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Pressemitteilung BoxID: 375925 (Vattenfall GmbH)
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Ministerpräsident Carstensen eröffnet Fischtreppe

Vattenfall nimmt Europas größte Fischaufstiegsanlage in Betrieb

(PresseBox) (Berlin, ) Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen hat am Donnerstag gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann sowie Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG, am Geesthachter Wehr Europas größte Fischtreppe in Betrieb genommen. Die 550 Meter lange Anlage mit 45 Becken ist so konzipiert, dass auch der bis zu 3,50 Meter lange Atlantische Stör den Aufstieg in die Laichgebiete schaffen kann. Fachleute erwarten daher, dass der Fischtreppe von Vattenfall eine entscheidende Bedeutung beim Wiederansiedlungsprojekt zukommt.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen dankte dem Unternehmen Vattenfall für das große Engagement: "Diese Anlage ist eines der Schlüsselprojekte für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Elbe. Wir wissen, wie wichtig ein intakter Fischbestand für das Ökosystem Fluss ist. Dank Vattenfall konnte hier eine Anlage realisiert werden, die dem Atlantischen Stör die Chance gibt, wieder in der Elbe heimisch zu werden."

Der Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Europe AG, Tuomo Hatakka, verwies in seiner Rede darauf, dass Vattenfall mit seiner Umweltstiftung bereits mehrere Fischaufstiegsanlagen gefördert hat. Zudem werde auch durch Projekte, wie beispielsweise den Bau eines Priels in Hamburg-Altengamme, an anderer Stelle etwas für den Fischbestand getan. Der Bau von Kraftwerken, der Betrieb von Netzen oder die Gewinnung von Primärenergieträgern bedeute ohne Zweifel einen Eingriff in die Natur. "Der Schutz der Umwelt bei der Energieerzeugung spielt für Vattenfall eine große Rolle - so auch mit dem Bau des Fischaufstiegs. Durch die neue Anlage haben alle stromaufwärts wandernden Fische einen besseren Zugang zum gesamten Elbesystem. Das trägt zur Entwicklung bei und unterstützt den Fortbestand aller Fischbestände in der Elbe", so Hatakka.

Die neue Fischaufstiegsanlage am Nordufer der Elbe in Geesthacht ist das Ergebnis sorgfältiger Planung. An der Universität Karlsruhe wurden an einem Modell im Maßstab 1:13 Strömungspfade simuliert und notwendige Korrekturen vorgenommen. Hintergrund: Fische benötigen eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit, um die Fischtreppe zu finden und zu überwinden. Bereits im Probebetrieb hat sich erwiesen, dass die Berechnungen am Modell auch in der Realität funktionieren. Bereits 90 Minuten nach dem ersten Fluten der Anlage hatten rund 500 Fische den Aufstieg geschafft. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Strömungsverhältnisse nicht nur großen, sondern auch deutlich mehr kleinen Fischarten als an der bereits vorhandenen Anlage am Südufer den Aufstieg erlauben. Die Kosten der Anlage betragen rund 20 Mio. Euro.

Mehr Informationen im Internet unter: www.vattenfall.de/fischaufstieg