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Pressemitteilung BoxID: 862529 (Wilex AG)
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WILEX berichtet über das erste Halbjahr

(PresseBox) (München, ) .

- Finanzierungszusage von Hauptaktionärin; Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt
- Periodenergebnis liegt im Rahmen der Planung
- Lizenzvertrag zur weltweiten Entwicklung und Vermarktung für REDECTANE(R) abgeschlossen
- BCMA-Antikörper zur Entwicklung des proprietären BCMA-ATAC (HDP-101) einlizenziert
- Strategischer Meilenstein erreicht: ATAC-Forschungskooperation mit Takeda
- Öffentliche Telefonkonferenz am 13. Juli 2017 um 15:00 Uhr MESZ

Die WILEX AG (ISIN DE000A11QVV0 / WL6 / FWB) veröffentlichte heute den Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 (1. Dezember 2016 - 31. Mai 2017).

Dr. Jan Schmidt-Brand, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand der WILEX AG, kommentierte: "Das erste Halbjahr 2017 war für uns operativ sehr erfolgreich. Wir haben zwei wesentliche Lizenzverträge unterzeichnet und kurz nach Ende unseres Geschäftsquartals durch den Vertrag mit dem Pharmaunternehmen Takeda über eine Anwendung unserer ATAC-Technologie einen herausragend wichtigen Meilenstein erreicht. Diese Zusammenarbeit stellt eine exzellente Validierung unserer ATAC-Technologie dar, da Takeda auf umfangreiche Erfahrung in der Onkologie verweisen kann und führend im Bereich der ADC-Entwicklung ist. Mit einem potenziellen Gesamtvolumen von bis zu 339 Mio. US-Dollar plus Umsatzbeteiligungen bietet diese Kooperation große Chancen für uns. Dieser wichtige Vertrag umfasst bis zu drei biologische Zielstrukturen und lässt daher viel Spielraum für ähnliche Kooperationen sowie eigene Entwicklungen. Auch auf der Finanzierungsseite waren wir erfolgreich. Die erneute Finanzierungszusage über 10 Mio. Euro von unserer Hauptaktionärin dievini haben wir teilweise genutzt und im Mai eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit knapp 5,0 Mio. Euro Erlös durchgeführt."

Wichtige Ereignisse in den ersten sechs Monaten 2017

- Erfolgreiche Due Diligence und Vertragsverhandlungen führen zu einer Kooperation mit Takeda: Die WILEX Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma hat im Juni mit Takeda Pharmaceutical Company Limited eine Forschungs- und Optionsvereinbarung zur ATAC-Technologie abgeschlossen. Im Rahmen der exklusiven Forschungsvereinbarung wird Heidelberg Pharma Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATACs) unter Verwendung von Antikörpern aus Takedas proprietärem Portfolio für bis zu drei Zielmoleküle herstellen. Takeda erhält dabei die Option für die exklusive Lizenzierung der weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte aller Produktkandidaten, die aus der Zusammenarbeit hervorgehen. Sollte Takeda die Option ausüben, ist der Partner sowohl für die weitere präklinische und klinische Entwicklung als auch für die mögliche Vermarktung aller lizenzierten Produktkandidaten verantwortlich.

Heidelberg Pharma hat bei Vertragsunterzeichnung im dritten Quartal eine Zahlung für den Technologiezugang und wird zukünftig Zahlungen für die zu erbringenden Forschungsleistungen erhalten. Falls Takeda die Option zur exklusiven Lizenzierung ausübt, steht Heidelberg Pharma eine Optionsgebühr pro Produktkandidaten zu. Im Rahmen einer exklusiven Lizenzvereinbarung würde Heidelberg Pharma zusätzlich erfolgsabhängige Zahlungen für klinische Entwicklungs-, regulatorische und umsatzabhängige Meilensteine von insgesamt bis zu 113 Mio. USD für jeden Produktkandidaten sowie attraktive Lizenzzahlungen (Royalties) erhalten. Auswirkungen im Ergebnis werden erst im dritten Quartal sichtbar und sind in der Planung 2017 enthalten.

- Abschluss eines weltweiten Lizenzvertrages für diagnostischen Antikörper REDECTANE(R): Die WILEX AG hat im Januar 2017 mit dem Unternehmen Telix Pharmaceuticals Limited, Melbourne, Australien, (Telix) einen exklusiven Lizenzvertrag zur weltweiten Entwicklung und Vermarktung für den Diagnostikumkandidaten REDECTANE(R) (INN: 124I-Girentuximab) abgeschlossen. WILEX erhielt vertragsgemäß eine Zahlung bei Vertragsunterzeichnung und könnte Meilensteinzahlungen von insgesamt bis zu 3,7 Mio. USD erhalten. Zusätzlich hat WILEX im Erfolgsfall Anspruch auf Umsatzbeteiligungen (Royalties) an den weltweiten Nettoerlösen für REDECTANE(R). Alle Kosten der Entwicklung sowie der Herstellung und Vermarktung werden von Telix getragen.
Der Vertrag umfasst auch eine radiotherapeutische Verwendung des Antikörpers Girentuximab. Telix plant die Entwicklung eines therapeutischen Radio-Immun-Konjugates auf Basis des mit Lutetium-177 markierten Antikörpers Girentuximab. Die Vereinbarung sieht weiter vor, dass WILEX Lizenzzahlungen erhalten wird, sollte ein von Telix entwickeltes therapeutisches Produkt die Marktzulassung erlangen.

