Tognum ist bevorzugter Lieferant für Hitachis Super Express-Züge

(PresseBox) ( Friedrichshafen/Berlin, )
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- 250 MTU-Powerpacks für Intercity Express Programme (IEP)
- Lieferung von 2013 bis 2018
- Zusätzlicher Wartungsvertrag über Lebensdauer der Züge
- Dr. Michael Haidinger, Tognum, und Alistair Dormer, Hitachi, verkünden während der Innotrans 2012 in Berlin Zusammenarbeit im IEP-Projekt

Die Tognum-Tochter MTU Friedrichshafen GmbH ist bevorzugter Lieferant von Hitachi Rail Europe Ltd. für 250 Powerpacks mit Bahnmotoren der Baureihe 1600. Zusätzlich verkündeten Hitachi und MTU einen umfassenden Wartungsvertrag der Antriebsanlagen über die Lebensdauer der Züge. Der Gesamtwert der zu schließenden Verträge überschreitet 200 Millionen Euro. Die Powerpacks sollen die künftigen Hochgeschwindigkeitszüge Super Express Train von Hitachi antreiben, die im Rahmen des britischen Intercity Express Programme ab 2017 auf den Strecken Great Western Main Line und East Coast Main Line fahren. MTU soll die Antriebe zwischen 2013 und 2018 an Hitachi liefern, der Wartungsvertrag soll ab 2017 laufen. "Tognum ist stolz, durch seine langjährige Erfahrung mit umfassenden Wartungsverträgen und mit äußerst zuverlässigen Powerpacks, Teil des Intercity Express Programme und Partner von Hitachi zu werden", sagte Tognum-Vertriebsvorstand Dr. Michael Haidinger anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz mit Hitachi auf der Bahnmesse Innotrans 2012 in Berlin.

Die MTU-Powerpacks für die Hitachi-Triebwagen sind dieselelektrische Unterflurantriebe mit einer Leistung von jeweils 700 Kilowatt. Kern des Antriebspakets ist der MTU-Zwölfzylinder-Dieselmotor 12V 1600 R80L. Der Antrieb erfüllt die Emissionsgrenzwerte der seit 2012 gültigen EUStufe IIIB und ist mit SCR-Abgasnachbehandlung ausgerüstet. Das Powerpack enthält neben dem Motor und Generator alle für den Antrieb des Fahrzeugs nötigen Nebenaggregate. Zur Fahrzeugfamilie des Super Express Train gehören neben rein elektrische Züge auch sogenannte Bi-Mode-Züge, die unter Oberleitung rein elektrisch und auf nicht elektrifizierten Strecken mit diesel-elektrischem Antrieb fahren. Die rein elektrischen Züge sollen mit je einem Powerpack als Hilfsstromaggregat ausgerüstet werden. Die Bi-Mode-Züge erhalten je nach Zuglänge drei (fünfteilige Züge), vier (achtteilige Züge) oder fünf (neunteilige Züge) Powerpacks. Vor der heutigen Ankündigung hatte Hitachi auf dem eigenen Prüfstand in Japan intensive Tests mit einem durch MTU speziell für das gemeinsame Projekt entwickelten Powerpack- Prototyp begonnen. Getestet werden insbesondere Kraftstoffverbrauch, Geräusch- und Vibrationsverhalten, Leistung und Abgasemissionen.

MTU gewährleistet die Verfügbarkeit der Antriebsanlagen über die Lebensdauer der Züge. Der dafür notwendige Komplettwartungsvertrag umfasst sowohl die präventive Wartung als auch anfallende Reparaturen und Grundüberholungen. Hierzu plant MTU, neben der speziell für dieses Projekt erweiterte Werkstatt in East Grinstead, eigenes Servicepersonal in den Zugdepots in North Pole (London) und Doncaster (South Yorkshire) zu stationieren. Bereits bei der jetzigen Generation der britischen Hochgeschwindigkeitszüge InterCity 125 hatte MTU die Motoren geliefert und mit einem ähnlichen Servicekonzept die komplette präventive und korrektive Wartung übernommen. Verantwortlich für den Service ist die britische Tochtergesellschaft MTU UK Ltd. mit Sitz in East Grinstead (West Sussex).
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