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Weitere Reformen und Investitionen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Erholung in Europa nötig

(PresseBox) (Brüssel, Belgien, ) .

Der Europe 2020 Competitiveness Report bestätigt Europas mangelnde Fortschritte bei der Überbrückung der Wettbewerbskluft zwischen Europa und den USA sowie anderen Industrieländern Die Schadensbegrenzung für Europas Wirtschaft mag vorbei sein - der Aufschwung und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden jedoch durch die stagnierende Wettbewerbsfähigkeit gefährdet
Wettbewerbsfähigkeit muss im Mittelpunkt der politischen Tagesordnung Europas wie auch der einzelnen Länder stehen, um das Ziel, eine intelligente, integrative und nachhaltige Gesellschaft zu schaffen, bis 2020 zu verwirklichen
Lesen Sie hier den vollständigen Bericht und laden Sie die aktuellen Rankings herunter http://wef.ch/e2020full


Die mangelnde Umsetzung grundlegender Reformen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit gefährdet die Schaffung von Arbeitsplätzen und Europas langfristige Wirtschaftsstrategie, laut demheute vom World Economic Forum veröffentlichten Europe 2020 Competitiveness Report: Building a More Competitive Europe.

Der alle zwei Jahre veröffentlichte Bericht misst den Fortschritt von europäischen Volkswirtschaften in ihrer Zielumsetzung bezüglich der Strategie Europa 2020, eine intelligente, integrative und nachhaltige Gesellschaft zu werden. Aus der diesjährigen zweiten Ausgabe geht hervor, dass Europa zwar die makroökonomischen Turbulenzen der letzten fünf Jahre weitgehend erfolgreich bewältigt hat, jedoch etliche Schwachstellen bei der Umsetzung der nötigen Reformen zur Sanierung seiner globalen Wettbewerbsfähigkeit aufweist.

"Insgesamt hat Europa große Fortschritte in Richtung einer makroökonomischen Stabilität gemacht. Nun ist es an der Zeit, dass sich die Führungskräfte mit der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit befassen und die richtigen Reformen und "intelligenten" Investitionen tätigen, um das Produktivitätswachstum zu steigern. Selbstgefälligkeit ist hier fehl am Platz, auch in jenen Ländern, in denen es derzeit gut läuft", so Margareta Drzeniek-Hanouz, leitende Ökonomin und Direktorin, World Economic Forum.

Hinsichtlich des Faktors "intelligent" untermauert der Bericht Europas mangelnde Fortschritte beim Aufbau einer Wirtschaft mit stärkerer innovations- und wissensbasierter Ausrichtung im Vergleich zu anderen Industrieländern. Diese Kategorie, die Länder an ihrem Aufbau eines unternehmensfreundlichen Umfeldes, der Umsetzung einer digitalen Agenda, Förderung von Investitionen in Innovation und die Optimierung von Qualifikationen und Ausbildung misst, weist auch die größte Kluft zwischen Europas wettbewerbsstärksten und wettbewerbsschwächsten Volkswirtschaften auf.

Während die EU bei der Schaffung der Grundlagen für nachhaltiges Wachstum punktet, zeigt der Bericht, dass es beim integrativen Wachstum etwas anders aussieht. Insgesamt zeichnen sich die EU-Länder weiterhin durch relativ solidarische Gesellschaften aus, auch wenn viele von ihnen nicht imstande sind, Grossteilen ihrer Bevölkerung Möglichkeiten für eine Erwerbstätigkeit zu bieten.

Diesem Wettbewerbsgefälle zwischen Europa und anderen Industrieländern liegt eine tiefverwurzelte innereuropäische Kluft bei der Wettbewerbsfähigkeit zugrunde, die sich als äußerst hartnäckig und schwer eingrenzbar erwiesen hat - trotz der beachtlichen Erfolge von zahlreichen "innovationsärmeren Ländern" bei der Umsetzung der nötigen Reformen um ein stabiles makroökonomisches Umfeld zu schaffen.

Laut dem Bericht existiert keine paneuropäische Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in allen EU-Mitgliedstaaten, da nationale und regionale Eigenheiten eine gewisse Rolle bei der Gestaltung der Wirtschaftslandschaft Europas spielen. Ein roter Faden, der sich jedoch durch alle Länder zieht, ist der Bedarf an institutionellen Kapazitäten und Lenkungsmechanismen, um die Umsetzung von wettbewerbsfördernden Reformen effizienter zu gestalten.

Der Bericht kommt zu der wichtigen Schlussfolgerung, dass es auf lange Sicht keine Kompromisse zwischen dem Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft einerseits und einer integrativen und nachhaltigen Gesellschaft andererseits gibt. Wettbewerbsfähige Volkswirtschaften neigen eher dazu, ihren Bürgern mehr und bessere Chancen zu bieten, integrativere Gesellschaften zu bilden und weitere Möglichkeiten für Innovation und den Aufbau von ökologisch nachhaltigen Gesellschaften zu unterstützen.

"Europa kann mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen, zu einem höheren Lebensstandard beitragen und wirtschaftlich nachhaltige Gesellschaften aufbauen", so Nicholas Davis, Director und Leiter des Europe Team, World Economic Forum, und Co-Autor des Berichts. "Wir hoffen, dass dieser Bericht Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf europäischer wie auch nationaler Ebene als Anregung zur Zusammenarbeit dienen wird, um diese Ziele zu erreichen."

Über den Europe 2020 Competitiveness Report

Der Europe 2020 Competitiveness Report wird vom Global Competitiveness and Benchmarking Network und Europe Team des World Economic Forum herausgegeben. Er liefert Daten und Analysen für die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie die fünf EU-Beitrittsländer. Der Bericht wird anhand von Daten aus öffentlich verfügbaren Quellen sowie den Ergebnissen der Executive Opinion Surveyerstellt, einer umfassenden jährlichen Umfrage durchgeführt vom World Economic Forum und dessen Netzwerk aus führenden Forschungsinstituten und Wirtschaftsorganisationen.

Der seit 2012 alle zwei Jahre erscheinende Bericht misst den Fortschritt der europäischen Volkswirtschaften in sieben Bereichen: Unternehmensumfeld, digitale Agenda, innovatives Europa, Aus- und Fortbildung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, soziale Eingliederung und ökologische Nachhaltigkeit.

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