XBiotech gibt Topline-Ergebnisse für 514G3 Antikörpertherapie bei schweren Staphylococcus aureus-Infektionen bekannt

Bei Patienten, die mit der 514G3-Therapie behandelt wurden, waren die Krankenhausaufenthalte kürzer und es kam zu weniger schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen im Zusammenhang mit der Infektion

Austin, Texas, (PresseBox) - XBiotech Inc. (NASDAQ: XBIT) gab heute Topline-Ergebnisse aus ihrer placebokontrollierten Doppelblindstudie der Phasen I-II bekannt, mit der die Sicherheit und die Wirksamkeit ihres durch die FDA beschleunigt zugelassenen echten menschlichen (true human) Antikörpers (514G3) für die Behandlung von Staphylococcus aureus-Infektionen der Blutbahn beurteilt wird.

Für die Studie wurde der unternehmenseigene Antikörper 514G3 verwendet, der aus einer natürlichen menschlichen Immunantwort auf eine zentrale Virulenzdeterminante von S. aureus, die bei allen Stämmen dieses Bakteriums, auch in den MRSA, vorhanden ist, stammt. Im Rahmen der Studie wurden hospitalisierte erwachsene Patienten mit nachgewiesener Blutbahninfektion für die Dosiseskalationsphase nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 3:1 (514G3-Verabreichung zu Placebo-Gabe) in Gruppen eingeteilt (randomisiert), um eine Dosis für die Phase II festzulegen. In der Phase II wurde bei der für Phase II festgelegten Dosis von 40 mg/kg im Verhältnis 2:1 randomisiert. Insgesamt nahmen 52 Patienten an der Studie teil: 36 von ihnen wurde 514G3 verabreicht, 16 das Placebo. Dreißig der 36 Patienten, denen 514G3 verabreicht wurde, erhielten die zuvor für Phase II festgelegte Dosis (40 mg/kg).

Bei dieser Studie wurde 514G3 erstmals beim Menschen angewandt, mit Untersuchungsendpunkten in einer kleinen Population. Daher konnten mit dieser Studie keine statistisch signifikanten Ergebnisse erzielt werden. Dennoch wurden bei der klinischen Studie mehrere zentrale Topline-Ergebnisse erzielt.

Auf keiner der Dosiseskalationsstufen waren medikamentenbedingte unerwünschte Ereignisse zu beobachten, und die Dosis von 40 mg/kg für Phase II wurde ohne das Auftreten von dosislimitierenden Toxizitäten (DLT) ermittelt. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes und die Häufigkeit von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) waren wichtige klinische Endpunkte, die dem Unternehmen als Bewertungsgrundlage für die Wirksamkeit der Therapie dienen. Die SUE dienten somit als Maß sowohl für die Sicherheit als auch für die Wirksamkeit der 514G3-Therapie. Die Blindanalysen im Hinblick auf SUE wurden unabhängig voneinander durch die Leitung der Studie, Forschungsärzte und einen unabhängigen Sachverständigen durchgeführt. Bei 15 Patienten wurden während der Studie insgesamt 28 SUE, darunter 4 Todesfälle, verzeichnet. Bei den Probanden, die 514G3 erhielten, war im Vergleich zu jenen, denen Placebo verabreicht wurde, ein um 49 % vermindertes relatives Risiko für das Auftreten von SUE insgesamt festzustellen [(8 von 36 (22 %) gegenüber 7 von 16 (44 %), (p=0,11)]. Bezüglich der Häufigkeit von S. aureus-bedingten SUE war eine noch größere Risikominderung bei den Personen, die mit 514G3 behandelt wurden, im Vergleich zu jenen, die Placebo erhielten, festzustellen: die relative Risikominderung für die 524G3-Gruppe betrug 56 % [4 von 36 (11 %) gegenüber 4 von 16 (25 %), (p = 0,23)]. Der beobachtete Trend einer Verringerung der Anzahl an SUE, sowohl insgesamt als auch im Zusammenhang mit der Krankheit, stellte ein wichtiges Ergebnis der Studie und einen wichtigen möglichen Hinweis auf die Wirksamkeit von 514G3 dar.

