Neue Behandlungsansätze bei Schilddrüsenkrebs: Öffentlicher Informationsabend am 25. November 2008

(PresseBox) ( Ulm, )
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Zeit: 18.30 Uhr
Ort: Hörsaal der Medizinischen Klinik, Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm Oberer Eselsberg
Info: Der Eintritt ist frei

Die menschliche Schilddrüse speichert Jod für den Körper und produziert Hormone, die u. a. beim Energiestoffwechsel und Zellwachstum eine wichtige Rolle spielen - eine Krebserkrankung dieses Organs beeinträchtigt den gesamten Organismus. Ärzte und Wissenschaftler stellen beim Patientensymposium neue Behandlungsansätze vor und beantworten Fragen der Besucher.

Lautet die Diagnose Schilddrüsenkrebs, ist meist eine operative Entfernung des Organs notwendig. Um dabei eine Beeinträchtigung der ganz in der Nähe verlaufenden Stimmbandnerven zu vermeiden, lässt sich mit neueren Verfahren deren Funktion während der Schilddrüsenoperation überwachen. Wie das funktioniert, erläutert Prof. Dr. Theresia Weber, Oberärztin und Schilddrüsenspezialistin der Ulmer Uni-versitätsklinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Gelegentlich werden auch die Nebenschilddrüsen in Mitleidenschaft gezogen, die für den Kalziumstoffwechsel des Körpers zuständig sind. Wie sich dessen Störung behandeln lässt, erklärt PD Dr. Martin Fassnacht, Oberarzt der Medizini-schen Klinik und Poliklinik I, Abteilung Endokrinologie, am Universitätsklinikum Würzburg.

Da der Körper die Hormone, die die Schilddrüse normalerweise produziert, dringend braucht, müssen Patienten sie nach einer Entfernung des Organs in Tablettenform einnehmen. Dabei ist die genaue Dosierung und Einstellung auf den einzelnen Patienten für Lebensqualität und Wohlbefinden entscheidend. Welche Fortschritte man auf diesem Gebiet gemacht hat, darüber berichtet Prof. Dr. Bernhard Böhm, Leiter des Schwerpunkts Endokrinologie, Stoffwechsel und Diabetes an der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin I.

Um nach der Entfernung der Schilddrüse möglicherweise verbliebenes Gewebe vollständig zu entfernen, folgt bei Krebspatienten meist eine Radiojodtherapie. Radioaktives Jod, das in Kapselform eingenommen wird, wandert dabei in das verbliebene Drüsengewebe und zerstört es durch seine Strahlung. Vor einer solchen Therapie durften Patienten bisher keine Ersatzhormone einnehmen, denn unter dem - für die Patienten sehr unangenehmen - Hormonentzug bildet der Körper einen Stoff (TSH = schilddrü-senstimulierendes Hormon), der die Radiojodtherapie erst möglich macht. Wie die Erfolge mit synthe-tisch hergestelltem TSH sind, das den Patienten gespritzt wird, so dass ein Hormonentzug nicht notwendig ist, darüber klärt Prof. Dr. Markus Luster, Leitender Oberarzt der Ulmer Universitätsklinik für Nuklearmedizin, auf.
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