21 Unternehmen gründen Fachgruppe "Klebtechnik" für Technische Händler

Stärkung der Beratungskompetenz im wachsenden Zukunftsmarkt der klebtechnischen Produkte

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Das Kleben gilt als Zukunftstechnologie unseres Jahrhunderts, die zunehmend klassische Verfahren wie Schweißen, Nieten und Nähen ablöst. Mit der Gründung einer Fachgruppe „Klebtechnik“ wollen die Fachgroßhändler im VTH Verband Technischer Handel e.V. ab sofort diesen branchenübergreifenden Fertigungstrend mitgestalten. In Norderstedt kamen sie am 10. Mai 2019 zur Gründungsversammlung zusammen. 21 Unternehmen traten bei und wählten einen fünfköpfigen Vorstand. Als Vorsitzender wird Uwe Kittel (Krückemeyer, Wilnsdorf) fortan von den Stellvertretern David Schlesinger (Wendler, Aue), Andreas Fritz (Reiff, Reutlingen), Tilman Heise (Piel, Halle/Saale) und Rolf Kater (JK, Kempen) unterstützt.

Die hohe Qualität, die eine fast unüberschaubare Vielfalt an Klebstoffen und Klebebändern zum Beispiel für den Fahrzeugund Leichtbau in den letzten Jahren erreicht haben, stößt in der Anwendung noch allzu oft auf eine falsche Handhabung. So sind 80 bis 90 Prozent der Fehler in der Verarbeitung prozess- oder personenbedingt. Bei dem Bemühen, auch die Produktauswahl und -anwendung zu hoher Qualität zu führen, möchten die Fachgruppenmitglieder ihre Kunden im gesamten D-A-CH-Gebiet unterstützen. Dazu stellten die „Gründungsväter und -mütter“ bereits erste Überlegungen an.

Diskutiert wurden unter anderem die Konzipierung eines Fachberater-Lehrgangs, die systematische Erstellung von Musterlösungen sowie der Austausch mit Bildungsträgern, Forschungseinrichtungen und Markenherstellern. Die vier VTH-QUALITÄTSPARTNER Henkel, Sika, Ruderer (technicoll) und Weicon freuen sich über die Gründung und haben ihre Unterstützung bei den zukünftigen Projekten der Fachgruppe „Klebtechnik“ bereits zugesagt.

Austausch mit Produktentwicklern von tesa SA

So kam es nicht von ungefähr, dass sich die spezialisierten Technischen Händler am Vortag am Deutschlandsitz des multinationalen Technologieunternehmens tesa SA in Norderstedt über Klebtechnik-Innovationen informierten. Weltweit beschäftigt tesa rund 500 (von insgesamt 4.917) Mitarbeitern im F+E-Bereich. Sie sorgen für 100 neue Produkte und 70 Patentanmeldungen pro Jahr. Insgesamt führt der Hersteller etwa 7.000 selbstklebende Produkte und Anwendungen im Sortiment. Während einer Führung durch das Application Solution Center ASC und das Technikum erfuhren die knapp 30 Teilnehmer Erstaunliches. So beispielsweise, dass in einem Smartphone 45 Klebebänder verbaut sind und bei der Produktion eines einzigen Autos zwischen zwei und fünf Kilometern Klebeband sichtbar und unsichtbar eingesetzt werden.

DIN-Wissen aus erster Hand

Auch wenn Normen wie die DIN 2304 (Qualitätsanforderungen an Klebprozesse bei Nicht-Schienenfahrzeugen) und die ältere DIN 6701 (Schienenfahrzeuge) reine Anwendernormen sind und den Fachhändler nicht direkt betreffen, so muss er doch als Klebtechnik-Berater über ein solides Grundverständnis verfügen. Für dieses sorgte Thomas Stein von der Klebnorm Consulting GmbH in seinem Vortrag über marketing- und vertriebsnahe Aspekte im Rahmenprogramm der Gründungsveranstaltung. Er erklärte mit dem Erfahrungsschatz von rund 45 Berufsjahren, was die Händler als Vermittler wissen und verstehen müssen, um geeignete klebtechnische Produkte zu empfehlen. „Diese Beratungskompetenz verschafft ihnen nicht nur Wettbewerbsvorteile gegenüber fachfremden Internethändlern und Logistikern, sondern kann sie auch vor Forderungen bezüglich einer Mängelhaftung bewahren“, ergänzte VTH-Hauptgeschäftsführer Thomas Vierhaus abschließend den fach- und sachkundigen Vortrag.

www.vth-verband.de

 
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