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Pressemitteilung BoxID: 336625 (Unisys Deutschland GmbH)
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Unisys Security Index zeigt: Deutsche würden Intimsphäre für mehr Sicherheit an Flughäfen opfern

64 Prozent würden Nacktscanner, 70 Prozent biometrische Sicherheitsverfahren an Flughäfen akzeptieren / Bedenken bei Sicherheit persönlicher Daten nach wie vor am höchsten

(PresseBox) (Sulzbach, ) 70 Prozent der Deutschen würden bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen biometrische Sicherheitsverfahren wie Iris-Scan oder Fingerprint akzeptieren. 64 Prozent der Befragten gaben an, sie würden Ganzkörperscans zu Gunsten einer erhöhten Sicherheit beim Fliegen zulassen. Das ergaben die aktuellen Umfrageergebnisse des Security Index von Unisys.

"Mehr als zwei Drittel der Deutschen würden Einschränkungen ihrer Privatsphäre für mehr Sicherheit an Flughäfen zulassen und Nacktscanner ebenso wie biometrische Sicherheitskontrollen akzeptieren", so Dietrich Schmitt, Geschäftsführer der Unisys Deutschland GmbH und Leader Global Industries in Central Europe. "Das ist höher, als allgemein angenommen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hinsichtlich der Datenvorratsspeicherung im deutschen Telekommunikationsgesetz. Würde das Bundesverfassungsgericht Ganzkörperscanner und biometrischen Verfahren an Flughäfen verhindern oder nachträglich verbieten, weil die Daten inhaltliche Rückschlüsse bis in die Intimsphäre ermöglichen könnten und damit aussagekräftige Persönlichkeits- und Bewegungsprofile gewonnen werden könnten? - Und das, obwohl die Ergebnisse des aktuellen Security Index eine hohe Akzeptanz der Bevölkerung für die genannten Verfahren zeigen?"

Der Security Index von Unisys ist eine Umfrage zu Sicherheitsbedenken in den Bereichen nationale, finanzielle, Internet und persönlicher Sicherheit. Seit der letzten Erhebung im Oktober 2009 ist der Gesamtindex in Deutschland um 6 Punkte auf 151 gestiegen. Damit haben die Deutschen auf der Skala insgesamt hohe Sicherheitsbedenken. Im Vergleich lag der Index im Herbst 2007, im Frühjahr 2008, im Herbst 2008 und im Frühjahr 2009 jeweils höher bei 160 Punkten.

Ein Index von 0 - 75 bedeutet keine Sicherheitsbedenken, ein Wert ab 75 geringe Bedenken, ein Wert ab 150 hohe Bedenken, und ein Index von 225 - 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken auf.

Paranoia wegen Missbrauch persönlicher Daten

Wenn es um den unerlaubten Zugriff auf und den Missbrauch von persönlichen Daten geht, haben die Deutschen nach wie vor die höchsten Sicherheitsbedenken. 77 Prozent der Befragten gaben an, extreme oder große Angst vor dem Diebstahl und Missbrauch ihrer persönlichen Daten zu haben.

Am zweithöchsten sind die Bedenken der Deutschen immer noch, wenn es um Kreditkartenbetrug geht. 65 Prozent gaben an, extrem bzw. sehr besorgt darüber zu sein, dass ihre Kreditkartendetails von Dritten ausspioniert und verwendet werden könnten. Im Herbst 2009 waren es 61 Prozent gewesen.

Computer-Sicherheit in Bezug auf Viren und Spam steht an dritter Stelle der Sicherheitsbedenken (54 Prozent der Befragten äußerten hier extreme bzw. hohe Bedenken). Und knapp die Hälfte der Befragten haben extreme bzw. hohe Bedenken bei Online-Shopping und -Banking.

"Viele Menschen wünschen sich noch mehr bzw. bessere Sicherheitsvorkehrungen zum Daten-, Identitäts-, Online-, Kreditkarten- und Geldkartenschutz", kommentiert Dietrich Schmitt weiter. "Zusätzlich nimmt die Popularität von mobilen Endgeräten und Social Networking über Facebook, Twitter und Co sowohl im Privatbereich als auch in Unternehmen zu. Das könnte dazu führen, dass der Bereich Online-Sicherheit künftig sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird. Unternehmen und öffentliche Institutionen können sich hier keine Fehler leisten und müssen in moderne Lösungen für Identitäts- und Zugangskontrolle wie eben biometrische Sicherheitsverfahren investieren, um Datenverluste oder missbrauch zu vermeiden."

Ein Missbrauch biometrischer Merkmale kann beispielsweise vermieden werden, wenn die biometrischen Muster nicht auf einer zentralen Datenbank abgelegt sind. Ein System aus Verschlüsselung und Verteilung der biometrischen Daten auf einer Smartcard und einer Datenbank stellt sicher, dass erst beim unmittelbaren Prozess der Identifizierung die Daten verknüpft und über Matchon-Card-Technologie mit dem angeforderten biometrischen Merkmal verglichen werden. Oder es werden die biometrischen Muster so abgelegt, dass es nur Messdaten in Form von zusammenhangslosen Zahlenkombinationen sind, aus denen alleine das Abbild eines Fingerprints oder eines 3D-Gesichtsscans nicht rekonstruiert werden kann.

Über den Unisys Security Index

Der Security Index von Unisys ist eine weltweite Studie über Sicherheitsbedenken in den Bereichen nationale, finanzielle, persönliche und Internet-Sicherheit. Der Index wird zweimal pro Jahr erhoben. Liebermann Research führete die Umfrage in Lateinamerika, Europa und den USA durch; Newspoll in Asien und dem pazifischen Raum. Im Rahmen des Index werden mehr als 10.000 Personen in den folgenden 11 Ländern befragt: in Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Hong Kong, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Spanien und den USA. Ein Index von 0 - 75 bedeutet keine Sicherheitsbedenken, ein Wert ab 75 geringe Bedenken, ein Wert ab 150 hohe Bedenken, und ein Index von 225 - 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken auf. Die vollständigen Daten der Security Index-Studie für Deutschland und alle anderen Länder finden Sie auf www.unisyssecurityindex.com .

Unisys Deutschland GmbH

Unisys ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Informationstechnologie. Wir bieten ein Portfolio an IT-Dienstleistungen, Software und Technologie, um wichtige Probleme unserer Kunden zu lösen. Wir sind darauf spezialisiert, den Unternehmen dabei zu helfen die Geschäftsabläufe sicher zu machen, Effizienz und Leistung ihrer Rechenzentren zu erhöhen, Endanwender und Auftraggeber besser zu unterstützen sowie ihre unternehmensweiten Anwendungen zu modernisieren. Diese Services und Lösungen setzen wir um, indem wir unser Angebot und unsere Fähigkeiten in den Bereichen Outsourcing, Systemintegration, Beratung, Infrastruktur, Wartung und High-End-Servertechnologie kombinieren. Unisys beschäftigt weltweit rund 25.000 Mitarbeiter und arbeitet sowohl für private Unternehmen als auch für Organisationen der öffentlichen Verwaltung.

Die deutsche Hauptverwaltung von Unisys ist in Sulzbach/Taunus (Frankfurt).

Weitere Informationen finden Sie unter www.unisys.com bzw. www.unisys.de.