Antreiber und Vorbilder in der Digitalisierung

Auszeichnungsveranstaltung zu "einfach machen#2" zeigte viele gute Praxisbeispiele, wie Unternehmen in den Kreisen Borken und Coesfeld zukunftsorientiert die Personalarbeit 4.0 gestalten

(PresseBox) ( Ahaus, )
Ideen, wie sich der digitale Wandel in der  unternehmerischen Personalarbeit nutzen lässt, gibt es viele in den Kreisen Borken und Coesfeld. Gelungene Umsetzungen auch. Genau die haben die Wirtschaftsförderung für den Kreis Borken mbH (WFG), die Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc), die Agentur für Arbeit Coesfeld und die Regionalagentur Münsterland für die Initiative einfach machen#2 zusammengetragen. Mehrere Wochen lang war Veronika Droste, WFG-Projektleiterin für den Bereich Fachkräftesicherung, im vergangenen Jahr in Unternehmen des Kreises Borken unterwegs und recherchierte Best-Practice-Bespiele für eine durch die Digitalisierung veränderte Personalarbeit. „Die Initiativen und Instrumente, die uns präsentiert wurden, waren außergewöhnlich innovativ und betreffen die Bereiche Arbeitsorganisation, Unternehmenskultur, Qualifizierung und Personalgewinnung“, so Veronika Droste.

Im Rahmen einer gelungenen Abschlussveranstaltung im Schloss Ahaus wurden nun die in beiden Kreisen gesammelten einfachmachen#2-Beispiele einem interessierten Publikum präsentiert -  als Antreiber und Anregung für andere, aber auch als Würdigung jener Unternehmen, die die neuen Möglichkeiten für ihren Erfolg nutzen.    

In seinem spannenden Impulsvortrag „The new ‚New Work‘“ skizzierte Prof. Dr. Ralf Ziegenbein, Vorstand des Instituts für Prozessmanagement und digitale Transformation (IPD) der FH Münster, den Wandel der Arbeitswelt hin zu Industrie 5.0. „Routinearbeit wird keine Rolle mehr spielen – darauf müssen sich insbesondere auch KMU einstellen“, so Prof. Ziegenbein. Er skizzierte die 10 Top Skills, die Beschäftige im digitalen Wandel mitbringen müssen und betonte, dass in den neuen Arbeitswelten vor allem kritisches und kreatives Denken gefordert sei. Seine Empfehlung: Unternehmen sollten Mitarbeitern mehr kreative Freiräume geben, Dinge auszuprobieren  und -  ganz im Sinne einer Start-Up-Mentalität à la Sillcon Valley – bei Nicht-Erfolg direkt mit einer Kehrtwendung weitermachen lassen.

Im Talk mit Moderatorin Eva Voss hob Landrat Dr. Kai Zwicker die Rolle der Wirtschaftsförderungsgesellschaften als Vermittler zwischen den Unternehmen und verschiedensten Bildungseinrichtungen hervor. Die erfolgreichen Wirtschaftsakteure im Kreis Borken machen es vor: Angst vor der Zukunft zu haben, helfe nicht. Den mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen müsse vor allem mit flacheren Hierarchien begegnet werden, so Zwicker.

 

In Impulsgesprächen stellten Frédéric Dildei (STF Gruppe GmbH, Dülmen), Stefan Nacke (amexus Informationstechnik, Ahaus) und André Roitzsch (SHOPMACHER, Gescher) vor, wie die Digitalisierung die Fachkräftesuche und die Qualifizierung der Mitarbeiter in ihren Unternehmen verändert hat. Welche Vorteile Kunden durch die Digitalisierung in verschiedensten Bereichen der Arbeitsorganisation erfahren können, beschrieben Florian Klostermann, Betonwerke H. Klostermann GmbH & Co. KG, Coesfeld), Thomas Lösing (Winterhalter Garten- und Landschaftsbau, Schöppingen) und Holger Münster (1A Wundzentrum, Senden).

 

Als symbolische Anerkennung für die herausragenden guten Beispiele wurden diese Unternehmen aus dem Kreis Borken mit dem einfachmachen#2-Langstreckenläufer ausgezeichnet:

d.velop für ihr Angebot „Fünf-Minuten Pitches“, in denen Mitarbeiter ihre Ideen vorstellen können und den „Kulturrat“,

Dibella GmbH  für ihr digitales Vorschlagwesen,

VR-Bank Westmünsterland für Digiforen, Webinare und virtuellen Assistenten,

Shopware für ihr „Device Lab“, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Technologien erproben können,

Pietsch Gruppe für ihre „E-Learning-Plattform“, um Azubis Wissen digital zugägnlich zu machen,

Amexus Informationstechnik für die Austauschplattformen  „Lunch & Learn“ und die jährliche „Techparty“,

Winterhalter Garten- und Landschaftsbau für digitale Gartenplanung mit 3D und Virtual Reality,

Spedition Hillert für das digitale Rechnungswesen und Dokumentenmanagementsystem (DMS),

Tobit.Software für Minijobplanung per chayns,

Stadtverwaltung Bocholt für Online-Bewerbungen in Social-Media-Kanälen

Shopmacher für den digitalen „Job-Shop“,

Sparkasse Westmünsterland für „Digitalisierungsbotschafter“ aus dem Kollegium,

Hetkamp EDV-Beratung für digitale und persönliche Kommunikation in Balance.

 

„Die einfachmachen#2-Beispiele sind kleine, überschaubare Projekte, die einfach umgesetzt werden können und daher zum Nachahmen einladen. Ein Ranking haben wir bewusst nicht eingesetzt“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider.

Alle Beispiele von einfachmachen#1 und einfachmachen#2 sind online unter www.personalarbeit-einfachmachen.de einsehbar.
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