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Pressemitteilung BoxID: 775522 (Techniker Krankenkasse)
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Roboter-Operationen in bayerischen Kliniken fast verdoppelt

(PresseBox) (München, ) Roboter sind in Industrienationen wie Deutschland fest etabliert. Auch die bayerischen Kliniken verwenden diese Maschinen immer häufiger. "Im Jahr 2014 sind über 1.300 Operationen mit Hilfe eines Roboters durchgeführt worden. Das waren rund 600 mehr als fünf Jahre zuvor", berichtet Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern, der die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet hat.

Einsatz vor allem in der Urologie

Im Freistaat kommen Roboter derzeit in etwa 20 Krankenhäusern zum Einsatz. Weit mehr als die Hälfte der Eingriffe mit diesen Maschinen erfolgte an den männlichen Geschlechts- und Beckenorganen, etwa jede vierte Operation an den Harnorganen wie Blase oder Niere. Wichtig ist dabei die Schonung der potenzerhaltenden Nervenbündel beispielsweise bei Prostataoperationen sowie des Harnröhrenschließmuskels.

Klare Ergebnisse fehlen noch - Kosten steigen aber schon

Eine höhere Präzision und schonendere Eingriffe - das erhoffen sich viele Operateure, die sich vom Roboter unterstützen lassen. "Bisher wurde jedoch noch nicht transparent nachgewiesen, dass sich durch den verstärkten Einsatz dieser Maschinen die medizinische Versorgung der Patienten verbessert", sagt Bredl. Operationsroboter seien derzeit für viele Kliniken eher ein Marketing-Instrument.

Dennoch verzeichnen die Krankenkassen in diesem Bereich steigende Kosten. So wurde vergangenes Jahr in bayerischen Kliniken ein großer Beckeneingriff beim Mann im Schnitt mit 8.100 Euro bewertet. Fünf Jahre zuvor waren es nur 6.700 Euro. "Da die Versicherten und deren Arbeitgeber letztendlich über ihre Beiträge die Kosten tragen", so der TK-Leiter, "sollten die Kliniken hier schnellstmöglich eine fundierte, evaluierte Erfolgsmessung durchführen."

Zweitmeinung für Patienten besonders wichtig

Bredl rät den Patienten, sich vor der Operation genau die Vorteile des OP-Roboters vom behandelnden Arzt erklären zu lassen. "Eine zweite Meinung eines anderen Medizinexperten ist vor dem Eingriff besonders wichtig." Dem stimmen viele Patienten auch zu, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergab. Danach würden sich drei Viertel der gesetzlich Versicherten (74 Prozent) eine Zweitmeinung bei einem anderen Mediziner einholen, sollte ihr Arzt eine planbare Operation in der Klinik vorschlagen.

Hintergrund
Weltweit wurden im Jahr 2014 insgesamt 1224 Medizinroboter verkauft. Robotergestützte Operations- und Therapiesysteme machen mit 978 Einheiten dabei den Löwenanteil aus. Diese Roboter kosten im Durchschnitt eine Million US-Dollar. Der Gesamtumsatz der Medizinroboter belief sich auf rund 1,3 Milliarden Dollar.

Quelle: International Federation of Robotics (IFR), Statistical Department
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