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Pressemitteilung BoxID: 903528 (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW))
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"Der Ausstieg aus den Anleihekäufen steht bevor"

ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zur EZB-Entscheidung

(PresseBox) (Mannheim, ) Erwartungsgemäß hat die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt keine Änderungen an ihrer Zinspolitik vorgenommen und auch noch keine Entscheidung zum Ende der Wertpapierkäufe getroffen. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, erklärt dazu:
„Auch wenn noch keine Entscheidung gefallen ist, steht der Ausstieg aus den Anleihekäufen nun erkennbar bevor. Die durchgreifende Verbesserung der Wirtschaftslage und die absehbare höhere Inflationsdynamik lassen das Lager der geldpolitischen Tauben im EZB-Rat schrumpfen. Die Regierungen der Euro-Zone müssen daher damit rechnen, ihre Staatsdefizite ab 2019 wieder ohne Hilfe der nationalen Zentralbanken der Euro-Zone zu finanzieren.

Für Staaten wie Italien mit immer noch hohen laufenden Defiziten und einem großen jährlichen Refinanzierungsbedarf könnte das zur Herausforderung werden. Gerade wenn in Rom eine populistische Regierung die Amtsgeschäfte übernimmt, ist ohne EZB-Kredit bald schon mit einem deutlichen Anstieg der Risikoprämien für italienische Anleihen zu rechnen.“

Für Rückfragen zum Inhalt:
Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Telefon 0621/1235-149, E-Mail friedrich.heinemann@zew.de 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

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