Krümmel: Fortgang der Revisionsarbeiten

Hamburg, (PresseBox) - Bei der jährlichen Revision im Kernkraftwerk Krümmel sind bereits 1700 der nunmehr 2300 geplanten Arbeitsvorhaben zur Prüfung und Instandhaltung der Kraftwerkstechnik durchgeführt worden. Unter Revision versteht man die jährliche gründliche Überprüfung der Anlage, ein ähnlicher Vorgang wie die regelmäßige Inspektion bei einem Auto. Bis zu 1300 Fachkräfte führen die Arbeiten durch. Die Untersuchungen und Revisionsarbeiten werden dabei stets von unabhängigen Sachverständigen im Auftrag der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde überwacht.

In den kommenden drei Wochen wird - nach Zustimmung der Behörde - ein umfangreiches Austauschprogramm für Entwässerungsleitungen im Sicherheitsbehälter ausgeführt. Hierbei werden etwa 220 Meter Rohrleitung demontiert und anschließend rund 300 Meter Rohrleitung neu eingesetzt. Hierfür sind auch ca. 250 Rohrbiegungen, 50 Halterungen und 300 neue Schweißnähte nötig.

Der im Rahmen der Revision jährlich durchgeführte Austausch abgebrannter Brennelemente wurde am vergangenen Sonnabend abgeschlossen.

Im Zuge elektrischer Messungen sind bei einem der zwei Eigenbedarfstransformatoren - sie dienen der Eigenbedarfsversorgung des Kraftwerks - Abweichungen aufgetreten. Nach einer Untersuchung des Transformators durch den Hersteller auf dem Kraftwerksgelände wird er voraussichtlich am kommenden Montag zur weiteren Prüfung in eine Spezialfirma nach Dortmund gebracht.

Aufgrund der bereits gemeldeten Rissbefunde in den Absaugeleitungen (s. Pressemitteilung vom 20. August) wurde der Prüfumfang auf Armaturen erweitert. Im Rahmen dieser Prüfung wurden innerhalb einer Armatur des Reaktorwasserreinigungssystems Rissanzeigen festgestellt. Die Prüfung wird an weiteren Armaturen fortgesetzt. Der Sachverhalt wurde der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde in Kiel am 30.08.2007 als Meldepflichtiges Ereignis der Kategorie "N" (Normal) INES 0 gemeldet.

Das Kraftwerk Krümmel steht seit dem Brand des Transformators am 28. Juni still und wird erst wieder ans Netz gehen, wenn alle offenen Fragen geklärt und alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden sind. Damit ist nicht vor Oktober zu rechnen. Für das Wiederanfahren der Anlagen ist die Genehmigung der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde erforderlich.

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