GAM: Gesundes Wachstum für M&A-Markt erwartet

Zürich, (PresseBox) - .


Januar 2017 stärkster Jahresstart bezüglich M&A-Volumina seit 10 Jahren
Steigende Volatilität an den Märkten aufgrund von US-Politik wahrscheinlich
Niedrige Finanzierungskosten und erstarkende konjunkturelle Erholung wirken sich positiv auf den Markt für M&A-Strategien aus


Das Jahr 2017 startete mit Rekordergebnissen bezüglich Anzahl und Volumina von Transaktionen. Mittlerweile ist der Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) wieder auf ein normaleres Niveau zurückgekehrt. Roberto Bottoli, Manager der Merger Arbitrage Strategie von GAM, sieht für das verbleibende Jahr 2017 jedoch weiterhin Wachstumspotential für M&A-Strategien.

„Event Driven M&A-Strategien – das sind Strategien, die auf ein bestimmtes Ereignis spekulieren –  entwickelten sich 2016 aufgrund eines globalen Anstiegs der M&A-Aktivität in der zweiten Jahreshälfte solide. Dies erweiterte zum einen das Angebot an Investitionsmöglichkeiten. Gleichzeitig wurde der überraschende Ausgang der US-Wahlen als förderlich angesehen, da von der republikanischen Regierung künftig weniger strikte kartellrechtliche Prüfungen erwartet werden. Diese Dynamik setzte sich nicht nur bis ins neue Jahr fort, sie nahm im Januar 2017 sogar noch deutlich zu. Damit war dieser Jahresstart in Bezug auf M&A-Volumina der stärkste, der in den letzten zehn Jahren verzeichnet werden konnte“, sagt Roberto Bottoli.

US-Politik als Risikofaktor

Der Rückgang der Marktaktivität seit Januar 2017 ist laut Bottoli wahrscheinlich auf den einmaligen „Trump-Effekt“ auf die weltweiten Finanzmärkte zurückzuführen. „Die derweil unterdurchschnittlichen Arbitragespannen stehen im Einklang mit der stabilen Risikobereitschaft, die wir in Zeiten geringer Volatilität beobachten können. Künftig werden wir vermutlich weitere volatile Märkte verzeichnen, insbesondere angesichts der Schwierigkeiten Trumps bei der Umsetzung seiner Reformagenda. Unter diesen Bedingungen können wir eine Ausweitung der Arbitragespannen erwarten“, sagt Bottoli.

Die wesentlichen Risiken lägen in der mangelhaft kommunizierten und durchgeführten Anpassung der Politik auf nationaler Ebene, sowohl in Bezug auf Zinssatzerhöhungen als auch auf Bilanzkürzungen. Auch mögliche Rückschläge in der Reformagenda von Präsident Trump könnten sich als nachteilig erweisen. „Im Gegenzug könnten sich die tatsächliche Umsetzung der geplanten Steuersenkungen und Maßnahmen zur Repatriierung von Kapital positiv auf Transaktionen im US-Inland auswirken“, so Bottoli. Weiterhin verspräche die Ernennung von republikanischen Leitern für die Bundeshandelskommission (Federal Trade Commission, FTC) und das Kartellamt des Justizministeriums (Antitrust Division des Department of Justice, DoJ) etwas mehr Transparenz bei den Genehmigungsverfahren vieler ausstehender Transaktionen.

„Wie wir bereits bei der geplanten Abschaffung und Ersetzung von Obamacare gesehen haben, liegt eine Enttäuschung dieser Versprechen jedoch durchaus im Bereich des Möglichen, sollte Trump nicht in der Lage sein, die entsprechenden Reformen auch umzusetzen“, warnt Bottoli.

„Wir beschränken unsere Anlagen daher auf angekündigte, freundliche Übernahmen mit einer Präferenz für geringe Arbitrage-Spreads. Auf diese Weise meiden wir mögliche Nachteile in Verbindung mit zweifelhafteren Situationen“, so der Experte. Innerhalb dieser Geschäftsmöglichkeiten sollten zudem einige Fragestellungen berücksichtigt werden. „Der Grund für die Transaktion sollte aus industrieller und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein. Außerdem sollte beachtet werden, welche Regulierungsbehörden die Transaktion genehmigen müssen, wer die Hauptaktionäre der beteiligten Unternehmen sind und was diese von der Transaktion halten.“

Stärke des US-Dollars könnte M&A-Aktivitäten in Europa ausdehnen

In Europa könnte eine durch US-Käufer verursachte Zunahme der M&A-Aktivität zu beobachten sein. Dies sei teilweise durch die Stärke des US-Dollars bedingt. So hat der Greenback gegenüber dem Euro während des ersten Halbjahres 2017 zwar einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben, liegt aber weiterhin rund 25 Prozent über dem Wert von 2014 zum gleichen Zeitraum.

„Im Hinblick auf einzelne Sektoren können wir festhalten, dass die regulatorisch bedingte Fusion regionaler US-Banken vermutlich anhalten wird. Im Mediensektor ist weiterhin zu beobachten, dass Kabel- und Satellitenunternehmen Content-Produzenten aufkaufen. Dies verändert zum einen die Wettbewerbslandschaft und wird zum anderen voraussichtlich weitere Unternehmen zum Handeln veranlassen“, so Bottoli.

„Angesichts strukturell förderlicher Faktoren, darunter niedrige Finanzierungskosten und eine erstarkende konjunkturelle Erholung, können wir abschließend sagen, dass es Gründe für einen optimistischen Ausblick im Bereich Übernahmen und Fusionen gibt. Folglich erwarten wir, dass sich die Transaktionen auf einem gesunden Niveau halten werden. Dies wird uns reichlich Gelegenheit bieten, im bevorstehenden Zeitraum Alpha zu generieren und unsere Portfoliodiversifizierung aufrechtzuerhalten“, schließt der Experte.

GAM AG

GAM ist eine der führenden unabhängigen, reinen Vermögensverwaltungsgruppen der Welt. Sie bietet aktive Anlagelösungen und produkte für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Kerngeschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Management-Company- und andere unterstützende Dienstleistungen für Dritte anbietet. GAM beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeitende in 13 Ländern und betreibt Anlagezentren in London, Cambridge, Zürich, Hong Kong, New York, Lugano und Mailand. Die Vermögensverwalter werden von einem umfassenden weltweiten Vertriebsnetz unterstützt.

Die Aktien von GAM (Symbol "GAM") mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet Vermögen von CHF 126,9 Milliarden* (USD 126,8 Milliarden)*.

* Quelle: GAM. Stand der Daten: 31. März 2017.

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