Kundenzuwachs, Fastweb und Sondereffekte prägen den Halbjahresabschluss positiv

Bern, (PresseBox) - Der Halbjahresabschluss von Swisscom wird durch die Übernahme von Fastweb beeinflusst. Der Umsatz stieg vor allem wegen dem Einbezug des italienischen Breitbandanbieters per 22. Mai 2007 um 6,7% auf CHF 5,09 Mrd. Die Steigerung des Betriebsergebnisses (EBITDA) um 12,6% auf CHF 2,04 Mrd. ist hauptsächlich auf Fastweb und Sondereffekte zurückzuführen, die das Ergebnis im Vorjahr belastet haben. Die Ergebnisse von Fastweb liegen im Rahmen des Geschäftsplans, der Basis für die Übernahme war. Im Schweizer Geschäft hält der erfreuliche Kundenzuwachs an: Die Zahl der Festnetz-, Breitband- und Mobilfunkanschlüsse in der Schweiz erreichte insgesamt die 10-Mio.-Grenze. Dazu kommen 1,2 Mio. Kunden von Fastweb. Auf Grund des Rückkaufs der Minderheitsanteile von 25% an Swisscom Mobile stieg der auf die Aktionäre von Swisscom AG entfallende Reingewinn um 23,5% auf CHF 936 Mio. Swisscom erwartet für das ganze Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von CHF 11,2 Mrd. bis 11,3 Mrd. und ein Betriebsergebnis (EBITDA) von CHF 4,4 Mrd. bis 4,5 Mrd. Darin enthalten ist Fastweb mit einem Umsatz von rund CHF 1,8 Mrd. und einem EBITDA von rund CHF 0,6 Mrd. ab Übernahme.

Der Halbjahresabschluss wird stark durch die Übernahme und erstmalige Konsolidierung von Fastweb per 22. Mai 2007 beeinflusst. Das Geschäft des italienischen Breitbandanbieters hat sich im ersten Halbjahr 2007 auf den Umsatz mit CHF 281 Mio. und auf den EBITDA mit CHF 79 Mio. ausgewirkt.

Stabile Entwicklung von Umsatz und Betriebsergebnis im Schweizer Geschäft
Ohne Berücksichtigung von Fastweb lag der Nettoumsatz im zweiten Quartal mit CHF 2’437 Mio. um 1,6% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzrückgang im traditionellen Festnetzgeschäft wurde kompensiert durch das Wachstum im Projekt- und Outsourcinggeschäft mit Geschäftskunden, den anhaltenden Kundenzuwachs bei den Breitbandanschlüssen und das Wachstum in neuen Geschäftsbereichen. Das Betriebsergebnis (EBITDA) stieg im Quartalsvergleich um CHF 294 Mio. (+37,7%) auf CHF 1’074 Mio. Die Zunahme ist vor allem auf die im Vorjahr erfassten Rückstellungen von CHF 180 Mio. für Interkonnektionsverfahren und CHF 49 Mio. für Vertragsrisiken im Projektgeschäft von Swisscom IT Services sowie die Übernahme von Fastweb (CHF 79 Mio.) zurückzuführen. Ohne diese Effekte hat der EBITDA nur leicht um CHF 14 Mio. (-1,4%) abgenommen. Dies trotz hohen Kosten für die Einführung von neuen Produkten: Im ersten Halbjahr 2007 reduzierte der neue Fernsehdienst Bluewin TV den EBITDA um CHF 44 Mio. und die interaktive TV-Fernbedienung Betty um rund CHF 60 Mio.

Transaktionen führen zu höherem Reingewinn
Auf Grund des Rückkaufs von 25% an Swisscom Mobile im Dezember 2006 stieg der Anteil der Aktionäre der Swisscom AG am Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 23,5% auf CHF 936 Mio. Als Folge des Wegfalls der Minderheitsanteile von Vodafone an Swisscom Mobile sowie des letztjährigen Aktienrückkaufsprogramms und der daraus resultierenden geringeren durchschnittlichen Anzahl Aktien stieg der Gewinn pro Aktie um 35,2% auf CHF 18,07.

