WFG-Fachbeirat kämpft für Digitalisierungsprämie

Nächste Anschubfinanzierung für Digitalisierung gefordert

(PresseBox) ( Region Nordschwarzwald/Schopfloch, )
Die letztes Jahr als Testballon gestartete Digitalisierungsprämie war als Förderinstrument des Landes Baden-Württemberg unkompliziert, niederschwellig und damit höchst effektiv. Weil zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen aus Region den Wegfall der Förderung bedauern, brachte der Fachbeirat der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) bei der letzten Sitzung eine Resolution pro Digitalisierungsprämie auf den Weg.

Eine gute Idee setzte sich durch: Die Digitalisierungsprämie bekam als Modellprojekt gleich zu Beginn letzten Jahres viel Zuspruch aus der Wirtschaft. Klein- und mittelständische Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten konnten an der Förderung zur Anschaffung und Implementierung digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik partizipieren. Bezuschusst wurden neben der Anschaffung von Hard- und Software, die zu einem erheblichen Fortschritt bei der betriebsinternen Digitalisierung beitragen, auch die nötigen Mitarbeiterschulungen sowie die Verbesserungen der IT-Sicherheit. Unterstützt wurden Vorhaben zwischen 5.000 Euro und 100.000 Euro. Dabei konnten bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden, maximal jedoch 10.000 Euro.

Für Claire Duval, Fördermittelexpertin bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, war die Digitalisierungsprämie der Dauerbrenner unter den Beratungsthemen im vergangenen Jahr: „Fast ein Drittel der durchgeführten Fördermittelberatungen bezogen sich konkret auf dieses Förderprogramm“, resümierte Duval. Wären die Mittel für das Modellprojekt nicht so schnell vergeben gewesen, hätten wohl noch deutlich mehr Anträge gestellt werden können.

„Fakt ist, die Wirtschaft nahm den unkomplizierten Einstieg in die betriebliche Digitalisierung sehr gut an“, resümierte auch der Fachbeiratsvorsitzende und Horber Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz. „Gerade in Ländlichen Räumen müssen wir dafür kämpfen, dass klein- und mittelständische Unternehmen alle Chancen haben in Sachen Digitalisierung unkompliziert am Ball zu bleiben“, argumentierte Sophie Schumann, Wirtschaftsförderin des Landkreises Calw, die ebenfalls zahlreiche Anfragen bearbeitete. Für Schumann wie für ihre Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Region Nordschwarzwald lag es deshalb nahe, sich mit der gemeinsamen Resolution an das Wirtschaftsministerium zu wenden, mit der dringenden Bitte, eine erneute Auflegung der Digitalisierungsprämie im Land doch zu prüfen. „Adressiert haben wir unser Schreiben direkt an Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister Kraut, weil wir von ihr wissen, dass sie ein sehr offenes Ohr für digitalaffine Wirtschaftsthemen hat“, erklärte Jochen Protzer, der als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald die Resolution im Namen des Fachbeirats auf den Weg brachte.
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