Einen weiteren klinisch bedeutenden sekundären Endpunkt stellte die durchschnittliche Dauer des Krankenhausaufenthaltes der Patienten ab dem Zeitpunkt ihres Beitritts zu der Studie dar. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes verkürzte sich für die mit 514G3 behandelte Gruppe um etwa 33 % gegenüber der Placebo-Gruppe [8,6±7 Tage gegenüber 12,7±9 Tagen, (p=0,092)] [Median 7,5 (IQR 4-9) gegenüber Median 12 (IQR 5,5-19)]. In Anbetracht der Komplexität der Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) in der Bevölkerung und des kleinen Umfangs der Studie legt die beobachtete Verkürzung des Krankenhausaufenthalts in der 514G3-Gruppe nahe, dass der Antikörper einen erheblichen Einfluss auf die Überwindung der Krankheit besitzt, zu einer geringeren Morbidität bei den Patienten und möglicherweise zu einer Senkung der Gesundheitsausgaben für Probanden führt, die der Antikörpertherapie unterzogen werden.

Dr. Mark E. Rupp, Forschungsleiter, Professor und Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten, Ärztlicher Direktor des Department of Infection Control & Epidemiology an der University of Nebraska, erklärt: "Neuartige Therapien für schwere Infektionen durch Staphylococcus aureus werden dringend gebraucht. Leider wird S. aureus zunehmend resistent gegenüber Antibiotika, und aufgrund des wachsenden Bedarfs an medizinischen Geräten, Hämodialyse und fortschrittlichen Operationstechniken sowie einer alternden Bevölkerung können wir davon ausgehen, dass sich mehr und mehr Menschen mit S. aureus infizieren werden. Die Ergebnisse der Testphasen I und II sind ermutigend. Obwohl die Studie von sehr geringem Umfang ist und die mit 514G3 behandelten Probanden tendenziell kränker waren, kam es mit der 514G3-Therapie zu weniger unerwünschten Ereignissen, und die Krankenhausaufenthalte waren kürzer.

John Simard, Präsident und CEO von XBiotech, kommentiert: "Diese Erstanwendung von 514G3 beim Menschen orientierte sich an den explorativen klinischen Endpunkten zur Bewertung einer wichtigen neuen Antikörpertherapie für Patienten mit lebensbedrohlichen Infektionen. In Anbetracht der Effektstärken, z. B. bei der Verringerung der Anzahl an SUE und der Verkürzung des Krankenhausaufenthalts in einer kleinen Gruppe mit umfangreichen Komorbiditäten, hat die Studie die Signale geliefert, die wir zu sehen gehofft hatten."

