Deutscher Pkw-Markt 2016 mit 3,36 Mio. Neuzulassungen

VDIK-Mitglieder erreichen Rekordmarktanteil von 36 Prozent

(PresseBox) ( Bad Homburg v.d.H., )
Der Pkw-Markt in Deutschland entwickelte sich in 2016 gut, sein Plus wird voraussichtlich 4,8 Prozent betragen und damit deutlich höher ausfallen als erwartet. Mit 3,36 Millionen neu zugelassenen Fahrzeugen erreicht er das beste Ergebnis seit dem Umweltprämienjahr 2009. Der VDIK geht davon aus, dass das Zulassungsvolumen 2017 stabil auf vergleichbarem Niveau liegen wird.

An der guten Entwicklung partizipieren die VDIK-Mitgliedsunternehmen überdurchschnittlich, sie steigern ihren Marktanteil um rund einen halben Prozentpunkt auf gut 36 Prozent. Das ist das beste Ergebnis, das die internationalen Hersteller bislang in Deutschland erzielen konnten, wenn man das Jahr der Umweltprämie unberücksichtigt lässt. Insgesamt setzten die VDIK-Mitglieder 2016 in Deutschland gut 1,2 Millionen Pkw ab.

Die gute Marktentwicklung steht mit deutlichen Zuwächsen sowohl im Privat- als auch im Flottenmarkt auf soliden Füßen. Der Privatmarkt wuchs um annährend 7  Prozent auf 1,17 Millionen und befindet sich damit erstmals seit Jahren wieder auf einem positiven Trend. Der Flottenmarkt erreicht mit rund 830.000 Zulassungen ein neues Rekordniveau und wuchs um 5,5 Prozent. Die Zulassungen auf die Kfz-Branche selbst sowie die Vermieter lagen im Gesamtmarkt mit plus 3 Prozent unter der Steigerung des Gesamtmarktes. Ihr Marktanteil ist damit rückläufig.

VDIK-Präsident Reinhard Zirpel: „Der Rekordmarktanteil der VDIK-Mitgliedsunternehmen beruht insbesondere auf ihrer Stärke im Privatmarkt. Die internationalen Hersteller konnten mit einem Plus von 11 Prozent ihren Marktanteil in diesem Markt auf 44 Prozent steigern.“

Bei den Antriebsarten ist der Absatz von Pkw mit Verbrennungsmotoren unverändert dominierend. In 2016 wurden in Deutschland über 1,7 Millionen benzinangetriebene Fahrzeuge neu zugelassen, das Wachstum fällt mit voraussichtlich 8 Prozent höher aus als die Steigerung des Gesamtmarkts. Die Zulassungen von Pkw mit Dieselmotor erreichen gegenüber dem Vorjahr mit über 1,5 Millionen Einheiten ein Plus von einem halben Prozent, ihr Marktanteil ist rückläufig. Die aktuelle Diskussion um Einfahrverbote in Städte und über die Blaue Plakette hat zu dieser Entwicklung beigetragen.

Der Anteil der alternativen Antriebe an den Neuzulassungen 2016 wird 2 Prozent betragen. In Europa liegt er bei 4 Prozent, dieser Wert verdeutlicht den  Nachholbedarf in Deutschland. Die in Deutschland aktuell absatzstärkste alternative Antriebsart ist der Hybrid ohne Plug-in. Von diesen Fahrzeugen wurden 2016 ca. 33.000 Einheiten neu zugelassen, das ist eine Steigerung um fast 50 Prozent. Diese Fahrzeuge stammen fast ausschließlich von VDIK-Mitgliedsunternehmen. Die Zulassungen von Pkw mit reinem Elektroantrieb werden in etwa auf Vorjahresniveau abschließen. Der Marktanteil der VDIK Mitglieder liegt hier bei 43 Prozent. Die Plug-in Hybrid-Fahrzeuge werden um 25 Prozent zulegen.

