Deutscher M&A-Markt startet stark ins Jahr 2017

ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland

(PresseBox) (Mannheim, ) Der rasante Aufwärtstrend bei Übernahmen von und Fusionen mit deutschen Unternehmen setzt sich fort, wie die aktuellen Berechnungen des ZEW-ZEPHYR M&A-Index zeigen. Der Index, basierend auf der Anzahl der monatlich getätigten Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A), legte einen fulminanten Start in das Jahr 2017 hin und kletterte im Januar auf 132 Punkte – nur im Januar 2016 wurde mit 133 Punkten ein noch größerer Indexwert erreicht. Auch der gleitende Zwölf-Monatsdurchschnitt des Index befindet sich mit 98 Indexpunkten weiterhin auf einem hohen Niveau (Stand Januar 2017) und steht kurz davor, die 100-Punkte-Marke zum ersten Mal seit 2009 zu knacken. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

Den größten Deal des vergangenen halben Jahres stellte die Übernahme des Augsburger Maschinenbauers und Roboterherstellers Kuka dar. Dieses Geschäft kostete den chinesischen Elektrogeräte-Produzenten Mecca International rund 3,7 Milliarden Euro. Die Übernahme wurde dabei von politischen Diskussionen begleitet, da ein Abwandern von deutschem Know-how befürchtet wurde. Vorherige Versuche, Kuka an ein deutsches Unternehmen zu veräußern, scheiterten jedoch.

In der Chemiebranche gelang es, das Frankfurter Traditionsunternehmen Chemetall in deutschen Händen zu halten, denn den Zuschlag für den Marktführer im Bereich Lacke und Oberflächenbehandlung für Automobil- und Luftfahrtindustrie erhielt die BASF. Den Ludwigshafener Chemieriesen kostete Chemetall, das sich zuvor im Besitz des US-Konzerns Albemarle befand, knapp drei Milliarden Euro, nachdem sich die BASF bei der aktuellen Mergerwelle in der Chemiebranche zuvor eher in Zurückhaltung geübt hatte.

Insgesamt wurden allein von Dezember 2016 bis Januar 2017 noch fünf weitere Deals mit einem Transaktionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro abgeschlossen, darunter beispielsweise auch die Übernahme des schwäbischen Besteck- und Küchengeräteherstellers WMF durch das französische Unternehmen SEB. Mit der jüngsten Übernahme des Autobauers Opel durch die Peugeot-Mutter PSA kam ein weiterer Deal dazu.

ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland

Der ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland berechnet sich aus der Anzahl der in Deutschland monatlich abgeschlossenen M&A-Transaktionen. In diesem Index werden ausschließlich Fusionen und Übernahmen von und mit deutschen Unternehmen berücksichtigt. Eine Differenzierung nach dem Ursprungsland des Käufers oder Partners findet nicht statt. Das bedeutet, dass sowohl inländische als auch ausländische Käuferunternehmen berücksichtigt werden, während die Zielunternehmen in Deutschland tätig sind.

Der ZEW-ZEPHYR M&A-Index Deutschland wird vom ZEW und von Bureau van Dijk auf Basis der Zephyr-Datenbank erstellt. Zephyr liefert tagesaktuelle Detailinformationen zu 1,5 Millionen M&A, IPO und Private-Equity-Transaktionen sowie Gerüchten weltweit.

Über Bureau van Dijk:

Bureau van Dijk ist ein weltweit führender Anbieter elektronischer Firmeninformationen und verfügt über hochwertige Unternehmens-, Finanz- und Beteiligungsdaten zu 200 Millionen Firmen weltweit. Spezialisten aus den Bereichen M&A, Finanzen, Verrechnungspreise, Marketing, Compliance, Einkauf und Kreditrisiko vertrauen seit Jahren auf Lösungen von Bureau van Dijk. Insbesondere die Darstellung detaillierter Beteiligungsverhältnisse inklusive Ermittlung des Wirtschaftlich Berechtigten ist eine Kernkompetenz. Mit über 800 Mitarbeitern, davon ein Drittel in den Bereichen Software Engineering, Produktentwicklung und Analyse, ist Bureau van Dijk weltweit in 33 Ländern für seine Kunden vor Ort. Über 10.000 Kunden nutzen unsere Datenbanken – über 90 Prozent aller regulierten Marktteilnehmer, Steuer- und Finanzbehörden, Universitäten ebenso wie Industrieunternehmen und Dienstleister. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvdinfo.com.

Zephyr ist die weltweit größte M&A-Datenbank mit über Kennzahlen und Informationen zu 1,5 Millionen Deals und Gerüchten. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.bvdinfo.com/de-de/our-products/economic-and-m-a/m-a-data/zephyr

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Forschungsfelder des ZEW:
Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung; Informations- und Kommunikationstechnologien; Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik; Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft; Internationale Verteilungsanalysen; Marktdesign; Wettbewerb und Regulierung.

www.zew.de / www.zew.eu

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