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EMB warnt Sach- und Rückversicherer vor weiteren Auswirkungen der Finanzkrise

Höhere Schadenfrequenz und Betrugsfälle erfordern ein effektiveres Risikomanagement

(PresseBox) (Köln, ) Sach- und Rückversicherer sollten ihr Risikomanagement verbessern, um die Nebeneffekte der Finanzkrise zu minimieren, rät EMB Deutschland, der Experte für aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich der Sach- und Rückversicherung. Waren die Sach- und Rückversicherer bereits von Einbußen bei den Kapitalanlagen als direkte Folge der Finanzkrise betroffen, kämpfen sie nun zusätzlich mit indirekten Auswirkungen. Beispielsweise steigt die Anzahl der Schadenforderungen. Oft handelt es sich dabei allerdings auch um Betrugsfälle, die mit der Finanzsituation einhergehen.

EMB empfiehlt Versicherern, im Zuge ihres Risikomanagements nach Indizien Ausschau zu halten, die auf eine wachsende Zahl von Betrugsfällen hindeuten. Insbesondere sollten Versicherer dabei auf vermehrte Forderungen im Bereich der Kraftfahrt- und Arbeiterunfallversicherung achten - beide waren in der Vergangenheit Indikatoren für zunehmenden Versicherungsbetrug.

Schätzungen zufolge belaufen sich die auf Betrug zurückzuführenden Schadenaufwendungen in der Kompositversicherung auf etwa zehn Prozent. Diese Zahl wird voraussichtlich steigen, wenn sich der Abwärtstrend der globalen Wirtschaft weiter fortsetzt. In dieser Situation werden effiziente Strategien für das Risikomanagement umso wichtiger. Risikomanagement beinhaltet die Identifizierung, Prüfung, den Transfer und die Beobachtung von Risiken in einem Unternehmen. Ein funktionierendes Risikomanagement ist zwingend erforderlich, um Betrugsfälle rechtzeitig zu erkennen und weitere Einbußen zu vermeiden.

Versicherer von D&O-Policen - die das Fehlverhalten von Managern abdecken - sind unmittelbar von wachsenden Forderungen als Folge des ökonomischen Zusammenbruchs betroffen. Andere Versicherer in den Bereichen KFZ-, Wohngebäude- und Arbeiterunfallversicherung, werden tendenziell stärker von den indirekten Auswirkungen einer schlechten Wirtschaftslage tangiert: gestiegenem Versicherungsbetrug. Doch auch im gewerblichen und industriellen Bereich gilt es, wachsam zu bleiben: Durch verstärkten Personalabbau sind die verbliebenen Mitarbeiter einer zunehmenden Arbeitsbelastung ausgesetzt. Dies resultiert wiederum in einer gestiegenen Fehlerquote mit der Konsequenz einer Zunahme von Schäden an technischen Einrichtungen sowie erhöhter Brandgefahr.

"Generell sind Versicherer bislang deutlich weniger als Banken durch die Finanzkrise betroffen", sagt Frank Sommerfeld, Geschäftsführer bei EMB Deutschland. "Dennoch könnten sie die indirekten Effekte der Finanzkrise - wie vermehrte Versuche von Versicherungsbetrug - noch verstärkt zu spüren bekommen. Um weiterhin profitabel und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Versicherer daher ihre Risikomanagement-Strategien überdenken und effiziente Frühwarnsysteme etablieren."

EMB betont, wie entscheidend es für Unternehmen ist, alle Hürden zu überwinden und ein effizientes Risikomanagement zu entwickeln. Versicherungsmathematik, Schadenbearbeitung und der Vertrieb müssen zusammenwirken und effiziente Frühwarnsysteme aufbauen, um die finanziellen Auswirkungen von Betrug und anderen Schadenforderungen zu managen. Neue Techniken ermöglichen es Unternehmen, mit größerer Genauigkeit mögliche Betrugsversuche zu identifizieren.

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EMB Deutschland (www.emb.com) ist die marktführende aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich Sach- und Rückversicherung in Deutschland und Teil des globalen EMB-Netzwerks. Die Schwerpunkte der Tätigkeit von EMB Deutschland umfassen die Bereiche Tarifierung und Prämienoptimierung, DFA, ALM und Risikomanagement sowie Reservierung und Unternehmensbewertung.

EMB wurde 1993 gegründet und kombiniert versicherungsmathematische (aktuarielle) Beratung mit Software für anspruchsvolle Analysen und Risikobewertung. Die angebotenen Services konzentrieren sich auf die Bereiche der Privat- und Gewerbeversicherungen und beinhalten neben der professionellen aktuariellen Beratung, umfangreiche Trainingsangebote (Professional Development), Marketingstrategien und Softwarelösungen für Unternehmen. EMB ist ein Pionier in der Entwicklung und Nutzung von hochleistungsfähigen aktuariellen Softwarelösungen für moderne Desktop-PCs, mit denen Aufgaben bewältigt werden können, die zuvor entweder gar nicht oder nur sehr zweitaufwändig bewerkstelligt werden konnten. Die Europa-Zentrale von EMB befindet sich in London, weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 300 Mitarbeiter und deckt damit alle wichtigen Märkte ab (einschließlich Nord-, Mittel- und Südamerika, den Asiatisch-/Pazifischen Kontinent und Europa sowie den Mittleren Osten und Afrika). Zu den globalen Kunden von EMB zählen 28 der weltweit Top-30 Sach- und Rückversicherer.