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Pressemitteilung BoxID: 524289 (WAN-IFRA)
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CEO von Fairfax: Wahrung redaktioneller Glaubwürdigkeit im Internet-Zeitalter

(PresseBox) (Darmstadt, ) Für Gregory Hywood, CEO des australischen Medienunternehmens Fairfax Media, ist Qualitätsjournalismus im Internet-Zeitalter wichtiger denn je. Die neuen Gegebenheiten der Internet-Ära ziehen jedoch auch einen grundlegenden Wandel für die Medienwelt nach sich, was an der kürzlich angekündigten Umstrukturierung von Fairfax sehr deutlich wird.

"Medienunternehmen wie unseres bieten Antworten auf die grundlegenden Anforderungen unseres Publikums - nämlich wissen zu wollen, was in der Welt vor sich geht", erklärt Hywood, der in einer gemeinsamen Themensession von World Editors Forum und Weltkongress der Zeitungen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sprechen wird. "Wir verarbeiten täglich eine Fülle von Informationen aus einer großen Vielzahl von Quellen, filtern das Wesentliche heraus und bereiten die Inhalte auf, um sie unseren Lesern in verdaulicher Form darzubieten."

Das Medienunternehmen Fairfax Media, das u.a. die Zeitungen The Sydney Morning Herald und The Age (Melbourne) herausgibt, hat kürzlich eine massive Umstrukturierung angekündigt. Im Zuge der Anpassung an das Digitalzeitalter ist geplant, innerhalb von drei Jahren das Personal um fast ein Fünftel zu reduzieren, zwei Druckereien zu schließen und die Broadsheet-Zeitungen auf das Tabloid-Format umzustellen.

Eine große Herausforderung des Internets liegt laut Hywood für Zeitungsunternehmen darin, die redaktionelle Glaubwürdigkeit zu wahren und gleichzeitig eine möglichst effiziente Nutzung redaktioneller Ressourcen zu erreichen. (Das vollständige Interview ist in englischer Sprache abrufbar unter http://www.wan-ifra.org/hywood_interview .)

Hywood wird beim 19. World Editors Forum sprechen, das zusammen mit dem 64. Weltkongress der Zeitungen das Gipfeltreffen der internationalen Zeitungswelt bildet und in diesem Jahr vom 2. bis 5. September in der ukrainischen Hauptstadt Kiew stattfindet.

Zu dem vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) organisierten Editors Forum und Kongress kommen alljährlich mehr als 1000 Chefredakteure, Zeitungsverleger und andere Führungskräfte der Branche aus über 100 Ländern. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen, zum Programm und zur Anmeldung sind unter http://www.wan-ifra.org/de/node/52498 abrufbar.

Im Vorfeld der Veranstaltungen hat WAN-IFRA einen Blog für Kongress und Forum eingerichtet, der Hintergrundinformationen über Referenten, den Veranstaltungsort und einige der zentralen Themen des Programms liefert: http://www.wan-ifra.org/kiev2012_blog.

Als weitere Themensessions beim Editors Forum sind geplant:

Die Redaktion - Was kommt nach der Integration? Eine wirklich integrierte Redaktion zu führen, ist eine Herausforderung. Zum einen sollen Inhalte möglichst kosteneffektiv produziert werden, und zum anderen geht es darum, die Möglichkeiten der eigenen Journalisten sowie der Plattformen Mobile, Print und Web voll auszuschöpfen. Viele Redaktionen beziehen inzwischen auch Videos in ihre Arbeit mit ein. Was kommt als nächstes? Welche neuen Jobs werden benötigt? Welche neuen Tools stehen zur Verfügung?

Ethische Grundsätze und Standards - Vertrauen wiederherstellen: Heute, wo mit Blogs und Social Media immer mehr Nachrichtenquellen zur Verfügung stehen, müssen sich die etablierten Nachrichtenanbieter engagiert darum bemühen, ihre Autorität zu wahren, insbesondere wenn es um Skandale geht. Wie können sich professionelle Journalisten und ihre Publikationen abgrenzen und vermitteln, dass sie zuverlässige und objektive Informationen liefern, und wie können sie das Vertrauen ihrer Leser wiedergewinnen? Müssen wir unsere ethischen Grundsätze überdenken?

Social Media - der nächste Schritt: Social Media eröffnen nie dagewesene Möglichkeiten für die Kommunikation mit der eigenen Leserschaft und die Gewinnung neuer Leser. Können Journalisten diese Möglichkeiten voll nutzen und sie in den Prozess der Berichterstattung tatsächlich integrieren? Bestimmt heute Twitter, worüber berichtet wird, und wie können Fans und Follower als Leser gewonnen werden?

