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Pressemitteilung BoxID: 232309 (WINGAS GmbH & Co. KG)
  • WINGAS GmbH & Co. KG
  • Friedrich-Ebert-Straße 160
  • 34119 Kassel
  • https://www.wingas.de
  • Ansprechpartner
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Energiebranche als Stabilitätsanker in der Krise

WINGAS zu massiven Investitionen bereit / Politik muss jetzt richtige Weichen stellen / Sicherstes Transitland ist die Ostsee

(PresseBox) (Kassel , ) Mit milliardenschweren Investitionen kann die deutsche Energiebranche einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise leisten: "Wir können auch in stürmischen Zeiten eine stabile Stütze der deutschen Wirtschaft sein. Wir sind bereit zu massiven Investitionen in die Gasinfrastruktur und können einen kräftigen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten", kündigte Dr. Rainer Seele, Sprecher der WINGAS-Geschäftsführung, am Donnerstag auf einer Energiefachtagung in Berlin an. So seien die WINGAS-Gesellschaften bereit, bis zum Jahr 2015 rund 3 Milliarden Euro in den Ausbau der europäischen Erdgasinfrastruktur zu investieren - neue Erdgasspeicher und zusätzliche Pipelines zu bauen. Noch in diesem Jahr könnten einige der Projekte vorzeitig beginnen und 500 Millionen Euro allein in den Ausbau der deutschen Erdgasinfrastruktur fließen. Die Verlegung der 480 Kilometer langen Erdgaspipeline OPAL durch die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen kann bereits früher in diesem Jahr starten, sobald noch ausstehende Genehmigungen erteilt sind. "Das bringt nicht nur regionale Impulse, sondern nützt der gesamten deutschen Wirtschaft", so Seele. Allerdings sei es Aufgabe der Politik, jetzt die richtigen Weichen zu stellen.

"Es kann nicht sein, dass der Staat bei Banken Eigenkapital einschießt, aus unseren Steuern milliardenschwere Konjunkturprogramme auflegt und gleichzeitig durch Überregulierung Investitionen von Unternehmen, die können und wollen, abwürgt", sagte Seele weiter: "Der Staat tritt derzeit jenseits aller marktwirtschaftlichen Grundsätze zugleich als Schutzschild, Investor und Rückversicherer auf." Investitionen in Infrastruktur, Bildung und neue Technologien seien durchaus zukunftsorientiert und zielgerichtet. "Aber ein Grundsatz gilt auch in schwerster See: Staatliche Investitionen nur dort, wo Unternehmen sich zurückhalten", so der WINGAS-Geschäftsführer. Zum derzeitigen Krisenmanagement gehöre auch, für Unternehmen, die bereit seien zu investieren und trotz Krise Großprojekte anzugehen, die richtigen politischen Weichen zu stellen. "Das kostet keine Steuergelder. Bloß Mut und den Willen, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen herzustellen", so Seele. Dazu gehöre auch eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Bei Neuinvestitionen in Pipelines bleiben nach neuen Regelungen jedoch nach Steuern nur rund 5 Prozent Rendite. "Angesichts der enormen Höhe der Investitionen, ihrer Langfristigkeit und ihres Risikos, ist dies keine angemessene Verzinsung", erklärte Seele.

Dabei sind Investitionen in den Ausbau der Erdgasinfrastruktur entscheidend. Denn Europa braucht mehr Gas und produziert selbst immer weniger Gas. Die Versorgungslücke der EU wird im kommenden Jahrzehnt auf mehr als 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas anwachsen, da neben der verstärkten Nachfrage auch die eigenen Erdgasvorkommen vor allem in der britischen und holländischen Nordsee stark abnehmen. Diese Lücke kann nur durch zusätzliche Importe geschlossen werden. WINGAS engagiert sich bei der Beschaffung langfristiger Erdgasmengen aus Russland und hat sich Erdgas für die nächsten 35 Jahre gesichert.

"Das sicherste Transitland ist die Ostsee"

Für die steigenden Importmengen braucht Europa zusätzliche Transportkapazitäten. "Lieferengpässe können so auch durch ergänzende Pipelines besser ausgeglichen werden", sagte Seele auf der Konferenz in Berlin. "Der Transitstreit mit der Ukraine sollte den letzten Zweifler in Schweden, Polen und dem Baltikum überzeugt haben, dass die EU die Direktanbindung an die Erdgasquellen Sibiriens und damit die Nord Stream braucht. Denn das sicherste Transitland ist die Ostsee."

Die Erdgaspipeline Nord Stream soll vom russischen Wyborg über 1.200 Kilometer durch die Ostsee bis zur deutschen Ostseeküste nach Lubmin bei Greifswald führen. WINGAS hat bereits mit OOO Gazprom export erste Lieferungen über die Nord Stream vereinbart. Ab Inbetriebnahme, die für das Jahr 2011 vorgesehen ist, plant WINGAS über einen Zeitraum von 25 Jahren jährlich zusätzlich zu bestehenden Liefermengen bis zu neun Milliarden Kubikmeter Erdgas über die neue Pipeline Nord Stream zu beziehen.

WINGAS GmbH & Co. KG

Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas - mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas - und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.