- Abschluss des Lizenzvertrages für BCMA-Antikörper mit dem MDC: Die WILEX-Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma hat im Januar 2017 einen Lizenzvertrag mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) in Berlin über BCMA-Antikörper abgeschlossen. Der Lizenzvertrag folgt einer im September 2016 unterzeichneten Optionsvereinbarung. Finanzielle Details des Lizenzvertrages unterliegen der Vertraulichkeit, die Finanzierungsreichweite der WILEX wird dadurch nicht beeinflusst. Aus einem Selektions- und Optimierungsprozess der BCMA-Antikörper ist der ATAC-Kandidat HDP-101 hervorgegangen, der derzeit für die klinische Entwicklung vorbereitet wird, die Ende 2018 starten könnte.

- Finanzierungszusage und Kapitalmaßnahme: WILEX hat Anfang Februar 2017 bekanntgegeben, dass sie von ihrer Hauptaktionärin dievini Hopp Biotech holding GmbH & Co. KG, Walldorf, (dievini) eine weitere Finanzierungszusage erhalten hat. dievini wird dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Damit ist die Finanzierungsreichweite des Unternehmens bis Ende des zweiten Quartals 2018 sichergestellt.
Im Rahmen dieser Finanzierungszusage wurde im Mai 2017 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt. Die Aktionäre zeichneten alle 2.040.816 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien durch Ausübung der Bezugs- und Mehrbezugsrechte zum Bezugspreis von 2,45 Euro je Aktie. Die Hauptaktionärin dievini übte sämtliche auf sie entfallenden Bezugsrechte aus und zeichnete weitere Aktien im Mehrbezug. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft nach Eintragung ihrer Durchführung in das Handelsregister auf 14.968.380,00 Euro. Die WILEX AG wird den Emissionserlös in Höhe von knapp 5,0 Mio. Euro vor allem für die präklinische Entwicklung des proprietären ATAC-Kandidaten HDP-101 und die Etablierung des GMP-Herstellungsprozesses von Antikörper-Amanitin-Konjugaten (ATACs) verwenden.

- Rechtstreit mit Siemens Corporation: Wie bereits im Geschäftsbericht 2016 ausführlich berichtet, hat die WILEX AG unter dem Gebot der Vorsicht zum 30. November 2015 eine Rückstellung für die Haftung aus einer Mietgarantie gegenüber Siemens Corporation (USA) in Höhe von 408 Tsd. Euro passiviert. Die WILEX AG musste 2010 im Rahmen der Akquisition von WILEX Inc. (Oncogene Science) diese Mietgarantie übernehmen. WILEX Inc. wurde 2013 an Nuclea Biotechnologies Inc. verkauft und kurz danach auf Nuclea verschmolzen. Da über Nuclea Mitte 2016 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, fordert Siemens nun von WILEX die Begleichung von Mietrückständen und Schadensersatz der Nuclea für den Zeitraum bis Juli 2016 in Höhe von insgesamt 832 Tsd. USD. Im Mai 2017 hat Siemens Corporation eine Klage in dieser Höhe gegen WILEX beim Bundesgericht für Massachusetts, MA, USA, (United States District Court for the District of Massachusetts) eingereicht.
Die WILEX AG hält diese Forderungen vollumfänglich für unberechtigt und hat bereits eine Klageerwiderung eingereicht. Die wirtschaftliche und rechtliche Einschätzung seitens WILEX hat sich zum Geschäftsbericht 2016 nicht geändert, die vorhandene Rückstellung wird als angemessen eingestuft. Eine Entscheidung ist nicht vor Mitte 2018 zu erwarten.

Finanzergebnisse der ersten sechs Monate im Geschäftsjahr 2017

Der WILEX-Konzern (WILEX), bestehend aus der WILEX AG und der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH, berichtet konsolidierte Zahlen.

