Große Resonanz für Workshop des WFG-Netzwerks "Robotik für KMU"

Kleine und mittlere Metall verarbeitende Unternehmen informieren sich über Automatisiertes Schweißen

Ahaus, (PresseBox) - Rund 30 Teilnehmer informierten sich jetzt bei der Fa. Severt in Vreden im Rahmen der Veranstaltung "Automatisiertes Schweißen für kleine und mittlere Metall verarbeitende Unternehmen" auf Einladung des von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) initiierten Netzwerkes "Robotik für KMU". In seiner Begrüßung motivierte Geschäftsführer Dr. Wilhelm Severt dazu, sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen: "Wenn sich die Wirtschaftlichkeit der Einführung eines automatisierten Schweißsystems tragen lässt, dann tun sie es, und zwar besser heute als morgen."

Rund 100 Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe im Kreis Borken haben täglich mehrere Schweißaufgaben zu verrichten. Doch den Ausbildungsberuf Schweißer gibt es nicht mehr. Gleichzeitig sind die Schwierigkeitsanforderungen für die Schweißarbeiten deutlich komplexer geworden. Die Anzahl der Materialgüten hat sich vervielfacht, die Qualitätsanforderungen sind viel höher als früher, die Arbeitsbedingungen für den Schweißer sind z.T. sehr belastend, sei es wegen des großen Gewichtes mancher Bauteile oder der ergonomisch ungünstigen Haltung beim Schweißen. Gute Schweißer sind in Deutschland kaum noch zu bekommen, auch nicht aus Osteuropa. "Vor diesem Hintergrund ist ein Automatisierungsprozess auf diesem Gebiet unvermeidbar", so ARC-Projektleiterin Evelyn Decker. Eine Automatisierung lässt sich aber nur realisieren, wenn sie sich auch wirtschaftlich trägt.

Auf der Veranstaltung stellte Prof. Dr. Kerstiens von der Westfälischen Hochschule in Bocholt den Stand der Technik für das Roboterschweißen vor. So sei der größte Part bei der Finanzierung eines Roboter-Schweißplatzes der Anteil für die Programmierung. Mit heute bereits verfügbarer Technik ist es möglich die Programmierarbeit stark zu vereinfachen und zwar mit Hilfe von Bildverarbeitung, wie sie z.B. u.a. von dem ARC-Netzwerkpartner CLK aus Altenberge angeboten wird.

Ulrich Kerkhoff von der Fa. Severt stellte dar, für welche Bauteile sich das automatisierte Schweißen auch in kleinen Stückzahlen rechnen kann und welche technischen Hilfsmittel das Gelingen eines gut und schnell geschweißten Bauteils deutlich erhöhen können.

Wie wichtig es ist bei der Umstrukturierung eines Unternehmens in Richtung Automation vor allem die Mitarbeiter mitzunehmen, wurde im Anschluss eindrucksvoll von Josef Cox vom Bildungszentrum der Handwerkskammer dargelegt.

Das Highlight der Veranstaltung war die Live-Vorführung in den Werkshallen der Fa. Severt. Hier wurden an einem Bauteil beispielhaft die möglichen Vorgehensweisen beim automatisierten Schweißen gezeigt, wie z.B. im ersten Schritt vom reinen Handschweißen hin zum Handschweißen mit automatischem Positionierer und ebenso das Schweißen mit dem Roboter, zum einen über das sogenannte "Teach-In"-Verfahren programmiert, zum anderen über die Offline-Programmierung. Dr. Thomas Naber, Entwicklungsleiter der Fa. Severt, wies dabei auf den großen Vorteil der Offline-Programmierung hin: "Die Programmierung kann erfolgen, während auf der Anlage noch geschweißt wird."

Zur weiteren Verdeutlichung der unterschiedlichen Verfahren wurden im Vorfeld der Veranstaltung alle Schweißverfahren komplett gefilmt und dann für die Präsentation im Zeitraffer gezeigt.

Die Teilnehmer des Workshops zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen, die Kai Moormann von der Fa. Severt zusammenfasste: Beim Schweißen mit dem Positionierer benötigt man nur 60 Prozent der Zeit im Vergleich zum Handschweißen. Das Offline-Programmieren dauert in etwa solange wie das sogenannte "Teach-In"-Verfahren. Ab sechs gleichen Bauteilen rechnet sich zeitlich gesehen der Roboter gegenüber dem Handschweißen.

WFG für den Kreis Borken mbH


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