Tipp24: EuGH kippt Glücksspiel-Staatsvertrag

Bericht über die ersten neun Geschäftsmonate 2010

(PresseBox) ( Hamburg, )
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- Konsolidierte Umsatzerlöse bei 66,5 Mio. Euro
- Konsolidiertes EBIT bei 13,6 Mio. Euro
- Schnellstmögliche Wiederaufnahme des deutschen Geschäftes geplant

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres wuchsen die konsolidierten Umsatzerlöse von Tipp24, die wiederum durch das Auslandssegment dominiert wurden, um 8,9 Prozent auf 66,5 (Vorjahr: 61,1) Mio. Euro. Das konsolidierte EBIT sank um 58,9 Prozent auf 13,6 (33,1) Mio. Euro. Das konsolidierte Ergebnis der Periode belief sich auf 8,4 (25,1) Mio. Euro und sank somit um 66,7 Prozent.

Im Inland lagen die Umsatzerlöse nach neun Monaten bei 2,3 (2,3) Mio. Euro, das EBIT bei -6,4 (-9,3) Mio. Euro. Im Auslandssegment erreichten die Umsatzerlöse 66,0 (60,2) Mio. Euro, das Auslands-EBIT belief sich auf 20,0 (42,7) Mio.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres prägte ein Sondereffekt die Geschäftsentwicklung von Tipp24. Insgesamt übertraf der Betrag der Spielgewinnauszahlungen der MyLotto24 Limited, einer vollkonsolidierten Minderheitsbeteiligung, das statistische Mittel um 18,9 Mio. Euro. Dies führte zu einem negativen EBIT-Effekt in Höhe von 18,3 Mio. Euro.

Politische und rechtliche Situation

Am 8. September 2010 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das deutsche Glücksspielmonopol für unanwendbar erklärt, da es gegen europäische Grundfreiheiten verstößt. Damit hat der EuGH die Rechtsauffassung von Tipp24 voll und ganz bestätigt. Tipp24 beabsichtigt, das Geschäft der Vermittlung staatlicher Lotterien in Deutschland schnellstmöglich wieder aufzunehmen.

Der Kapitalmarkt hat positiv reagiert: Seit der Veröffentlichung des EuGH-Urteils ist der Tipp24-Aktienkurs bis zum Quartalsende um 14 Prozent gestiegen.

Dr. Hans Cornehl, Vorstand der Tipp24 SE: "Politisch zeichnet sich ein Umdenken ab. Wir sind zuversichtlich, dass eine Lösung im Interesse aller Marktteilnehmer gefunden wird." Eine von den Ministerpräsidenten beauftragte Arbeitsgruppe untersucht zurzeit zwei Alternativen zur Zukunft des Glücksspiel-Staatsvertrages.

Die Länder prüfen bei beiden Modellen u. a. die Öffnung des Internets und der Werbung für Lotterien. Die Vorlage der Arbeitsgruppe wird den Ministerpräsidenten als Grundlage zur Verabschiedung eines neuen Glücksspiel- Staatsvertrages dienen, der Anfang 2012 in Kraft treten soll.

Prognose

Der Vorstand bestätigt die bestehende Prognose für das Gesamtjahr 2010: Tipp24 erwartet für das laufende Geschäftsjahr auf konsolidierter Basis ein EBIT von mindestens 20 Mio. Euro und einen Umsatz von mindestens 90 Mio. Euro.
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