Freie Bildungsressourcen

Universität Osnabrück will über Möglichkeiten der Bereitstellung aufklären

(PresseBox) (Osnabrück, ) Auch an der Universität Osnabrück wurde kürzlich über die Auslegung des Paragraphen 52a des Urhebergesetzes diskutiert. Reguliert wird darin die digitale Bereitstellung von Lehrmaterialien. Vielen ist indes nicht bekannt, dass selbst verfasste Materialien über bestimmte Portale kostenfrei zugänglich gemacht werden können. Die Universität Osnabrück beteiligt sich nun an einem Projekt, um auf einen noch wenig bekannten systematischen Weg der Bereitstellung und Nutzung freier Bildungsmaterialien aufmerksam zu machen.

»Dieser Weg bietet einen Ausweg aus dem Parapgraph-52a-Dilemma, indem wir Modelle für die Verbreitung und Nutzung freier Bildungsressourcen (Open Educational Resources) bekannter machen und in Bildungseinrichtungen verankern«, so Dr. Tobias Thelen vom Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre (Zentrum virtUOS) der Universität Osnabrück.

Das Gesamtförderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung umfasst ca. zehn Millionen Euro, das Projekt „MOIN“- Open Educational Resources für Mulitplikator*innen in Niedersachsen“ erhält davon 293.000 Euro, der Anteil der Uni Osnabrück daran beträgt 57.000 Euro. Besonderheit des niedersächsischen Projekts ist die direkte Zusammenarbeit von Akteuren aus unterschiedlichen Bildungsbereichen. Dabei arbeiten die Universität Osnabrück, die Technische Universität Braunschweig, die Hochschule Hannover, die Kreisvolkshochschule Ammerland, das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NQL) und ELAN e.V. zusammen.

»Die Forderungen der Verlage und der VG Wort, immer kleinere Einzelverrechnungen vorzunehmen und verlagseigenen Angeboten den Vortritt zu gewähren, erschweren unseren Lehrenden und Studierenden den Zugang zu kostenfreien Materialien«, so Thelen. »Dabei haben viele Lehrende großartige Materialien erstellt, die sie gerne kostenfrei zur Verfügung stellen würden. Da sie sich aber häufig nicht mit den rechtlichen und organisatorischen Fragen der Weitergabe auskennen, lassen sie diese aus Unsicherheit in ihren Schreibtischschubladen liegen. Dem möchte ich im Rahmen des Projekts entgegenwirken«, erklärt Thelen. Für die Nutzung dieser Materialien werden die Lizenz-Modelle benötigt, zum Beispiel Creative Commons, die eine freie Nutzung ermöglichen und deren größte Vorteile auch darin liegen, dass das Material bearbeitet, verändert, verändert weitergegeben werden darf.«

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