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Pressemitteilung BoxID: 599766 (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE))
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Gründungsurkunde für neues Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg unterzeichnet

Wissenschaftler des UKE und der TU Harburg forschen unter einem symbolischen Dach

(PresseBox) (Hamburg, ) Gemeinsam mit Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt haben heute Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, UKE-Vorstand und Dekan der Medizinischen Fakultät, und Prof. Dr. Dr. Garabed Antranikian, Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), in Harburg den Gründungsvertrag für das Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg unterzeichnet.

Ziel ist es, ein gemeinsames virtuelles Exzellenzzentrum mit herausragender wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit zu errichten. Zugleich soll mit der Bündelung medizinischer und ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz der Wissenschaftsstandort Hamburg gestärkt werden. Durch die Verbindung leistungsstarker Forschungsschwerpunkte des UKE und der TUHH sollen attraktive Bedingungen für interdisziplinäre Forschung und attraktive Förderbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen werden.

"Wir sind sehr glücklich, dass die in den letzten vier Jahren Schritt für Schritt intensivierte wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der TU Hamburg jetzt in eine nächste Stufe der vertieften Kooperation einmündet. Ich bin sehr optimistisch, dass dies der Startpunkt für eine sehr produktive, die medizinische Versorgung weiter voranbringende Forschung darstellt", sagt UKE-Dekan Prof. Dr. Dr. Uwe-Koch-Gromus.

"Mit der Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Hamburg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf schaffen wir eine einzigartige interdisziplinäre Kooperation auf dem Gebiet der Medizintechnik, die in Deutschland Zeichen setzen wird. Die Bündelung des wissenschaftlichen Know-hows in Hamburg ist ein wichtiges Thema und wird durch das Forschungszentrum für Medizintechnik nachhaltig gestärkt. Neue Potentiale für die Entwicklung wissenschaftlicher Innovation und gesellschaftlichen Fortschritts werden optimal ausgeschöpft", sagt TUHH-Präsident Prof. Dr. Dr. Garabed Antranikian.

"In dem Forschungszentrum Medizintechnik tun sich Hamburger Wissenschaftsexperten unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um das Leben kranker Menschen zu retten oder zu erleichtern. Es geht um Geräte, die beispielsweise Patientinnen und Patienten die Angst nehmen könnten, in Kürze an einem Aneurysma zu sterben. Oder die degenerierte Gelenke ersetzen und Patientinnen und Patienten von Schmerzen befreien sollen. Ich möchte daher allen Beteiligten sehr danken, dass sie zusammen Implantate, Stents, Prothesen oder dergleichen mehr entwickeln bzw. noch weiter verbessern wollen. Durch die Vertiefung der Forschungskooperation lassen sich wertvolle Synergieeffekte erzielen", sagt Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt.

Die Arbeit des neuen Forschungszentrums konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

- Ausbau bestehender Forschungskooperationen
- verstärkte Nachwuchsförderung
- Ausbau und Stärkung des Medizinstandorts Hamburg
- strategische Partnerschaften mit der Industrie
- Verstärkung des Austauschs bei bereits bestehenden Studiengängen
- Planung eines gemeinsamen, berufsbegleitenden Studiengangs für Medizintechnik

Interessante und vielversprechende Projekte und Ideen sollen auf unkomplizierte Art und Weise zeitnah gefördert werden. UKE und TUHH stellen hierfür jährlich Fördergelder in Höhe von jeweils 125.000 Euro bereit. Die Frist für erste Forschungsanträge endet am 31. Juli 2013; mindestens je ein Wissenschaftler aus UKE und TUHH müssen den Antrag gemeinsam stellen.

Mitglieder des Direktoriums im neuen Forschungszentrum sind von UKE-Seite: Prof. Dr. Gerhard Adam, Leiter der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Prof. Dr. Michael Amling, Leiter des Instituts für Osteologie und Biomechanik, Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin und Prof. Dr. Udo Schumacher, Leiter des Institut für Anatomie und Experimentelle Morphologie; Dekan Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus gehört zum Leitungsgremium.

Das neue Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg erstellt derzeit einen Internetauftritt. Die Adresse www.fmthh.de wird voraussichtlich in der kommenden Woche freigeschaltet.