Ein Cat Kettenbagger 325FL war gut gesichert an einer Traverse und festgezurrt an dicken Eisenketten, um sprichwörtlich gesehen in die Luft gehen zu können. Schwebend sollte er über einen Gebäudekomplex am Maximiliansplatz gehoben werden und an sein Ziel gelangen: das Innere der früheren Commerzbank-Filiale. Über die Hälfte der letzten zwei Stockwerke war diese bereits abgetragen worden – von ihr soll schlussendlich nur ihre Hülle übrig bleiben. Dort wird der Bagger die noch bestehenden zwei Etagen samt Kellerfundamenten beseitigen und alles entfernen, was einem Neubau im Weg stehen könnte. Dabei ist nicht allein der professionelle Rückbau wegen des Denkmalschutzes ein besonderer Fall für sich – die Fassade muss komplett erhalten bleiben –, sondern schon der Autokran zeugte von einem nicht alltäglichen Arbeitseinsatz für die Baumaschine, welche die Zeppelin Niederlassung München an Mtech lieferte.

Los ging es mit der Entkernung und der fachgerechten Sanierung des ehemaligen Bankgebäudes, die von Mtech im Vorfeld durchgeführt wurden. „Wir haben hier, wie so oft im Abbruch, die üblichen Verdächtigen gefunden“, so Jens Weinberger, Geschäftsführer von Mtech. Das bezieht er auf KMF, künstliche Mineralfasern, insbesondere Dämmwolle, aber auch Gussasphalt, die gesondert zu beseitigen waren. Sensible Entkernungen in denk- malgeschützten Objekten sind eines der Spezialgebiete des Münchner Abbruchunternehmens. Die Bausubstanz der früheren Bankfiliale besteht vor allem aus Stahlbeton, aber auch aus Mauerwerk, das separat beseitigt wurde, um hier eine saubere Trennung des Recyclingmaterials bereits auf der Baustelle zu generieren. Es wird auf Mulden verladen und diese werden mithilfe des Hochbaukrans von innen nach außen befördert.

„Gerne hätten wir mit den Baumaschinen die Decke durchgeschlagen, aber unser Kunde bevorzugte eine andere Vorgehensweise, die wir nun umsetzen“, erklärt Jens Weinberger zur Durchführung. So übernahm zunächst ein Roboter, den sich der Abbruchspezialist explizit für den Abbruch hoher Gebäude in der Innenstadt angeschafft hatte, die ersten Rück- bauschritte und trug vorsichtig das Dach samt Dachstuhl ab. Kurz darauf wurde eine kompakte Baumaschine in Form eines Cat Minibaggers 304ECR mithilfe eines Hochbaukrans in das oberste von fünf Stockwerken befördert. Er sollte sich von oben nach unten vorarbeiten. Dazu kam die von dem Münchner Abbruchunternehmen Thomas Ottl entwickelte Sonderkonstruktion in Form eines speziellen Käfigs Mtech gelegen. Damit wird der Cat 304ECR an den Baustellenkran eingehängt und der Fünf-Tonnen-Bagger kann mit einem Hammer die Decke, auf der er steht, bearbeiten. So können die statische und dynamische Last aufgenommen werden – ohne Gefahr für Maschine und Maschinisten. Das gilt auch für die historische Fassade, die nicht den Baumaschinen zum Opfer fallen darf. Ein spezielles Gerüst sichert die Außenwand und fängt die auftretenden Lasten ab. In den Kellerwänden wurden zehn Meter lange Anker in einem 35 Grad Winkel eingebracht, um die Wand zu verspannen. Aber auch hinsichtlich der Nachbargebäude mussten besondere Vorkehrungen getroffen werden, damit diese keinen Schaden nehmen. Alles in allem muss der Abbruchspezialist ganz besondere Vorsicht walten lassen, wenn dieser mit seinen Baumaschinen im Inneren agiert und sie den Rückbau übernehmen. „Hierfür braucht man einen erfahrenen Baggerfahrer, der immer zwei, drei Schritte weiterdenkt und überlegt, wie er im besten Fall vorgeht. Dieser Abbruch ist schon eine andere Nummer als ein Abbruch auf einer grünen Wiese mit viel Platz“, so der Mtech-Geschäftsführer.

Für die letzten beiden Etagen fährt Mtech nun größere Geschütze in Form des 27,5-Tonners auf. Der Cat 325FL muss schließlich den Keller komplett beseitigen. Seine schwerste Aufgabe wartet ganz unten auf ihn: der längst leer geräumte Banktresor mit dicken Stahl- wänden. Hier muss die Baumaschine Panzerknacker-Mentalität an den Tag legen und den Tresor beseitigen. Doch auch das ist keine Kleinigkeit. Nicht weniger spannend wird es, wenn der Tresor aufgestemmt wird. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Über die Zeppelin Baumaschinen GmbH

Die Zeppelin Baumaschinen GmbH ist Europas führende Vertriebs- und Serviceorganisation der Baumaschinenbranche und seit 1954 in Deutschland der exklusive Vertriebs- und Servicepartner von Caterpillar Inc., dem weltgrößten Hersteller von Baumaschinen. Mit 1.681 Mitarbeitern und einem 2018 erwirtschafteten Umsatz von 1,04 Milliarden Euro ist die Zeppelin Baumaschinen GmbH die größte Gesellschaft des Zeppelin Konzerns. Zum Produktportfolio zählen neben dem Vertrieb von neuen und gebrauchten Caterpillar Baumaschinen der Service, der bundesweit flächendeckend in 35 Niederlassungen erfolgt, die Beratung und die Finanzierung für die Geräte. Die Zentrale und der juristische Sitz der Zeppelin Baumaschinen GmbH befinden sich in Garching bei München.

Weitere Informationen unter zeppelin-cat.de.
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