WILEX erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 Umsatzerlöse und Erträge von insgesamt 1,1 Mio. Euro und damit 42 % weniger als im Vorjahr (1,9 Mio. Euro). Darin enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), die im Wesentlichen der kundenspezifischen Auftragsforschung der Heidelberg Pharma entstammen. Umsatzrelevante Zahlungen aus der Vereinbarung mit Telix schlagen sich erst mit der Erreichung der ersten Meilensteine, vor allem nach erfolgreicher Wiederaufnahme der Antikörperproduktion und im Verlauf der klinischen Studie nieder. Erste Zahlungen von Takeda fallen erst im dritten Quartal an.

Die sonstigen Erträge lagen mit 0,3 Mio. Euro unterhalb des Vorjahresniveaus (1,0 Mio. Euro) und beinhalten insbesondere Erträge (jeweils 0,1 Mio. Euro) aus Fördermitteln für Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Verbindlichkeiten, welche nicht in geplanter Höhe benötigt wurden. Im Vorjahr betrugen diese beiden Positionen noch 0,5 Mio. Euro bzw. 0,3 Mio. Euro. Außerdem waren 2016 noch Erträge im Kontext des 2013 erfolgten Verkaufs der ehemaligen Tochtergesellschaft WILEX Inc. an die Firma Nuclea Biotechnologies Inc. in Höhe von 0,2 Mio. Euro zu verzeichnen.

Die betrieblichen Aufwendungen, einschließlich der Abschreibungen, betrugen plangemäß 5,2 Mio. Euro und lagen damit über dem Wert des Vorjahres (4,3 Mio. Euro).

Der Periodenfehlbetrag im ersten Halbjahr stieg von 2,4 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2016 auf 4,1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug -0,32 Euro und belief sich damit über dem Vorjahr (-0,22 Euro). Die unterproportional verlaufende Ausweitung des Verlustes je Aktie gegenüber dem Periodenfehlbetrag ist auf die gestiegene Aktienanzahl infolge von Kapitalerhöhungen zurückzuführen.

WILEX verfügte zum 31. Mai 2017 über liquide Mittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro (30. November 2016: 4,6 Mio. Euro). Der durchschnittliche Finanzmittelbedarf in den ersten sechs Monaten betrug 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) pro Monat ohne Berücksichtigung der Kapitalerhöhungen.

Die Bilanzsumme zum Ende der Berichtsperiode betrug 16,2 Mio. Euro und lag damit über dem Wert des Vergleichsstichtages 30. November 2016 (15,2 Mio. Euro). Das Eigenkapital belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf 10,5 Mio. Euro (30. November 2016: 9,7 Mio. Euro), das entspricht einer Eigenkapitalquote von 65,1 % (30. November 2016: 64,0 %).

Die Ende März 2017 abgegebene Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr wird bestätigt.

Dieser Text enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf den Geschäftsbereich der Gesellschaft beziehen und die sich durch den Gebrauch von zukunftsgerichteter Terminologie wie etwa "schätzt", "glaubt", "erwartet", "könnte", "wird", "sollte", "zukünftig", "möglich" oder ähnliche Ausdrücke oder durch eine allgemeine Darstellung der Strategie, der Pläne und der Absichten der Gesellschaft auszeichnen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die bewirken könnten, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsbetriebs, die Finanzlage, die Ertragslage, die Errungenschaften oder auch die Ergebnisse des Sektors erheblich von jeglichen zukünftigen Ergebnissen, Erträgen oder Errungenschaften unterscheiden, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder vorausgesetzt werden. Angesichts dieser Unwägbarkeiten werden mögliche Investoren und Partner davor gewarnt, übermäßiges Vertrauen in solche zukunftsgerichteten Aussagen zu setzen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

Wilex AG

Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in München, das als Konzernmutter Holdingaufgaben wahrnimmt. Der Fokus der Forschung und Entwicklung liegt auf dem operativen Geschäft der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH in Ladenburg. Heidelberg Pharma ist das erste Unternehmen, das den Wirkstoff Amanitin für Krebstherapien einsetzt und entwickelt. Dafür verwendet das Unternehmen seine innovative ATAC-Technologie (Antibody Targeted Amanitin Conjugate) und nutzt den biologischen Wirkmechanismus des Toxins als neues therapeutisches Prinzip. Diese proprietäre Technologieplattform wird für die Entwicklung eigener therapeutischer Antikörper-Wirkstoff-Konjugate sowie im Rahmen von Kooperationen mit externen Partnern eingesetzt, um eine Vielzahl von ATAC-Kandidaten zu erzeugen. Der proprietäre Hauptproduktkandidat HDP-101 ist ein BCMA-ATAC, der gegen das Multiple Myelom eingesetzt wird. WILEX' klinische Produktkandidaten MESUPRON(R) und REDECTANE(R) wurden verpartnert. RENCAREX(R) steht zur Auslizenzierung und weiteren Entwicklung zur Verfügung. Die WILEX AG ist notiert an der Frankfurter Wertpapierbörse: ISIN DE000A11QVV0 / WKN A11QVV / Symbol WL6. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.wilex.com.