Allergieforscher der UMG mit ADF/ECARF Award 2017 ausgezeichnet

Wissenschaftler aus der Dermatologie an der UMG erhalten Auszeichnung für Studie zum Zusammenhang von Störungen in der Hautbarriere und allergischem Asthma-Risiko. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert

Göttingen, (PresseBox) - Störungen in der Hautbarriere können die Entwicklung von allergischem Asthma begünstigen. Für eine Studie mit diesem Ergebnis ist eine Forschungsgruppe der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie (Direktor: Prof. Dr. Michael P. Schoen) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit dem ADF/ECARF Award 2017 ausgezeichnet worden. Das Forscherteam unter der Leitung von Biologin Dr. Andrea Braun hat den Einfluss der Hautbarriere auf die Entwicklung von allergischen Erkrankungen untersucht. Die Wissenschaftler konnten erstmals zeigen, dass es durch genetische Schäden beziehungsweise Veränderungen in der Haut bei Kontakt mit Allergenen zu Atemwegsallergien kommen kann. Der mit 5.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis wird von der Europäischen Stiftung Allergieforschung (ECARF) seit dem Jahr 2005 jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Allergologie vergeben. Die Verleihung des Awards 2017 fand am 10. März 2017 auf der 44. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF) in Göttingen statt.

Neurodermitis gehört zu den häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. Sie geht in vielen Fällen späteren allergischen Erkrankungen voran, so etwa Heuschnupfen oder Asthma. Ein Risikofaktor für die Ausbildung von Neurodermitis ist das Fehlen von Strukturproteinen in der Haut. Die Barrierefunktion der Haut ist dann gestört. Die Göttinger Studie belegt, dass diese Störungen in der Hautbarriere zu Entzündungen führen. Die Entzündungen begünstigen nicht nur Neurodermitis, sie erhöhen auch die Allergensensibilisierung und tragen zur Entwicklung von Asthma bei. Die Forschungsergebnisse helfen dabei, Mechanismen zu entschlüsseln, die für die Entwicklung von Neurodermitis hin zu allergischem Asthma verantwortlich sind.

Tagungsbeitrag: Konstantin Reier, Birka Brauns, Verena N. Lorenz, Martin Mempel, Michael P. Schön, Andrea Braun: Epidermal barrier dysfunction due to Filaggrin- and Hornerin-deficiency promotes allergen sensitization and aggravates experimental asthma in a model of MC903-induced atopic dermatitis. (unveröffentlichte Studie)

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