Die Automobilindustrie und die diskrete Fertigung in Deutschland

PAC korrigiert Wachstum des IT-Marktes nach unten

(PresseBox) ( München, )
Die Automobilindustrie sowie die diskrete Fertigungsbranche sehen sich weiterhin wachsendem globalem Wettbewerb, zunehmendem Preisdruck sowie schnelleren Technologie- und Innovationszyklen gegenüber. Die wesentlichen Herausforderungen und Treiber für den Software- und IT-Services-Markt liegen in der kontinuierlichen Optimierung der Prozesseffizienz sowie in der Unterstützung unternehmensinterner, standortübergreifender Zusammenarbeit und der Zusammenarbeit mit externen Partnern und Zulieferern. Einer Verkürzung der "Time-to-Market" kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise hat das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) jedoch seine Prognosen für das Wachstum des Software- und IT-Services-Marktes in Deutschland nach unten angepasst. Allerdings sehen die PAC-Analysten Stefanie Naujoks und Klaus Holzhauser, dass die einzelnen Subbranchen unterschiedlich von der Krise betroffen sein werden.

Der Software- und IT-Services-Markt in der deutschen Automobilbranche wird nach Ansicht von PAC am stärksten von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen sein. Angesichts der massiven Umsatzeinbußen der großen Automobilhersteller, wie z.B. Daimler, BMW, GM/Opel, kann davon ausgegangen werden, dass kurzfristig auch ein Rückgang der IT-Investitionen stattfinden wird. Allerdings geht Naujoks davon aus, dass IT-Projekte, die dazu beitragen, Kosten durch effizientere Prozesse zu reduzieren, weiter vorangetrieben werden, wenn auch mittelfristig mit einer moderateren Dynamik und je nach individueller finanzieller Situation eines Unternehmens: "Hierzu gehören z.B. Projekte rund um die Optimierung der gesamten Lieferkette und die Integration von Zulieferern oder die Verkürzung der Produktentwicklungszyklen, insbesondere durch PLM- und Collaboration-Lösungen."

Für den Software- und IT-Services-Markt im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sowie der High Tech- und Elektroindustrie erwartet die PAC-Beraterin, dass die Wirtschaftskrise keinen so starken Einfluss auf IT-Investitionen haben wird wie in der Automobilindustrie: "Unternehmen werden zwar angesichts der unsicheren Wirtschaftslage kurzfristig IT-Projekte in Frage stellen und eine Vielzahl an IT-Projekten verschieben oder gar stoppen. Andererseits ist die aktuelle Krise auch ein Treiber für den Outsourcing-Markt - können doch durch Outsourcing kurzfristig Kostenvorteile realisiert werden. Während in der Automobilindustrie der Outsourcing-Markt schon sehr ausgereift ist, sieht PAC insbesondere im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, der einen hohen Anteil an kleineren und mittleren Unternehmen aufweist, durchaus Wachstumspotenzial."

Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf den Software- und IT-Services-Markt in der Luft- und Raumfahrtindustrie wird von PAC derzeit noch als gemäßigt eingestuft. "Grund hierfür sind die allgemein eher guten Wachstums- und Auftragsprognosen der großen Hersteller in der Branche, Boeing und Airbus, für die nächsten Jahre, insbesondere für Exporte in die Wachstumsmärkte China, Indien, Naher Osten und Russland. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich rückläufige Passagierzahlen und Frachtvolumen aufgrund der allgemein schlechten Wirtschaftslage auf die Auftragsvolumina der Luftfahrtindustrie auswirken werden", so Naujoks. "PAC geht zunächst jedoch nicht davon aus, dass das einen negativen Einfluss auf IT-Projekte haben wird. Vielmehr werden auch hier diejenigen IT-Projekte weiter vorangetrieben werden, die auf eine weitere Optimierung und Effizienzsteigerung sämtlicher Prozesse abzielen, beispielsweise MRO oder Qualitätsmanagement."

Auch im deutschen Baugewerbe sieht PAC zunächst relativ geringen Einfluss der Krise auf den Software- und IT-Services-Markt. "Das liegt daran, dass zwar das private Baugewerbe die Krise negativ zu spüren bekommen wird, dies aber durch die noch gute Auftragslage des öffentlichen Baugewerbes kompensiert wird. Letzteres plant eher langfristig und ist damit tendenziell unempfindlicher gegenüber aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen", erklärt Holzhauser. "Darüber hinaus sind die großen Baufirmen auch speziell in den 'Emerging Markets' sehr aktiv. Je nach individueller finanzieller und wirtschaftlicher Situation der jeweiligen Unternehmen werden aber auch hier IT-Projekte in Frage gestellt werden." PAC geht jedoch davon aus, dass gerade Projekte, die darauf abzielen, Kosten weiter zu reduzieren, weiter vorangetrieben werden, wie z.B. die Implementierung von Projektmanagementlösungen und IT-Plattformen zur besseren Zusammenarbeit und Vernetzung aller an Bauprojekten beteiligten Lieferanten und Zulieferer.

Ausführliche Informationen und Empfehlungen erhalten Sie in der Studie „Automotive & Discrete Manufacturing Germany 2008“, die seit Anfang Dezember erhältlich ist und den Markt für Software und IT-Services (SITS) in der Automobilindustrie sowie in der diskreten Fertigung analysiert. Die Studie enthält eine Betrachtung der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Branche sowie der Trends und Investitionsschwerpunkte in der IT. Neben qualitativen Informationen und Handlungsempfehlungen für Software- und IT-Services-Anbieter enthält die Studie quantitative Daten zur Entwicklung im IT-Markt in den Jahren 2007 bis 2012 sowie Rankings der führenden SITS-Anbieter.

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