Betrachtet man die Segmente, ist eine unterschiedliche Entwicklung festzustellen. Die SUVs und Geländewagen verzeichnen zusammengenommen mit einem Plus von 19 Prozent die größte Steigerung. Die Beliebtheit dieser Fahrzeuge ist auch durch einen mit 43 Prozent überdurchschnittlichen Privatmarktanteil zu erkennen. Die Segmente der Kompakt- und Mittelklasse verbleiben in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Für das gute Neuzulassungsergebnis in 2016 ist der Privatmarkt von großer Bedeutung. Wie entscheidend die Bedeutung der privaten Nachfrager für den Pkw-Markt insgesamt ist, wird noch deutlicher, wenn man auch die Fahrzeuge berücksichtigt, die in den ersten vier Monaten nach Erstzulassung vom Handel oder Hersteller weiterverkauft werden. Es sind in erster Linie Vorführwagen und junge Vermietfahrzeuge, die zu rund 90 Prozent an private Halter umgeschrieben werden.

VDIK-Präsident Reinhard Zirpel: „Fasst man die originären privaten Neuzulassungen und die Umschreibungen junger Gebrauchter zusammen, so ergibt sich ein Privatmarktanteil von 46 Prozent. Das heißt, auf den privaten Kunden ist Verlass, er kauft fast jedes zweite Auto in Deutschland.“

Die vom BAFA bereitgestellten Zahlen zu Anträgen auf den Umweltbonus entwickeln sich zwar langsamer als erhofft, allerdings zeigt der relativ hohe Anteil der Anträge von privaten Kunden, dass der beschrittene Weg der Förderung richtig ist. Der VDIK geht davon aus, dass bis zum Jahresende rund 9.000 Anträge auf den Umweltbonus vorliegen werden. Informationen über die Zahl der Auszahlungen wird das BAFA im Frühjahr 2017 publizieren.

CO2-Flottenemissionen der VDIK-Mitgliedsunternehmen bei 122 g/km CO2

Die VDIK-Mitgliedsunternehmen haben sehr frühzeitig damit begonnen, die Reduktion von CO2-Emissionen voranzutreiben. Von 1978 bis zum Oktober 2016 haben die VDIK-Mitgliedsunternehmen ihre durchschnittlichen CO2-Emissionen um 118 g/km CO2 gesenkt, damit nahezu halbiert, und liegen aktuell bei 122 g/km CO2.

Der VDIK bekennt sich selbstverständlich zum Klimaabkommen von Paris und wird alle Anstrengungen unternehmen, um einen signifikanten Beitrag für eine emissionsfreie Mobilität zu leisten. Wir fordern in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Wahrung der Technologieneutralität und befinden uns damit in voller Übereinstimmung mit dem Strategiepapier der Europäischen Kommission für emissionsarme Mobilität.

Im Bereich der Elektromobilität sind die VDIK-Mitglieder bereits seit 2010 aktiv. Mit aktuell 22 Elektrofahrzeugmodellen in insgesamt 61 Ausstattungsvarianten unterstützen sie das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität durch ein breitgefächertes Angebot mit einem sehr weiten Einsatzspektrum. Über 45 Prozent des aktuellen Modellangebots kommen von ihnen.

Das Angebot an Elektrofahrzeugen wird sich in den kommenden Jahren vergrößern. Zusammen mit dem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur im Jahr 2017 prognostiziert der VDIK eine weitere deutliche Steigerung der Zulassungen von Elektrofahrzeugen. Von der Politik erwartet der Verband die Schaffung bzw. Fortentwicklung von Regelungen, die den Abrechnungsvorgang beim Laden von Elektrofahrzeugen deutlich vereinfachen, so dass Roaming und ad-hoc-Laden ohne Vertragsbindung kurzfristig möglich sind. Darüber hinaus fordert der VDIK von der Politik, zügig gesetzliche Klarheit für Lademöglichkeiten in Mietshäusern und Wohneigentum zu schaffen.
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