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Pressemitteilung BoxID: 236380 (Universität Siegen)
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Universität Siegen: Konzept des Siegener Career Service als Modell

(PresseBox) (Siegen , ) Im Rahmen ihres Bologna-Projekts hatte die Österreichische Universitätenkonferenz im Januar zu einem Workshop zum Thema "Career Services" eingeladen. In der Edmundsburg in Salzburg trafen sich Vertreter der Österreichischen Universitäten mit Expertinnen und Experten aus Deutschland, der Schweiz und England. Dort stellte Marcellus Menke, Leiter des Siegener Career Service, das Siegener Konzept vor.

Mit der Einrichtung von "Career Services" unterstützen die Universitäten ihre Absolventen beim Berufseinstieg. Zu den Angeboten zählen Information, Beratung und Coaching, aber auch Jobbörsen und Absolventenmessen.

Ziel des Workshops in Salzburg war es, Strategien für den weiteren Aufbau, die Ausrichtung und die Professionalisierung der Career Centers an Österreichischen Universitäten zu diskutieren. Austausch und Vernetzung seien wichtige Stichworte für ein Serviceangebot, das in Österreich, je nach Hochschule, noch ganz unterschiedlich entwickelt ist, so das Statement des gastgebenden Vizerektors der Universität Salzburg, Prof. Dr. Rudolf Mosler. Er stellte die generelle strategische Bedeutung der Career Center für die Universitäten heraus.

Das Impulsreferat hielt Marcellus Menke von der Universität Siegen. Er berichtete über die verschiedenen Phasen der Professionalisierung der universitären Career Service Arbeit in Deutschland und über die Entstehung des Dachverbandes der deutschen Career Service Einrichtungen, das career service netzwerk deutschland (csnd), dessen Vorsitzender er ist. Besondere Aufmerksamkeit lag auf dem in Siegen praktizierten Modell, die zentralen Serviceleistungen für Studierende in einer Einheit zusammenzufassen. Ziel ist es, Studierende über den gesamten sog. Student Life Cycle kontinuierlich betreuen zu können. Dazu arbeiten in Siegen Zentrale Studienberatung, Career Service und Alumniverbund im Student Service Center (SSC) Hand in Hand.

Dr. Thorsten Thiel, Direktor des Career Center an der Universität St. Gallen, stellt in seinem Vortrag heraus, dass ein Career Center genau auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtete Angebote braucht. Aufgabe ist es hier, Programme zu entwickeln, die helfen, dass Absolvierende nicht irgendeinen möglichen, sondern den für sie richtigen Beruf finden. Gerade bei hochqualifizierten Absolvierenden in stark nachgefragten Studiengängen besteht die Gefahr, dass die individuelle Karriereplanung vernachlässigt wird. Fehlentscheidungen führen dann schnell zu einem ganz unerwarteten Karriereknick. Das zu vermeiden ist Aufgabe des Career Centers der Schweizer Elitehochschule.

In England sind die Career Services schon lange gut ausgebaute Einrichtungen der Hochschulen, wie Pauline McDonald, Leiterin des Career Center der Swansea University in Wales, betonte. Der englische Dachverband bietet seinen Mitgliedern einen umfassenden Service, z.B. speziell für Career Center entwickelte Datenbank- und Informationsprogramme. Durch die gute Vernetzung der englischen Career Service Einrichtungen gibt es einen regen Informationsaustausch.

Veranstaltungsmoderator Prof. Mag. Dr. Martin Polaschek, Vizerektor der Universität Graz, zog abschließend Fazit: Eine Vernetzung der Österreichischen Career Services nach deutschem Vorbild sei ein erstrebenswertes Entwicklungsziel. Marcellus Menke sagte zu, dass das csnd sich ganz im Sinne der Netzwerkidee engagieren will. Ein Besuch der österreichischen Nachbarn auf dem Haardter Berg ist bereits angekündigt.