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VIK: Gasumlage kommt nicht, Abwehrschirm lässt noch viele Fragen offen

(PresseBox) (Berlin, )
„Wir haben schon sehr früh auf die möglichen Probleme bei einer solchen Umlage hingewiesen und stärkere Unterstützung gefordert, besonders für solche Unternehmen, die die massiven Preissteigerungen nicht weitergeben können. Wir sind froh darüber, dass die Bundesregierung nun erkannt hat, dass umfangreiche Hilfen notwendig sind, hätten uns diese Einsicht jedoch schon eher gewünscht.“ sagt Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK.

Der VIK – Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, von der Einführung der geplanten Gasumlage abzusehen. Die nun zusätzlich vorgesehenen Unterstützungen für die betroffenen Endverbraucher werden vom VIK ebenfalls positiv bewertet.

Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK: „Wir haben schon sehr früh auf die möglichen Probleme bei einer solchen Umlage hingewiesen und stärkere Unterstützung gefordert, besonders für solche Unternehmen, die die massiven Preissteigerungen nicht weitergeben können. Wir sind froh darüber, dass die Bundesregierung nun erkannt hat, dass umfangreiche Hilfen notwendig sind, hätten uns diese Einsicht jedoch schon eher gewünscht.“

Insgesamt sieht der VIK das Papier zum vorgesehenen Abwehrschirm als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, vieles muss hier aber noch konkretisiert, die Details schnell veröffentlicht werden, denn durch das Zögern im Frühjahr ist viel wertvolle Zeit nicht genutzt worden. Der Zickzack-Kurs der letzten Monate hat Vertrauen gekostet und weitere Unsicherheit geschaffen.

Mittelfristig, so VIK-Hauptgeschäftsführer Christian Seyfert, braucht Deutschland endlich eine langfristig angelegte Industriestrategie, denn die Energiepreise werden in den nächsten Jahren wohl nicht wieder auf ihr altes Niveau zurückfinden. Bestandteil einer solchen Industriestrategie könnte ein Industriestrompreis sein, um den Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig zu sichern, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und den sozialen Frieden zu erhalten.

Neben den akuten Hilfen für Unternehmen muss jetzt vor allem auch auf der Angebotsseite auf dem Strommarkt reagiert werden. In diesem Bereich gab es in den letzten Tagen wieder kleine Fortschritte, allerdings immer noch zu langsam und zu spät. Weiterhin gilt, dass „wir schnellstmöglich alle verfügbaren Kraftwerkskapazitäten ans Netz bekommen müssen, hier haben wir schon seit März früh ein ambitionierteres und konsequenteres Vorgehen der Regierung gefordert“, betont Seyfert. Ein sinkender Strompreis könnte nicht zuletzt auch den Inflationsdruck zügeln. Dazu ist der Einsatz aller verfügbaren, nicht auf Erdgas basierenden Erzeugungskapazitäten nötig, die Versorgungssicherheit garantieren und gleichzeitig die Verstromung von Erdgas minimieren.

Viele der nun durch die Bundesregierung angestrebten Maßnahmen werden positiv durch den VIK gesehen. Das geplante Belastungsmoratorium zur Verringerung des bürokratischen Aufwandes ist dringend erforderlich, um Unternehmen zu entlasten und diesen gleichzeitig mehr Freiräume bei eigenen Lösungen für die Energiekrise zu ermöglichen.

Ebenfalls positiv ist der Ausbau bei Erneuerbaren Energien sowie von LNG-Kapazitäten zu sehen. Die genannte Unterstützung eines vermehrten „Fuel switchs“ fordert der VIK als Industrievertreter schon seit dem Frühjahr. Hier müssen alle Optionen zeitnah nutzt werden, um den Gasverbrauch zu reduzieren.
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