Innovation als ein Weg aus der Krise

(PresseBox) ( München, )
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf den deutschen R&D Services- und Scientific, Technical, Industrial and Embedded (STIE) IT-Markt werden nach Meinung der Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) deutlich zu spüren sein. Laut PACs aktuellen Ergebnissen aus der Studie "R&D Services und STIE in Deutschland" wird das Wachstum dieses Marktes im Vergleich zum Jahr 2007 um über 60% auf 3,5% zurückgehen.

PAC fasst unter R&D Services und STIE Beratungs-, Entwicklungs- sowie Integrationsdienstleistungen in den Bereichen der Fertigungsautomatisierung, der sicherheitskritischen Steuerungs- und Kontrollsysteme, der Telematik, der Robotik, der eingebetteten Systeme sowie der Elektrotechnik und des Maschinenbaus zusammen.

R&D Services werden laut PAC am stärksten vom Rückgang der Gesamtkonjunktur betroffen sein. Der Grund dafür liegt an dem hohen Anteil an Arbeitnehmerüberlassungsverträgen in diesem Marktsegment. Diese sind relativ schnell kündbar und helfen Unternehmen dabei, kurzfristig ihre variablen Kosten zu senken. Aus dem gleichen Grund unterliegt ebenso das Segment der Embedded IT einem ähnlichen Rückgang. Am stabilsten verhält sich das Segment der Scientific, Technical and Industrial IT (STI), welches eine weniger starke Abhängigkeit von der Produktnachfrage in den einzelnen Industrien aufweist. Zudem bieten gerade IT-Systeme im Umfeld von Product Lifecycle Management (PLM) und Manufacturing Execution Systems (MES) dem Kunden Möglichkeiten, Herstellungskosten zu sparen und die "Time-to-Market" gleichzeitig zu erhöhen.

Die Wachstumsraten werden 2009 laut PACs aktuellen Studienergebnissen ihren Tiefststand erreichen und anschließend wieder verstärkt ansteigen. Gründe für diese baldige Erholung lassen sich vor allem im Innovationspotenzial dieses Marktes finden. PAC-Analyst Philipp Schalla erläutert dies an folgendem Beispiel: "Der Markt für R&D Services und STIE fokussiert sich beinahe ausschließlich auf das Thema der technischen Innovation. Standardlösungen und 'Off-the-shelf'-Produkte sind kaum zu finden und auch aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Branchen kaum möglich. Jedoch stellt die Innovation einen wesentlichen Erfolgsfaktor bei der Krisenbewältigung dar. Ausgangspunkt der momentanen Schwierigkeiten ist vor allem der rückläufige Absatz der Hersteller. Technologischer Fortschritt kann diesem Trend Einhalt gewähren und folglich für die Hersteller neuer Produkte zu Wettbewerbsvorteilen sowie in aller Regel nachhaltig höheren Verkaufszahlen führen."

Besonders in der Automobilindustrie können derzeit an namhaften Beispielen die Folgen einer kurzsichtigen Modellpolitik abgelesen werden. Um diese Herausforderung schnellstmöglich erfolgreich zu meistern, bedarf es der Entwicklung und Marktreife neuer Fahrzeugtypen, welche zum einen den Kundenwünschen entsprechen sowie zum anderen modernen Ansprüchen hinsichtlich Energieeffizienz und Kosten genügen können. Dazu bedarf es notwendiger Investitionen und weiteren Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. An diesen Projekten, bei denen besonders Hersteller von Embedded-Systemen sowie Anbieter von R&D Services eine tragende Rolle spielen, kann nicht für längere Zeit gespart werden, obwohl zumindest eine kurzfristige Verzögerung neuer Vorhaben denkbar wäre.

Des Weiteren sind diese Formen der Zusammenarbeit hauptsächlich auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. In der Elektronikindustrie werden Entwicklungszeiten für neue Produkte mit bis zu drei Jahren angesetzt. Im Automobilsektor sowie in der Luftfahrtindustrie können diese Zeiträume sogar an bis zu sechs Jahre heranreichen. "Es ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Finanzkrise kürzer anhalten werden als die durchschnittliche Entwicklungsdauer eines neuen Produkts im Umfeld der Hochtechnologie und der Fertigungsindustrie. Unternehmen, die an solchen Projekten aktiv beteiligt sind, haben gute Chancen die Folgen der Finanzkrise nur abgeschwächt zu spüren zu bekommen", so Schalla.

PAC empfiehlt Anbietern von R&D Services und STIE in Deutschland die folgenden fünf Handlungsoptionen, um die Krise erfolgreich zu meistern:

- Besorgen Sie sich Zugang zu frischem Kapital: Da Entwicklungsprojekte für gewöhnlich sehr kostenintensiv sind, müssen Ihre Vorhaben ausreichend finanziert sein. Fördermöglichkeiten des Bundes sind zwar aufwändig zu beantragen, lohnen aber die Mühen. Zudem zeigen auch zumeist ausländische Finanzinvestoren verstärkt Interesse an diesem Markt.
- Bekommen Sie einen Fuß in die Tür: Bemühen Sie sich, in Forschungs- und Entwicklungsprojekte als Dienstleister integriert zu werden. Auch wenn diese Projekte kurzfristig unprofitabel ausfallen sollten, stellen sie doch eine Möglichkeit dar, sich auf längere Sicht bei einem Unternehmen etablieren zu können.
- Werden Sie effizient: Leicht gesagt, aber in der Umsetzung eine große Herausforderung. Jedoch stellen Standardisierung, Automatisierung, Wiederverwendbarkeit sowie Zertifizierungen weiterhin vielversprechende Werkzeuge dar, um Projekte profitabel durchzuführen.
- Denken Sie global: Die Globalisierung ist keine Bedrohung für Ihr Unternehmen, auch wenn die damit einhergehenden Herausforderungen diesen Anschein erwecken mögen. Fokussieren Sie sich stattdessen auf die Möglichkeiten, die sich Ihrem Unternehmen aufgrund globaler Märkte eröffnen können. Ihre lokalen Geschäftsbeziehungen können dabei auch als Verkaufskanal agieren.
- Handeln Sie langfristig: Zielen Sie nicht auf einen kurzfristigen Return-on-Investment ab. Die Entwicklung neuer Technologien kostet Zeit. Und darüber hinaus verschlingt die Schaffung einer Marktakzeptanz neuer Produkte sogar noch mehr Zeit. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Projekte langfristig finanziert sind und verlieren Sie nicht den Glauben an Ihre Vision.

Weitere Informationen über diesen Markt, die dort aktiven Anbieter sowie wichtige Trends und Herausforderungen in den einzelnen Industriesegmenten erhalten Sie in der aktuellen Studie "R&D Services and STIE in Germany", die ab sofort bei PAC erhältlich ist.
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