Informationstheorie: Basis für Mobilfunk, DVD oder MP3-Player

Internationales Experten-Treffen im Ulmer Stadthaus

(PresseBox) ( Ulm, )
Rund 130 Wissenschaftler aus aller Welt erwartet Professor Martin Bossert, Direktor des Instituts für Telekommunikation und angewandte Informationstheorie der Universität Ulm, als Gasteber und lokaler Organisator der siebten internationalen Konferenz Quellen- und Kanalcodierung der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) vom Montag bis Mittwoch, 14. bis 16. Januar, im Ulmer Stadthaus. Teilnehmer der im zweijährigen Turnus stattfindenden Konferenz sind weitgehend Experten aus dem wissenschaftlichen Bereich, aber auch aus Forschungseinrichtungen der Industrie.

Organisiert wird sie vom "in der Branche schon legendären Fachausschuss Informations- und Systemtheorie" (Professor Bossert) der ITG, der auf eine mehr als 50jährige Tradition zurückblicken kann und dem in dieser Zeit alle bedeutenden deutschen Nachrichtentechniker angehörten. Der Ulmer Wissenschaftler amtierte in den Jahren 2004 und 2005 als Vorsitzender dieses Ausschusses und zeichnet gemeinsam mit dem aktuellen Vorsitzenden Professor Holger Boche (TU Berlin) und dessen Vorgänger Professor Gerhard Fettweis (TU Dresden) für das Programm der Ulmer Konferenz verantwortlich.

Die Themen der Konferenz beschränken sich Bossert zufolge inzwischen nicht nur auf Quellen- und Kanalcodierung, sondern betreffen auch ein erweitertes Gebiet der Informationstheorie. "Deren Ergebnisse sind überall dort unabdingbar, wo digitale Daten gespeichert oder übertragen werden", sagt Martin Bossert und nennt einige griffige Beispiele: "Festplatten wären nicht so klein, es gäbe kein W-Lan, keinen Mobilfunk, keine DVD, keinen MP3-Player und so weiter." Die Liste jedenfalls ließe sich beliebig erweitern.

Aus gutem Grund bescheinigten Fachleute der Konferenz ein weltweit anerkanntes hohes Niveau, so Professor Bossert. Zur Präsentation in Ulm zugelassen worden seien denn auch nur die besten 57 der eingereichten Arbeiten, zuvor ausnahmslos begutachtet von jeweils zwei Experten. Hohe Erwartungen verbinden die Organisatoren zudem mit den Vorträgen speziell eingeladener Referenten. Von Professor Rudolf Ahlswede aus Bielefeld etwa, der 2006 als erster deutscher Wissenschaftler die nach Claude Shannon, dem Begründer der Informationstheorie (1948) benannte weltweit bedeutendste Auszeichnung auf diesem Gebiet erhalten hat.

Gleiches gilt aber auch für den Vortrag von Professor Joachim Hagenauer (TU München) zum Thema "Informationstheorie in den Genen" sowie des Humboldtpreisträgers Professor Raymond Yeung aus Hongkong zum Thema Netzwerkinformationstheorie.

Den Stellenwert der Konferenz unterstreicht überdies die Präsenz von VDE-Präsident Professor Josef Nossek (TU München), der ein Grußwort an die Teilnehmer richten wird. Diese erwartet neben hochkarätigen wissenschaftlichen Beiträgen auch ein ansprechendes Rahmenprogramm: Am Montag eine Stadtführung und am Dienstag ein Bankett mit schwäbischen Spezialitäten. Konferenzsprache ist Englisch.
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