Vattenfall prüft Audioüberwachung im Kernkraftwerk

(PresseBox) ( Hamburg, )
Vattenfall wird die mögliche Einführung einer Audioüberwachung im Kernkraftwerk Krümmel sorgfältig prüfen. Das hat die Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (VENE) als Betreiberin des Kraftwerks am Mittwoch angekündigt. Zuvor hatte das Kieler Sozialministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde die Einführung einer solchen Überwachung angeordnet.

"Die Sicherheit unserer Kernkraftwerke hat für Vattenfall oberste Priorität", sagte VENE-Geschäftsführer Ernst-Michael Züfle. "Wir sind daher immer bereit, sinnvolle Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu ergreifen und gemeinsam mit der Reaktorsicherheitsbehörde Lösungen zu erarbeiten." Die technischen, administrativen, arbeitspsychologischen und rechtlichen Details, wie sie in der nachträglichen Auflage beschrieben sind, müssen nun intensiv geprüft werden.

Zudem ist die technische Umsetzung einer umfassenden Audioüberwachung in der 120 Quadratmeter großen Kraftwerkswarte extrem schwierig und nicht mit der Situation beispielsweise in einem Flugzeugcockpit zu vergleichen. Auf der Kraftwerkswarte sind viele Mitarbeiter im Einsatz. Eine Zuordnung der komplexen Kommunikation durch Audioüberwachung ist problematisch.

Vattenfall hatte dazu bereits im Herbst 2008 Stellung genommen und auf begründete Zweifel unter anderem aus arbeitspsychologischer Sicht hingewiesen. Gutachten zufolge können Gesprächsaufzeichnungen sogar kontraproduktiv sein, da sie zur Verunsicherung der Mitarbeiter führen können. Arbeitspsychologische und rechtliche Gutachten wurden der Aufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt.

Vattenfall hatte der Aufsichtsbehörde angeboten, gemeinsam die Sinnhaftigkeit, die Möglichkeiten und die Voraussetzungen einer Aufzeichnung der Wartenkommunikation zu erörtern. "Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse Eingang in die Auflage gefunden haben", sagte Züfle. "Wir werden die Auflage jetzt sorgfältig prüfen."
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