Weiterhin ergab diese Studie, dass die Randomisierung infolge der geringen Stichprobengröße in Bezug auf die Komorbiditäten keine gute Übereinstimmung zwischen den Populationen der behandelten Gruppe und der Placebo-Gruppe geliefert hatte. Die Probanden, die per Zufall der mit 514G3 zu behandelnden Gruppe zugeordnet wurden, waren tendenziell kränker und von einer größeren Anzahl an schwerwiegenden Komorbiditäten sowie einem höheren Risiko von Komplikationen betroffen. Achtundsiebzig Prozent der mit 514G3 behandelten Patienten wurden über die Notaufnahme in das Krankenhaus eingewiesen. Bei der Placebo-Gruppe waren es 56 %. Weiterhin ergaben sich bezüglich der Primärdiagnose für Patienten, die per Zufall der 514G3-Gruppe zugeordnet worden waren, folgende Unterschiede im Vergleich zur Placebo-Gruppe: 4 Personen (11 %) gegenüber 0 mit Schlaganfällen und 4 (11 %) gegenüber 0 Personen mit Blutvergiftung. Umgekehrt war dieStaphylococcus-Infektion bei 9 (56 %) der Patienten der Placebo-Gruppe in Verbindung mit Zellulitis im Unterhautgewebe, einer im Allgemeinen milderen Form der Krankheit, verbunden, jedoch nur bei 11 (31 %) der 514G3-Patienten. Folglich kam es in der behandelten Gruppe zu vier Todesfällen, während in der Placebo-Gruppe keine Todesfälle vorkamen (p = 0,30). Die Expertengruppe bestätigte in Blindgutachten, dass drei der Todesfälle in keinem Zusammenhang mit dem Prüfmedikament standen. In Bezug auf einen der Todesfälle bestand Unsicherheit. Zwei der drei Sachverständigen des Gremiums befanden, dass einer der Fälle, der einen Patienten betraf, der mit einem akuten Schlaganfall eingeliefert wurde und einen Tag nach der Behandlung mit 514G3 starb, "möglicherweise" in Zusammenhang mit dem Prüfgegenstand gestanden haben könnte. Die Autopsiebefunde belegten jedoch eine ausgeprägte Arteriosklerose im Gehirn und führten zu dem Schluss, dass der Tod Folgeerscheinung eines zweiten Schlaganfalls war. Dr. Rupp berichtet weiterhin: "Obwohl die Todesfälle, die in der behandelten Gruppe der Studie beobachtet wurden, nicht mit dem Medikament zusammenzuhängen schienen, sind diesbezüglich sorgfältige Analysen im Rahmen umfangreicherer Studien erforderlich. Insgesamt bietet 514G3 einen vielversprechenden innovativen Ansatz für eine Begleittherapie bei der Behandlung schwerer Infektionen durch S. aureus."

Die S. aureus-Bakteriämie ist ein sehr ernstes medizinisches Problem, das auch bei Behandlung mit Antibiotika mit einer 30-Tage-Mortalität von 20 %-30 % verbunden ist. S. aureus wird zunehmend resistent gegen Antibiotika, und es besteht ein dringender Bedarf an neuen Behandlungsmethoden. Die CDC hat Methicillin-resistente Stämme von S. aureus (MRSA) als eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit eingestuft und schätzt, dass in den USA jedes Jahr mehr als 80.000 schwere MRSA-Infektionen auftreten, die mehr als 11.000 Todesfälle pro Jahr nach sich ziehen. 

Die True Human(TM) Therapeutischen Antikörper

Die True Human(TM) Antikörper von XBiotech werden ohne Vornahme von Veränderungen aus Individuen gewonnen, die eine natürliche Immunität gegenüber bestimmten Krankheiten aufweisen. Mit Forschungs- und klinischen Programmen auf den Gebieten verschiedener Krankheiten besitzen die True Human-Antikörper von XBiotech das Potenzial, die natürliche Immunabwehr des Körpers zu nutzen, um Krankheiten sicherer, wirkungsvoller und auf verträglichere Weise zu bekämpfen.

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XBiotech

XBiotech ist ein vollintegriertes globales biowissenschaftliches Unternehmen, das sich der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von therapeutischen Antikörpern auf der Grundlage seiner selbstentwickelten True Human(TM)-Technologie verschrieben hat. XBiotech treibt derzeit die Entwicklung einer soliden Pipeline von Antikörpertherapien voran, um die Therapiestandards in der Onkologie, bei entzündlichen Erkrankungen und bei Infektionskrankheiten neu zu definieren. XBiotech, deren Hauptsitz sich in Austin, Texas, befindet, ist auch in der Entwicklung innovativer biotechnologischer Fertigungstechnologien führend, die auf eine schnellere, kosteneffizientere und flexiblere Entwicklung neuer, von Patienten weltweit dringend benötigter Therapien ausgelegt sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.xbiotech.com.

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