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Wo die Energiewende in Bayern vorankommt und wo nicht!

Das Land ist schneller klimaneutral als die Stadt

(PresseBox) (München, )
Die Energiewende kommt in Bayern sichtbar voran. Doch nicht in allen Gemeinden und Regierungsbezirken Bayerns verläuft der Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) gleich schnell. "Die alte Verweigerungsstrategie, dass man schon irgendwie von den anderen mitversorgt wird, geht in einer dezentralen Energieversorgung nicht mehr auf", appelliert Detlef Fischer, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW, an alle Verantwortlichen in den Regionen. Jede Stadt und jede Gemeinde müsse ihren Beitrag zum EE-Ausbau und zum klimaneutralen Bayern leisten. "Weiterhin muss die Infrastruktur ausgebaut werden, um die Verbrauchszentren mit EE-Strom und möglichst bald mit grünem Wasserstoff zu versorgen", so der VBEW-Hauptgeschäftsführer weiter.

Eine Auswertung der Daten des Energieatlas Bayern gibt Aufschluss über die Verteilung der erneuerbaren Stromerzeugung in den bayerischen Gemeinden im Verhältnis zu ihrem jeweiligen Stromverbrauch (siehe Bild). In einigen zumeist ländlichen Regionen ist die vor Ort erneuerbar erzeugte Strommenge im Jahressaldo bereits mehr als doppelt so hoch (≥ 200 %) wie der Verbrauch. Große Städte kommen hingegen auf sehr viel niedrigere Werte, beispielsweise erzeugt München rechnerisch nur 2,0 % seines Stromverbrauchs vor Ort selbst erneuerbar, Nürnberg 3,6 % und Regensburg 8,8 %. Aber auch Regionen mit viel Industrie wie das bayerische Chemiedreieck (Burghausen: 9,2 %, Burgkirchen: 10,7 %) benötigen sehr viel mehr Strom, als sie selbst erneuerbar erzeugen können. "Das ist einfach so und lässt sich auch beim besten Willen nicht ändern. Das Land versorgt die Städte und die Industriezentren mit grüner Energie", fasst Detlef Fischer die Zahlen zusammen. Darüber hinaus sei aber auch erkennbar, dass einige klassische Tourismusregionen in Südbayern wie z. B. Bad Wiessee (9,3 %) oder Oberammergau (9,6 %) beim Ausbau der erneuerbaren Energien noch hinterherhinken. Insbesondere bei der Windkraft zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Süd und Nord. "Im südlichen Oberbayern gibt es mir noch zu viele Gebiete, in denen der Ausbau trotz Wasserkraft nicht schnell genug vorankommt. Da muss noch deutlich mehr kommen. Keine Landschaft ist zu schön für die erneuerbaren Energien", ist sich Detlef Fischer sicher.

"Wenn in zukünftigen Szenarien eines klimaneutralen Bayern der Stromanteil in der Industrie, der Gebäudebeheizung und im Verkehrssektor weiter ansteigt, wird sich das Ungleichgewicht zwischen Stadt und Land sogar noch erhöhen", erläutert Detlef Fischer anhand der Zwischenergebnisse einer vom VBEW beauftragten Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) ("Bayernplan Energie 2040") die weitere Entwicklung. Ein klimaneutrales Bayern geht in allen Szenarien nur mit einer weiteren Elektrifizierung, um die fossilen Brennstoffe bis 2040 zu ersetzen. Das heißt aber auch, dass die heute vorhandenen Stromnetze in Bayern dringend ausgebaut werden müssen, um den neuen Erfordernissen gerecht zu werden. Die vorhandenen Erdgasnetze müssen möglichst erhalten und auf die spätere Wasserstoffnutzung vorbereitet werden. Nur dann können die ländlichen Regionen die Städte und die Industrie mit Energie versorgen.

"Der Umbau der Energieversorgung in Bayern wird die Gemeinden noch vor große Herausforderungen stellen und Veränderungen mit sich bringen. Schon aus Akzeptanzgründen halten wir es daher für notwendig, dass sich alle Regionen in Bayern am Ausbau der Energiegewinnung an erneuerbaren Ressourcen möglichst in gleichem Ausmaß beteiligen. Das gilt für das Land wie für die Städte, für den Norden wie für den Süden und das gilt auch für die landschaftlich und touristisch besonders attraktiven Gebiete", fasst Detlef Fischer die Analyse des VBEW zusammen.

Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW

Der VBEW repräsentiert mit seinen rund 400 Mitgliedsunternehmen die bayerische Strom-, Gas-, Fernwärme-, Wasser- und Abwasserwirtschaft. Als Interessenvertretung vertritt er gemeinsame Anliegen der Mitgliedsunternehmen und ihrer Kunden gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie in der Öffentlichkeit. Ziel ist es, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche, zukunftsorientierte, nachhaltige und verbraucherfreundliche Energie- und Wasserversorgung zu schaffen. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen kleine und mittlere, kommunale, private und genossenschaftliche Energie- und Wasserversorgungsunternehmen ebenso wie Konzernunternehmen.

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