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Pressemitteilung BoxID: 126474 (TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt)
  • TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt
  • Remigiusstr. 21
  • 50937 Köln
  • http://www.fairtrade-deutschland.de
  • Ansprechpartner
  • Claudia Brück
  • +49 (221) 942040-31

Mit „Afrikanissimo“ bundesweit die faire Vielfalt entdecken

(PresseBox) (Köln, ) Umgeben vom Duft frisch gerösteter äthiopischer Kaffeebohnen eröffnete Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul heute die sechste bundesweite Faire Woche unter dem Motto „Afrikanissimo – entdecke die Vielfalt!“. Ab sofort bis zum 30. September werden Weltläden, Supermärkte, Initiativen, Gastronomie, Verbände und Einzelpersonen den Fairen Handel mit den Ländern des Südens ins Licht der Öffentlichkeit rücken. „Mit über 3000 Aktionen haben wir einen Veranstaltungsrekord“, erklärt Thomas Hoyer, Sprecher der Fairen Woche.

Die Schirmherrin der Fairen Woche, Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, unterstrich die Bedeutung, die der Faire Handel für die Produzentinnen und Produzenten insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent hat:„Afrika steht im Mittelpunkt der diesjährigen Fairen Woche. Das begrüße ich sehr. Mit umfassenden Informationen zu Produkten, Herstellungsländern und Lebensbedingungen der Produzentinnen und Produzenten setzt sich der Faire Handel konkret für mehr Gerechtigkeit ein - und lindert die Armut in den Ursprungsländern. Dies ist nur möglich, wenn viele Menschen hierzulande beim alltäglichen Einkauf auf fair gehandelte Produkte achten. Diese sind im Weltladen erhältlich oder bundesweit in 27.000 Supermärkten am Fairtrade-Siegel zu erkennen. Der Faire Handel ist für jede und jeden eine Chance, sich für eine gerechte Gestaltung des Welthandels zu engagieren.“

Afrika birgt ein großes Potential für den Fairen Handel. Kaffee aus Äthiopien und Uganda, Kakao aus der Elfenbeinküste, Tee und Wein aus Südafrika, Kunsthandwerk aus Tansania, Rosen aus Kenia, Rohrzucker aus Malawi, Baumwolle aus dem Senegal, Sesam aus Ägypten und vieles mehr – die Landkarte des Fairen Handels bezieht immer mehr Regionen Afrikas ein.

Das hinter jedem fair gehandelten Produkt ein Mensch mit seiner Geschichte steht, das verdeutlichen sieben afrikanische Produzenten, die während der Fairen Woche eine Vielzahl von Veranstaltungen besuchen werden. „Fairtrade ist wichtig für unsere Organisation und all ihre Mitglieder", erklärte heute Tadesse Meskela, Geschäftsführer der Oromia Kaffeekooperative in Äthiopien. „Die Menschen müssen sich darüber klar werden, wer hinter den Produkten steht, die sie täglich konsumieren, dann können sie mit ihrem Verhalten und ihrer Kaufentscheidung etwas verändern", ergänzte Meskela. Thomas Hoyer, Vorstand der Fairhandelsgenossenschaft dwp e.G. hob die Wachstumszahlen des Fairen Handels hervor. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher kauften im vergangenen Jahr fair gehandelte Waren im Wert von mehr als 155 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, erläuterte Hoyer.

Immer mehr deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher möchten sicher gehen, dass die Produkte in ihrem Einkaufskorb unter fairen Bedingungen produziert wurden. Dies zeigt auch die große Resonanz auf die diesjährige Faire Woche: mit über 3000 eingetragenen Veranstaltungstagen im Terminkalender unter www.fairewoche.de wurde ein neuer Aktionsrekord aufgestellt. Die Events zur Fairen Woche 2007 reichen von afrikanischen Partys über Kochkurse und Ausstellungen bis hin zu Musikworkshops und finden im gesamten Bundesgebiet statt.

