Region will ihre digitale Zukunft gestalten

Nordschwarzwald hofft auf Zuschlag für regionales Digital Hub

(PresseBox) ( Pforzheim, )
Dass Digitalisierung bislang ungeahnte Umwälzungen mit sich bringen wird, ist bereits heute absehbar. Mit ihrem Antrag beim Land Baden-Württemberg zur Förderung von regionalen Digital Hubs gibt die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) kräftig Gas, um den digitalen Wandel in der Region aktiv zu gestalten. 

Viel sattes Grün, pittoreske Städtchen und reichlich Raum für die perfekte Work-Life-Balance, es gibt sie tatsächlich, die Parallelen zwischen dem südlichsten Zipfel Irlands und dem Nordschwarzwald. Der kleine Ort Skibbereen, mitten im ländlichen irischen Nirgendwo, besitzt jedoch eine Einrichtung, die auf dem Kontinent echte Begehrlichkeiten weckt: den Ludgate Hub. Digital Hubs stellen als Keimzellen digitaler Innovationen die etablierten Arbeits- und Produktionsmodelle auf den Kopf. Gründer, Wissenschaftler, Investoren und etablierte Unternehmen sollen sich gegenseitig stärken und die Hubs damit den idealen Nährboden für neue Innovationen und Geschäftsmodelle bilden. Was auf der grünen Insel in Sichtweite zum Atlantik gut gelingt, soll nun auch in der Region Realität werden, zumindest wenn es nach dem Willen der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) geht. 

„Nach dem Förderaufruf des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg im Sommer 2017 für regionale Digitalisierungszentren sind wir sehr schnell in konkrete Planungen für ein Digital Hub in der Region eingestiegen“, beschreibt Jochen Protzer die junge Historie des Projekts. Bei dem zweistufigen Antragsverfahren winkt eine Förderung von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, was rund eine Million Euro für die Region bedeuten würde. „Eine Projektskizze musste bis zum 10. November eingereicht werden“, sagte WFG-Chef Jochen Protzer und freut sich, dass zahlreiche Unternehmen und Institutionen, Kommunen sowie Hochschulen aus der Region hinter dem Projekt stehen und die WFG als Konsortialführer diese gesamtregionalen Initiative auf den Weg gebracht hat.

Im Nordschwarzwald überwiegen kleine und mittlere Unternehmen aus Handwerk und produzierendem Gewerbe, häufig aus dem Maschinenbau oder der Zulieferindustrie. Diese regionalen Besonderheiten finden sich auch im Projektantrag wieder. „RESPOND“ ist der Projektname und steht für die Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit durch personalisierte, kontextbasierte, digitale Produkte und Dienstleistungen. „Hauptziel ist es, passgenaue und hochattraktive Angebote für regionale Unternehmen anzubieten, um ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu fördern“, beschreibt Prof. Dr.-Ing Bernhard Kölmel, Digitalisierungsexperte an der Hochschule Pforzheim, das fachliche Konzept, an dem er maßgeblich mitgewirkt hat. „Die bestechende Idee ist, nah am Unternehmen im ländlichen Raum zu sitzen, egal wo die Produktion oder das Büro liegt“, konkretisiert Jochen Protzer die Vorzüge eines Digital Hubs in der Region.

Wichtiges Element eines Hubs sind Co-Working Spaces, also gemeinsam interaktiv genutzte Arbeitsräume mit einem hohen Vernetzungspotential. „Hier können neue Ideen entstehen und die digitale Transformation vorangebracht werden“, schwärmt Bernhard Kölmel. Der Hub soll jedoch letztendlich ein Werkraum für alle sein, die sich mit Digitalisierung, gleich ob wirtschaftsaffin oder im sozio-kulturellen Kontext beschäftigen. Workshops im kleinen Rahmen, Netzwerkaktivitäten, ein Gründerservice, individuelle Beratungsleistungen, Coachings und Schulungen in Kooperation mit den regionalen Hochschulen sind denkbare und im Antrag skizzierte Aktivitäten.

Spannend wird es beim Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 am 5. Februar in Stuttgart, dort werden die landesweit erfolgreichen Konzepte prämiert. Für die WFG fiebern Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Riegger und Geschäftsführer Jochen Protzer in Stuttgart vor Ort mit. „Die Region Nordschwarzwald muss in wichtigen Zukunftsfragen der Wirtschaft Flagge zeigen und für derartige Projekte ist die regionale Wirtschaftsförderung prädestiniert“, sagt der Calwer Landrat Riegger und freut sich auf die Realisierung von RESPOND als aktiven Gestaltungsbeitrag der Region zur Digitalisierung im Land Baden-Württemberg.
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