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Schlupfloch: Internet-Kostenschutz im Ausland gilt nicht weltweit

Zum Schutz vor Horror-Rechnungen Datenverbindung im Zweifel kappen

(PresseBox) (Berlin, ) Eigentlich gilt der sogenannte Cut-off-Mechanismus, ein Kostenschutz für das mobile Internet, laut EU-Regulierung seit dem 1. Juli 2012 weltweit. Für den Kunden dürfen demnach für das mobile Surfen im Ausland maximal 59,50 Euro pro Monat anfallen. Bei Erreichen dieser Obergrenze muss der Anbieter die Verbindung trennen und darf sie erst auf ausdrücklichen Kundenwunsch wieder frei schalten. Allerdings gibt es in der EU-Verordnung eine Ausnahme-Regelung, die den Anbietern ein Schlupfloch bietet, um den weltweiten Schutzmechanismus zu umgehen. "Wenn der Mobilfunkanbieter im Ausland die anfallenden Kosten nicht in Echtzeit an den deutschen Anbieter übermittelt, muss dieser den Cut-off-Mechanismus nicht anwenden. Wie unsere Recherche ergeben hat, kann es daher nach wie vor passieren, dass es bei einigen Anbietern außerhalb der EU keinen Schutz vor horrenden Rechnungen gibt", sagt Marc Kessler vom Onlinemagazin www.teltarif.de.

T-Mobile und Vodafone bieten den Kostenschutz dennoch weltweit an. o2 hingegen schließt ihn für Länder der Länderzonen 3 und 4 komplett aus. Dazu zählen beispielsweise die Türkei, Kanada und die USA. Auch bei E-Plus sind insbesondere Länder außerhalb Europas betroffen. Es ist daher ratsam, schon vor der Reise einmal bei seinem Anbieter nachzufragen, ob der Kostenschutz für das mobile Internet im jeweiligen Land auch wirklich gilt. "Gilt der Kostenschutz in einem bestimmten Land nicht, muss der Anbieter den Kunden bei der Einreise per SMS darüber informieren. Zur Sicherheit sollten Reisende Info-SMS von ihrem Anbieter daher ganz genau lesen. Denn mitunter handelt es sich nicht nur um die gewohnten Standard-Preisinformationen, sondern um den Hinweis zum ausbleibenden Kostenschutz", rät Marc Kessler.

Für ein Megabyte können außerhalb der EU nach wie vor bis zu 20 Euro anfallen. Ohne den Kostenschutz zu surfen, kann daher schnell eine Rechnung von mehreren tausend Euro verursachen. Und selbst knapp 60 Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man dafür teilweise nur drei Megabyte bekommt. "Wer im Ausland keine spezielle Daten-Option für das mobile Surfen gebucht hat oder eine ausländische Prepaid-Karte nutzt, deaktiviert am besten die Datenverbindung am Smartphone und weicht auf kostengünstige WLAN-Hotspots oder Internet-Cafes aus", so Kessler abschließend.

Details zu den Aussagen der vier Netzbetreiber unter www.teltarif.de/schlupfloch-datenroaming

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