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Pressemitteilung BoxID: 238912 (Universität des Saarlandes)
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EU fördert Forschungsprojekt über Herzerkrankungen in der Großregion

Arbeitsgruppe der Saar-Uni beteiligt

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Die Europäische Union bewilligt insgesamt 1,2 Millionen Euro Förderung für ein grenzüberschreitendes Forschungsprojekt zur Untersuchung der Bedeutung von Ernährung und Umweltfaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen vier von zehn Todesfällen in Europa. Besonders betroffen ist die Großregion Saarland, Luxemburg, Lothringen und die Provinz Lüttich. Lebensstil und Umwelt tragen signifikant zum kardiovaskulären Risiko bei, sind jedoch im Detail unzureichend untersucht. Daher sind wissenschaftlich fundierte konkrete Empfehlungen sowohl zur Aufnahme von spezifischen Nährstoffen als auch zur Meidung von genau definierten Schadstoffen in vielen Bereichen nur eingeschränkt möglich. In einer grenzüberschreitenden Initiative von vier Forschungseinrichtungen der Großregion soll daher untersucht werden, welchen Einfluss Ernährung und Umweltfaktoren auf das kardiovaskuläre Risiko haben.

Die Federführung des Großprojektes übernimmt das Centre de Recherche Public de la Santé in Luxemburg. Von deutscher Seite ist die Arbeitsgruppe von Prof. Ulrich Laufs und Prof. Michael Böhm der Universität des Saarlandes beteiligt. Weitere Projektpartner sind die Ecole de Santé Publique der Université de Liège in Belgien und das Uniklinikum der Nancy-Université in Frankreich.

Das Projekt mit dem Titel »Nutrition, Environnement et Santé Cardio-Vasculaire - NESCAV» wird für eine Laufzeit von 3 Jahren im Rahmen des "Grenzüberschreitenden Programms zur Europäischen Territorialen Zusammenarbeit 2007-2013 "Großregion", INTERREG IVA" von der Europäischen Union mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert, die Universität des Saarlandes erhält 130.000 Euro. Projektbeginn war im Januar.

Durch aufwändige Analysen soll in Stichproben der Bevölkerung in allen vier Regionen ermittelt werden, ob und in welcher Weise soziodemografische Faktoren, Nährstoffe und Luft-Schadstoffe mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Zusammenhang stehen. Hierzu werden Fragebögen, körperliche Untersuchungen sowie die Analyse von Urin, Blut und Haaren in einer grenzübergreifenden Kooperation eingesetzt. Aus dieser Bestandsaufnahme und Kartierung sollen im zweiten Schritt konkrete Strategien zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung entwickelt und publiziert werden. Im dritten Schritt ist das Ziel von NESCAV, ein grenzüberschreitendes Netzwerk von Akteuren in Gesundheitswesen und Politik zu bilden, um die Empfehlungen in die Praxis umzusetzen.

Projektträger:

- Mme Marie-Lise Lair, Centre de Recherche Public de la Santé ; Luxemburg
- Prof. Michèle Guillaume, Université de Liège - Ecole de Santé Publique; Belgien
- Prof. Faiez Zannad, INSERM-CHU Nancy- Université; Frankreich
- Prof. Ulrich Laufs, Prof. Michael Böhm, Universität des Saarlandes; Deutschland