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Pressemitteilung BoxID: 236487 (T-Systems International GmbH)
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EU-Richtlinie sorgt für mehr Transparenz im Stromverbrauch

Strom sparen mit der Telekom

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Jede Zeit hat ihre Herausforderungen: Klimawandel und knapper werdende fossile Energieträger führen zu mehr Umweltbewusstsein. Das politische Ziel lautet, die Energieeffizienz auch in Privathaushalten zu erhöhen. So fordert die EU-Energieeffizienzrichtlinie 2006/32/EG mehr Transparenz beim Abrechnen des Energieverbrauchs sowie häufigere Abrechnungen. Das elektronische Auslesen von Stromzählern (Smart Meter) über das Internet soll mehr Informationen in die Stromrechnung bringen und beim Energiesparen helfen.
Für das Stromsparen hat T-Systems eine Lösung entwickelt, die sie in diesem Jahr unter dem Schlagwort Smart Metering & Home Management für Energieversorger auf den Markt bringt. Damit können diese ihren Kunden ein Instrument an die Hand geben, um ihren Verbrauch zu senken und so bares Geld zu sparen. Seit März 2008 nutzen mittlerweile 200 Haushalte in Friedrichshafen im Rahmen von T-City diese Lösung. In einer VDE/ETG-Studie schätzt Energieexperte Prof. Wolfgang Schröppel, dass im Haushalt durch geändertes Verhalten 10-15 Prozent Strom gespart werden kann.

Die EU-Energieeffizienzrichtlinie 2006/32/EG und die nationalen Gesetze verändern den Energiemarkt nachhaltig. Energieversorger sollen in Zukunft häufiger ablesen sowie Rechnungen versenden und dafür geeignete Messeinrichtungen installieren. Dabei kann jeder Haushalt in Deutschland künftig den Messstellenbetreiber frei wählen. Gleichzeitig hat er jedoch auch das Recht, die Installation der neuen Messtechnik abzulehnen. Eine Konstellation, die den strukturierten Ausbau neuer Messtechnik für die Energieversorger nur schwer kalkulieren lässt. Eine für die Versorgungsunternehmen kostengünstige Alternative, ist die Smart-Metering-Lösung von T-Systems. Sie nutzt dabei ihr gesamtes Know-how und die ganze Bandbreite der Kommunikationsinfrastruktur sowohl DSL- als auch GPRS-Technik und ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb ohne hohe Investitionen. Neben der nötigen Technik hat die Telekom auch Tausende von Mitarbeitern, die im Vor-Ort-Service ausgebildet sind und die für derartige technische Arbeiten nötige Qualifizierung besitzen. Smart Metering ist bereits erfolgreich bei rund 200 Kunden der Technischen Werke Friedrichshafen im Einsatz.

Mit DSL bewährte Technik nutzen
Die Smart Metering & Home Management-Lösung verbindet Verbraucher (Haushaltskunden) und Erzeuger (Energieversorger) über das Internet direkt miteinander. Hierfür muss lediglich eine Kommunikationsbox am elektronischen Haushaltszähler des Kunden installiert werden. Smart Metering & Home Management liefert in Echtzeit Informationen zum Stromverbrauch, die auf dem Internetportal des Energieversorgers eingesehen werden können.

Der Datenaustausch erfolgt über die IP-Netze der Deutschen Telekom. Da pro Tag nur 400 Kilobyte Daten übertragen werden, hat dies keine Auswirkungen auf die DSL-Geschwindigkeit. Für den Datenverkehr zwischen Haushalt und Energieversorger kommt eine verschlüsselte Datenverbindung zum Einsatz.
Diese ist komplett unabhängig vom Telefon- und Datenverkehr des jeweiligen Haushaltes.

Die Kommunikationsbox übersetzt und speichert die Daten von Zählern verschiedener Hersteller für den Transport über das IP-Netz. Damit ist der Energieversorger nicht an einen einzigen Zählerhersteller gebunden. Darüber hinaus spricht die Kommunikationsbox verschiedene Protokolle und ist dadurch nicht nur für das Ablesen von Strom geeignet, sondern auch für Gas und Wasser sowie für andere Zähler wie Heizkostenverteiler. Ein weiterer Vorteil: Mit entsprechenden Schnittstellen in der Wohnung lassen sich nicht nur Verbrauchsdaten auslesen, sondern Geräte künftig auch steuern. Der Kunde kann dann via Internet beispielsweise Rollläden und Licht regulieren.

Strom sparen bis zu 15 Prozent
Die Smart Metering-Lösung liefert die Verbrauchsdaten im 15-Minuten-Takt. Schaltet der Kunde ein elektrisches Gerät ein, errechnet die Kommunikationsbox aus der Differenz der Werte den aktuellen Verbrauch des eingeschalteten Gerätes. So kann der Verbraucher jederzeit ablesen, wie viel Strom der Wasserkocher oder die Waschmaschine benötigen. Damit können "Stromfresser" ausfindig gemacht werden. Über das Internetportal sind auch noch nach Wochen und Monaten Auswertungen möglich. Über Verbrauchsgrafiken kann der Kunde genaue Rückschlüsse zu seinem Stromverbrauch ziehen.

Das ist der erste Schritt, um sein Verhalten zu überprüfen, zu ändern und schlussendlich Stromkosten zu sparen. Energieexperten wie Prof. Wolfgang Schröppel vom VDE / ETG rechnen damit, dass allein durch geändertes Verhalten und ohne Einbußen in der Lebensqualität bis zu 15 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden kann.

Schlanke Lösung für faire Abrechnung
Mit Smart Metering & Home Management gehören willkürliche Schätzungen zum Ermitteln der regelmäßigen Abschlagszahlungen der Vergangenheit an.
Ebenso muss bei unterjährigen Preisanpassungen nicht mehr auf Schätzungen zurückgegriffen werden. Die elektronisch übertragenen Ablesewerte erhöhen die Abrechnungsqualität und minimieren Rechnungskorrekturen.

Die Mitarbeiter und das Know-how der Telekom können Energieversorgern bei der Umsetzung von Energieeffizienzrichtlinien helfen. Die Zeit drängt: Ab 2010 müssen elektronische Stromzähler eingeführt werden sowie ab 2011 auch Stromtarife, die bislang der Industrie vorbehalten waren. Strompreise richten sich dann nach Tageszeit und Angebot, was beispielsweise bei geringer Nachfrage zu sinkenden Preisen führt. So kann es günstiger sein, für den
"Stromfresser" Waschmaschine preiswerten Nachtstrom zu nutzen statt eines teureren Wochenendtarifs. Durch die Möglichkeit, Energie effizienter einzusetzen und spezielle Tarife zu nutzen, reduziert der Haushaltskunde Verbrauch und Kosten und leistet obendrein einen Beitrag zum Klimaschutz. Ein weiteres Plus für die Ökobilanz: Auch die An- und Abfahrten für das Ablesen der Verbrauchswerte entfallen.

Smart Metering & Home Management ist eine gutes Beispiel dafür, wie moderne Kommunikations- und Informationstechnik einen wichtigen Beitrag zur Lösung von energie- und klimapolitischen Problemen leisten kann: Durch Transparenz des Verbraucherverhaltens und die optimale Abstimmung von Energieerzeugung und Energieverbrauch können erhebliche Einsparpotenziale erschlossen werden.