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Pressemitteilung BoxID: 698284 (Universitätsklinikum Heidelberg)
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Wirkt körpereigenes Hormon gegen Ängstlichkeit?

Heidelberger Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie sucht für Studie zu sozialer Angst gesunde Männer und Frauen zwischen 18 und 45 Jahren

(PresseBox) (Heidelberg, ) Ungefähr jeder Zehnte leidet an sozialer Angst. Betroffene meiden den Kontakt mit anderen und haben Probleme, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Wissenschaftler der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg untersuchen in einer neuen Studie, wie sich das körpereigene Hormon Oxytocin auf die Verarbeitung und Wahrnehmung von Gesichtern bei mehr oder weniger sozial ängstlichen Personen auswirkt. Dazu suchen sie rechtshändige gesunde Frauen und Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren, die stark oder kaum sozial ängstlich sind. Die Teilnahme an der Studie umfasst neben der klinischen Diagnostik eine Magnetresonanztomographie (MRT), ein Verfahren ohne Strahlenbelastung. Die Studie wird von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft gefördert.

Oxytocin mildert Angst und Stress bei Kontakten zu anderen Menschen

Soziale Ängstlichkeit erschwert den Aufbau von Beziehungen und kann Beruf und Alltag zur Qual machen: Als besonders bedrohlich empfinden Betroffene vor allem Situationen, in denen sie befürchten, von anderen Menschen beurteilt zu werden. Dazu gehören Vorstellungsrunden, Referate oder die Projektpräsentation vor den Kollegen, aber auch das Ansprechen oder Anrufen fremder Personen. Frühere Studien haben gezeigt, dass Oxytocin bei Gesunden Angsterleben und Stresssymptome im zwischenmenschlichen Austausch vermindern kann. Im Rahmen der MRT-Studie sollen die Wirkmechanismen des körpereigenen Hormons Oxytocin auf die Verarbeitung von Gesichtern genauer untersucht werden. Dabei interessiert die Wissenschaftler insbesondere, welchen Einfluss Oxytocin auf die Gehirnaktivität während des Betrachtens von Gesichtern und auf die Verhaltensantwort auf diese Gesichter hat.

Studienteilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an zwei Terminen und auf Wunsch die MRT-Bilder ihres Gehirns. Die erhobenen Daten werden anonymisiert und streng vertraulich behandelt

Anmeldung und weitere Informationen unter:

www.oxytocin-studie.de

Universitätsklinikum Heidelberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

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