Hintergrund

Die Aktionswoche rund um den Fairen Handel wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed), von Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanziell gefördert.

Die Faire Woche ist eine Aktion des Forums Fairer Handel. Hier haben sich die wichtigsten Akteure des Fairen Handels in Deutschland zusammengeschlossen, um ihm eine stärkere Stimme zu geben. Der Faire Handel hat das Ziel, mit Hilfe von fairen Preisen, partnerschaftlichen Handelsbeziehungen und umweltgerechten Anbaumethoden zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzentengruppen im Süden beizutragen.

Ab 14:00 Uhr kann unter www.fairewoche.de/presse/pressefotos.html ein Pressefoto zur heutigen Eröffnungsveranstaltung herunter geladen werden.

Termine:

Dortmund, 19.09.2007, 17:00 Uhr: Bekanntgabe des Gewinners des Hauptstadtwettbewerbs und Preisverleihung durch die Schirmherrin, Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul

Stuttgart, 19.09.2007, 11:30 Uhr: Pressegespräch im Landtagsrestaurant Plenum; 14:00 Uhr Präsentation des Fairen Handels im Wirtschaftsausschuss des baden-württembergischen Landtags

Köln, 20.09.2007, 11:00 Uhr: Faires Frühstück im Kolping Bundessekretariat.

Duisburg, 21.09.2007, 10:00 Uhr: Die Kindernothilfe lädt zum Pressefrühstück mit äthiopischer Kaffeezeremonie ein. Mit dabei Claudia Kleinert, ARD-Wetterfee.

Köln, 22.09.2007, 19:00 Uhr: „Afrikanissimo – Party“, das Fest zur Fairen Woche 2007. Mit Gästen aus Afrika, afrikanischem Buffet, Live-Musik, Party mit Musik von Kairo bis Kapstadt und der Multivisionsshow „Biashara - Handel tief in Afrika“ von Hartmut Fiebig.

Düsseldorf, 26.09., 11 Uhr:, Presse-Event und Modenschau im Bistro PLACE mit N’Guessan Fulgence, Präsident der Kakaogenossenschaft Kavokiva (Elfenbeinküste) und des Fair Handelsunternehmens GEPA – The Fair Trade Company.

Berlin, 28.09., 11 Uhr: Presse- und Fototermin mit Präsentation des Partnerschaftskaffees „Café Wunderbar“ von chrismon und dem Fair Handelsunternehmen GEPA - The Fair Trade Company.

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

TransFair handelt nicht selbst mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair ist also keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit seinem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden. Zu den Aufgaben gehören Marketing und die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit um damit das Fairtrade-Siegel und den Fairen Handel bekannter zu machen. Um die Unabhängigkeit und Effizienz der Kontrolle der Fairhandelsregeln zu verbessern wird die Überwachung der Einhaltung der Regeln von Seiten unserer Lizenznehmer seit Januar 2007 von Flo-Cert Germany übernommen.

Seit 2003 ziert das internationale Fairtrade-Logo (oben) auch die Produkte in Deutschland und ersetzt das für 10 Jahre gültige TransFair-Logo (unten). Sie können nun fair gehandelte Produkte in vielen europäischen Ländern an dem einheitlichen Fairtrade-Siegel erkennen. Erhalten bleibt der vertraute TransFair-Schriftzug, und die Ziele - der Einsatz für einen gerechten Handel zwischen Nord und Süd - bleiben unverändert.

TransFair vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 36 Organisationen wie zum Beispiel Misereor, Brot für die Welt, UNICEF, BUND und der Verbraucher Initiative getragen. Für 1,4 Million benachteiligte Produzentenfamilien in 59 Ländern schafft der Faire Handel mit dem Siegel nachhaltig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Produkte mit Fairtrade-Siegel sind in über 27.000 Supermärkten, Weltläden und vielen Naturkostmärkten sowie in 800 Kantinen und Hotels erhältlich.