Neben Hywood werden beim Editors Forum folgende Referenten sprechen: Jacek Utko, Design-Direktor, Bonnier Business Press (BPP), Schweden; Peter Ong, CEO, Checkout Australia Pty Ltd, Australien; Erik Bjerager, Präsident des World Editors Forum sowie Chefredakteur und Geschäftsführender Direktor, Kristeligt Dagblad, Dänemark; Juan Señor, Partner, Innovation Media Consulting; Raju Narisetti, Geschäftsführender Redakteur des Wall Street Journal Digital Network, USA; David Boardman, Leitender Redakteur und Senior Vice President, The Seattle Times, USA; Shoma Chaudhury, Geschäftsführende Redakteurin, Tehelka, Indien; Riyaad Minty, Leiter für Social Media, Al Jazeera Media Network, Katar; Jeffrey Gettleman, Büroleiter der New York Times in Nairobi, sowie weitere Referenten, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Wie in den Vorjahren wird das WEF eine Reihe von Themensessions gemeinsam mit dem Weltkongress der Zeitungen anbieten:

- In 60 Minuten um die Welt - die neuesten Medientrends aus aller Welt, mit Tomas Brunegård, CEO von Stampen AB in Schweden; Carlos Fernando Lindenberg Neto, CEO von Rede Gazeta in Brasilien; Mohamad Alayyan, Herausgeber und Geschäftsführer von United Jordan Press in Jordanien; Pichai Chuensuksawadi, Chefredakteur der Bangkok Post in Thailand; Trevor Ncube, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Zeitung Mail & Guardian in Südafrika, und Maxim Melnikov, CEO, Media3, Russland.

- Erfolgreiche Akteure gestalten die Zukunft - ein Überblick über erfolgreiche neue Geschäftsmodelle, neue Technologien und neue Formen des Journalismus, mit Michael Golden, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der New York Times Company; Gwen Lister, Gründerin und Chefredakteurin der namibischen Zeitung The Namibian, sowie Fotojournalist Vidar Herre und Nachrichtenredakteur Tor Halvorsen von der norwegischen Zeitung Avisa Hordaland.

- Digitale Entwicklung - ein Überblick über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Bezahlinhalte, Tablets, Mobile und Video sowie die branchenführenden Bezahl-Apps, mit Annelies van den Belt, CEO, SUP, Russland; Simon Regan-Edwards, Leiter im Bereich Neue Technologien bei der Times und der Sunday Times in Großbritannien; Tor Jacobsen, Geschäftsführender Direktor bei Verdens Gang AS in Norwegen; Mikael Pentikainen, Herausgeber und Chefredakteur, Helsingin Sanomat, Finnland; Marc Challinor, Leiter des Bereichs Mobile, The Daily Telegraph, Großbritannien; Morten Henriksen, CIO, Berner Gruppen, Norwegen, sowie weiteren Referenten, die in Kürze bekanntgegeben werden.

Begleitend zum Weltkongress der Zeitungen und dem World Editors Forum wird die Info Services Expo 2012 innovative Lösungen aus dem Kreise der internationalen Lieferanten vorstellen. Diese Messe bietet Besuchern die Möglichkeit, direkt mit führenden Lieferanten der Zeitungsbranche in Kontakt zu treten und sich über deren zukunftsweisende Produkte, Dienstleistungen und Technologien zu informieren.

Auch in diesem Jahr umfasst das Konferenzprogramm eine Reihe von Abendveranstaltungen, Galadiners und Mittagessen, die eine hervorragende Möglichkeit bieten, Kontakte mit Fachkollegen aus aller Welt zu knüpfen und zu pflegen.

Über das World Editors Forum

Das World Editors Forum ist das einzige Netzwerk für leitende Zeitungsredakteure aus aller Welt. Zu den zentralen Aufgaben zählen die weltweite Vertretung von Redakteuren, die Wahrung hervorragender redaktioneller Qualität, die Bereitstellung von Informationen und Fortbildungsangeboten für Redakteure sowie die Mitgestaltung der Zukunft des Journalismus. Auch setzt sich das World Editors Forum für freie Meinungsäußerung und das Recht der Öffentlichkeit auf wahrheitsgemäße Informationen ein.

WAN-IFRA

WAN-IFRA, mit Sitz in Paris, Frankreich, und Darmstadt, Deutschland, sowie Regionalbüros in Singapur, Indien, Spanien, Frankreich und Schweden, ist der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien und vertritt mehr als 18.000 Publikationen, 15.000 Online-Sites und über 3000 Unternehmen in mehr als 120 Ländern. Vorrangiges Ziel des Verbandes ist die Verteidigung und Förderung von Pressefreiheit, Qualitätsjournalismus und redaktioneller Integrität sowie die Entwicklung von erfolgreichen Geschäftsaktivitäten.