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VDMA-Präsident macht Ingenieuren Mut: Anteil der Produktion bleibt hoch in Deutschland

Gute Berufsaussichten - VDMA rechnet aber auch 2010 mit Entlassungen

(PresseBox) (Düsseldorf, ) VDMA-Präsident Manfred Wittenstein macht den Ingenieuren in Deutschland Mut. Nicht nur die Wirtschaftskrise werde man überstehen, auch die Zukunftsaussichten seien gut. Trotz der Konzentration der Öffentlichkeit auf die Dienstleistungsbranche bleibe Deutschland ein Produktionsstandort, so der Chef des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, in den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. "Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland ist in den vergangenen Jahren nicht geschrumpft, sondern leicht gestiegen", blickt Wittenstein optimistisch in die Zukunft. "Damit sind wir das einzige OECD-Land, in dem der Anteil der Produktion an der gesamten Wertschöpfung zugenommen hat. Das liegt vor allem an unseren Qualitätsprodukten und der deutschen Ingenieurkunst. Wenn wir dieses hohe Niveau weiterhin halten, halten wir auch den Produktionsstandort Deutschland."

Dabei seien einige Branchen sogar gestärkt durch die Krise gekommen. "Während Unternehmen aus den Bereichen Hütten- und Walzeinrichtungen für 2009 dank hoher Auftragsbestände und langer Durchlaufzeiten insgesamt ein Umsatzplus von einem Drittel verbuchen konnten, brach der Umsatz bei Herstellern von Bau- und Baustoffmaschinen um fast die Hälfte ein." Deshalb rechnet Wittenstein ist einigen Branchen auch 2010 mit Entlassungen von Ingenieuren. "Es gab 2009 Unternehmen, die Ingenieure entlassen haben und es wird auch 2010 Entlassungen geben. Das ist ganz normal für ein Wirtschaftssystem. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass Ingenieure im Maschinenbau weiterhin gute Chancen haben. Den Zuwachs bei den arbeitslosen Ingenieuren ordne ich eher der Automobilindustrie zu als dem Maschinenbau. Denn zum Jahresende 2009 gab es rund 3000 offene Stellen für Ingenieure."

Gerade im Maschinenbau sieht der VDMA gute Chancen für ein weiter wachsendes Beschäftigungsniveau, das aktuell bei 950.000 Mitarbeitern liegt. "Im Maschinenbau haben wir bereits seit den 1980er-Jahren einen steigenden Ingenieuranteil in der Branche, gemessen an allen Beschäftigten. Seitdem findet ein kontinuierlicher Aufbau statt, das heißt: Höher Qualifizierte wie Ingenieure nehmen zu, weniger qualifizierte ab. Die Anlagen werden anspruchsvoller, neue Technologien müssen entwickelt und integriert werden, das erfordert mehr Wissensarbeiter. Nach unseren Prognosen wird der Trend weiterhin anhalten."

Das Interview mit VDMA-Präsident Wittenstein finden Sie in den neuen VDI nachrichten.