TEAM Logistik-Forum schreibt Erfolgsgeschichte fort

160 Logistik-Experten tauschten sich zum Thema RFID und mobile Computing aus

(PresseBox) ( Paderborn, )
Zum 5. Mal in Folge lud das Softwareunternehmen TEAM zum Logistik-Forum nach Paderborn ein. Logistikstrategien auf Basis von RFID und mobile Computing waren das diesjährige Thema der Veranstaltung. Hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen zusammen und zeichneten ein facettenreiches Bild über Anwendungsmöglichkeiten und Entwicklungstenzenden von RFID in der Logistik. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit den BVL-Regionalgruppen Westfalen und Münster/Osnabrück statt.

Dass die RFID-gestützte Identifikation schon heute produktiv eingesetzt werden kann, konnten die 160 Teilnehmer des TEAM Logistik-Forums gleich zu Beginn der Veranstaltung „am eigenen Leibe“ erfahren: Beim Betreten des Auditorium wurden sie über das im Namensschild integrierte RFID-Etikett eindeutig identifiziert und über das Besucherinformationssystem per Leinwandprojektion persönlich mit Namen begrüßt.

Professor Dr.-Ing. Jansen, Leiter des Fachgebietes Logistik (Flog) der Universität Dortmund, eröffnete die Veranstaltung mit einem umfassenden Überblick über die Transpondertechnologie. Bereits seit den 90er Jahren treibt das Flog die Forschungen auf dem Gebiet der transpondergestützten Identifikationsverfahren mit dem Ziel voran, manuelle Zähl-, Scan-, Erfassungs- und Kontrollvorgänge zu vereinfachen. Einer der Haupttreiber der RFID-Technologie sei sicherlich der Handel. Zur Einführung von transponderbasierten Verfahren sollten die Unternehmen, so der renommierte Wissenschaftler, zunächst Teilprozesse auswählen, anhand derer Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu betrachten seien.

Der Logistikplaner Dietmar Hoffbauer stellte anhand verschiedener Praxisbeispiele heraus, dass die richtige Mischung aus Strategie, Technik und IT entscheidend für den Erfolg von Logistikprojekten ist. Fazit des Planers Hoffbauer ist, dass die individuelle Prüfung der Gegebenheiten und darauf angepasste Lösungen, ob mit oder ohne RFID-Integration, über den Unternehmenserfolg entscheiden.

Eine gelungene Software-Einführung stellte die IT-Leiterin Jutta Krummlauf am Bespiel des Importhauses Wilms vor. Durch das im laufenden Betrieb eingeführte Software-System ProStore® sei eine deutliche Flexibilisierung der Abläufe (Flowting Batches, By-Pass-Lösungen) und eine durchgängige Chargenverfolgung erzielt worden. Zusätzlich wurden die Prozesse durch Pick-By-Light und die Inbetriebnahme eines vollautomatischen Sorters optimiert. Die Herausforderungen bei der Einführung von RFID sieht Frau Krummlauf weniger Bereich der Informationstechnologie als vielmehr in der Wirtschaftlichkeit, die für einen mittelständischen Betrieb genauestens zu prüfen sei.

Die beispielhafte Abwicklung von RFID-gestützen Prozessen mit der Logistiklösung ProStore® stellte TEAM-Bereichsleiter Frank Zscherlich vor. In Echtzeit wurden vier Paletten für die Auslagerung vorgesehen und der Druck der entsprechenden RFID-Etiketten über das System angestoßen. Im Anschluss wurden die vier etikettierten Paletten durch das mit einem RFID-Gate bestückte „Tor 5“ aus dem „Lagerort“ HNF-01 ausgelagert.
Die Erfassung der vier Paletten erfolgte in einem einzigen Durchgang und wurde ordnungsgemäß in der Software verarbeitet.

Im Anschluss formulierte Prof. Dr. Matthias Willems von der Fachhochschule Gießen/Friedberg die Aufforderung an Unternehmen, die IT nicht als Kostentreiber zu betrachten, sondern als ein Potenzial, das das Unternehmen voranbringe. Unternehmen sollten unter die Lupe nehmen, welche Einsparpotenziale im Gesamtunternehmen durch Informationstechnologie erschlossen werden können. Die Einführung neuer Technologien sollte aus einer daraus resultierenden klaren Strategie erfolgen.

Jürgen Hein, Country Manager Deutschland des Funkanbieters PSION TEKLOGIX, stellte in seinem Vortrag heraus, dass die für die transpondergestützte Abwicklung von Prozessen erforderlichen Hardware- und Software-Anpassungen bei mobilen Endgeräten bereits realisiert wurden, so dass die für den Einsatz von RFID und mobile Computing benötigte Infrastruktur bereitstehe.

Abschließend stellte Frau Ilka Machemer von der CCG den neuen EPC-Standard (Electronic Product Code) vor, der aktuell in internationaler Kooperation entwickelt wird. Der EPC-Standard ist dreiteilig und umfasst ein global einheitliches Nummerierungskonzept zur individuellen Produktkennzeichnung, ein einheitliches RFID-Kommunikationsprotokoll sowie ein Kommunikationsnetzwerk über Internet.
Die den EPC vorantreibende Vision ist die Ablösung bidirektionaler Kommunikationswege zwischen einzelnen Unternehmen hin zur global einheitlichen, standardisierten Kommunikation via Internet. Das sei sicherlich noch Zukunftsmusik, doch mittels Standardisierungen – auch im RFID-Bereich – seien zahlreiche Hürden einfacher zu überwinden. Beruhigende Wort fand Frau Machemer abschließend für alle Unternehmen, die bereits hohe Investitionen in die Einführung von EAN 128 getätigt haben. Eine einfache Migration von EAN nach RFID-EPC ist ebenso vorgesehen, wie EAN und EPC problemlos parallel genutzt werden können.

Auch das 6. TEAM Logistik-Forum ist schon fest eingeplant - am 22. November 2005 trifft sich die Community wieder im Heinz Nixdorf Museums Forum in Paderborn
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