Starker Kundenzuwachs bei Fixnet und Mobile
Der Umsatz von Fixnet mit externen Kunden nahm im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 5,3% auf CHF 1’947 Mio. ab (-4,6% im zweiten Quartal). Die Zahl der Festnetzanschlüsse inkl. Breitbandanschlüsse erhöhte sich um 3,5% auf 5,22 Mio. Die Breitbandkommunikation wächst weiterhin sehr stark: Die Zahl der Breitbandanschlüsse stieg innert Jahresfrist um 20,2% auf 1,5 Mio. Per Ende Juni haben sich über 50’000 Kunden für Bluewin TV entschieden. Der starke Anstieg der Investitionen in das Festnetz ist vor allem auf den Ausbau der Netzinfrastruktur mit der neuen Breitbandtechnologie VDSL zurückzuführen.

Der Umsatz von Mobile mit externen Kunden nahm im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% auf CHF 1’854 Mio. zu. Die günstigeren Verkehrs- und Abonnementspreise durch neue Tarifmodelle und die Reduktion der Terminierungspreise konnten durch den Kundenzuwachs und das Wachstum bei den neuen Datendiensten kompensiert werden. Aufgrund des Umsatzzuwachses sowie der leicht tieferen Kosten hat das Betriebsergebnis (EBITDA) im zweiten Quartal um 7,7% auf CHF 464 Mio. zugenommen. Im ersten Halbjahr betrug die EBITDA-Zunahme 2,6%. Die Zahl der Kunden stieg um netto 307’000 (+6,9%) auf 4,78 Mio. Ende Juni 2007 nutzten 1,91 Mio. Kunden die Produkte der Liberty-Familie und 317’000 Kunden das Prepaid-Produkt M-Budget Mobile.

Der Geschäftskundenbreich Solutions verzeichnet im Umsatz mit externen Kunden gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 0,8% im zweiten Quartal und eine Abnahme von 1,6% für das ganze Halbjahr auf CHF 503 Mio. Die Rückgänge im traditionellen, durch intensiven Wettbewerb und Substitutionseffekte geprägten Markt mit Sprach- und Datendienstleistungen konnten durch Umsätze mit neuen Produkten und Dienstleistungen, insbesondere im Projekt- und Outsourcinggeschäft, nahezu kompensiert werden.
Die Gesellschaften im Segment Übrige konnten den Umsatz mit externen Kunden im ersten Halbjahr 2007 insgesamt um 17,4% auf CHF 473 Mio. steigern. Im zweiten Quartal lag der Umsatz sogar 20,3% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf das Wachstum im Bereich Informatik-Outsourcing bei Swisscom IT Services sowie Hospitality Services zurückzuführen.

Fastweb mit starkem Umsatz- und EBITDA-Wachstum im ersten Halbjahr
Fastweb wird seit dem Vollzug der Akquisition am 22. Mai 2007 in den Konzernabschluss von Swisscom einbezogen. Das Unternehmen steigerte im ersten Halbjahr 2007 den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 23,5% auf EUR 714 Mio. Der EBITDA nahm um 75% auf EUR 224 Mio. zu, darin enthalten sind Sondereffekte in Höhe von EUR 43,5 Mio. Ohne diese Sondereffekte resultierte ein EBITDA-Wachstum von 41%. Auf den Zeitraum nach der Übernahme entfallen ein Umsatz von EUR 170 Mio. (CHF 281 Mio.), ein EBITDA von EUR 48 Mio. (CHF 79 Mio.) und Investitionen von EUR 51 Mio. (CHF 85 Mio.). Fastweb erhöhte den Personalbestand im Swisscom-Konzern um 3'167 Vollzeitstellen.

Firmenübernahmen und -verkäufe beeinflussen den Ausblick für 2007
Im konsolidierten Jahresabschluss 2007 von Swisscom wird Fastweb per 22. Mai 2007 einbezogen. Hingegen fallen die verkauften Gesellschaften Antenna Hungaria und Accarda im zweiten Halbjahr weg. Swisscom erwartet bei Berücksichtigung dieser Änderungen für das ganze Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von CHF 11,2 Mrd. bis 11,3 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von CHF 4,4 Mrd. bis 4,5 Mrd. Darin enthalten ist Fastweb mit einem Umsatz von rund CHF 1,8 Mrd. und einem EBITDA von rund CHF 0,6 Mrd. ab Übernahme. Die Investitionen werden bei CHF 1,9 Mrd. bis 2,0 Mrd. liegen.

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