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Pressemitteilung BoxID: 786037 (Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) e.V.)
  • Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) e.V.
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Umsetzung der digitalen Agenda

(PresseBox) (Berlin, ) Der Begriff „4.0“ steht derzeit stellvertretend für die umfassende Digitalisierung unserer Wirtschaft und dürfte aktuell wohl als einer der zentralen Innovationsfaktoren für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gelten. CDU/CSU und SPD haben dazu in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass die digitalen Technologien heute unverzichtbar und Wachstumstreiber für unser Land sind.

Das ZBI-Präsidium sieht die Digitale Agenda als offenen, nicht abschließenden Prozess, deren Umsetzung im engen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu erfolgen hat. Dies wurde auch in Gesprächen mit dem Abgeordneten Jens Koeppen (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschuss Digitale Agenda, deutlich: Die Bundesregierung hat für den Breitbandausbau insgesamt 2,7 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Die Länder und Kommunen müssen jetzt aktiv werden und schnell förderfähige Konzepte erarbeiten. Nach Auffassung des ZBI besteht seitens der Länder und Kommunen ein dringender weiterer Handlungsbedarf.

Der ZBI schließt sich deshalb der Anregung der Bitkom an, sogenannte Hubs für die Leitbranchen der deutschen und europäischen Wirtschaft wie Automobil, Logistik oder Pharmazie aber auch Banken und Versicherungen zu schaffen. Diese Hubs sollten aber nicht nur in den urbanen Zentren entstehen, sondern müssen auch in die Fläche gebracht werden. Gerade der Mittelstand auf dem Lande sieht sich durch die digitale Transformation in seiner Existenz bedroht.

Es ist nach Auffassung des ZBI dringend notwendig, insbesondere den Mittelstand zu unterstützen und zu zeigen, welche individuellen Möglichkeiten sich durch die Digitalisierung ergeben. Laut einschlägiger Studien sehen nahezu alle deutschen Unternehmen in wichtigen Branchen die Digitalisierung für sich als Chance. Dazu aber muss als Grundvoraussetzung die im Koalitionsvertrag angestrebte flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s hergestellt sein.

Der ZBI begrüßt es, wenn die Bundesregierung im Rahmen ihrer digitalen Agenda weiterhin am Koalitionsziel einer flächendeckenden Grundversorgung bis 2018 festhält, verweist aber angesichts des stark steigenden Bedarfes wiederholt auf die Dringlichkeit der Umsetzung.

Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) e.V.

Der ZBI ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien.