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Pressemitteilung BoxID: 594516 (swb AG)
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swb 2012 wieder in Gewinnzone

Energiezukunft gestalten - Großprojekte vor Abschluss

(PresseBox) (Bremen, ) Die swb AG, der Energieversorger im Land Bremen, hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Gewinn abgeschlossen. Das Jahresergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr von -100,4 Mio. Euro auf 30,4 Mio. Euro. Entsprechend veränderte sich auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -53,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 78,3 Mio. Euro. Das Ergebnis ist nicht länger von Sondereffekten, wie dem Verkauf der Anteile an den Stadtwerken Bielefeld, beeinflusst. Das operative Geschäft lief stabil und entsprach etwa den prognostizierten Erwartungen.

"Ausschlaggebend für das Jahresergebnis ist die Normalisierung nach der Veräußerung unserer Beteiligung an den Stadtwerken Bielefeld. Im operativen Geschäft stehen stabile Absatzmengen im Erdgas- und Wärmegeschäft einer leicht zurückgegangenen Stromproduktion und -vermarktung gegenüber. Letzteres vor allem durch die normale, wettbewerbsbedingte Fluktuation im Geschäftskundensegment", sagte Dr. Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender der swb AG und Vorstand Erzeugung und Finanzen. "Der Trend sinkender Großhandelspreise bei der Vermarktung der Produktion aus den swb-Kraft-werken hält leider weiterhin an", berichtete Köhne.

Mit 1,196 Mrd. Euro stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr (1,158 Mrd. Euro) ganz leicht an. Der Stromabsatz ging bei gesunkenen Marktanteilen von 4.690 Mio. Kilowattstunden (kWh) auf 4.526 Mio. kWh (-3,5 Prozent) zurück. Der Erdgasabsatz blieb bei leicht gesunkenen Marktanteilen nahezu stabil. Er veränderte sich um -0,04 Prozent, von 6.812 Mio. kWh auf 6.809 Mio. kWh. Die abgesetzte Wärmemenge stieg um 2,95 Prozent von 1.236 Mio. kWh auf 1.272 Mio. kWh. Der Trinkwasserabsatz blieb mit 36,5 Mio. Kubikmetern (m3) im Vergleich zu 36,6 Mio. m3 im Vorjahr konstant. Die Abwassermenge sank um 4 Prozent (von 51 Mio. m3 auf 49 Mio. m3), die Abfallverwertung erhöhte sich um 5 Prozent (von 649.907 Megagramm auf 682.580 Megagramm). Um den negativen Marktentwicklungen entgegen zu treten und die Wirtschaftlichkeit zu erhalten, wurden Maßnahmen zur Festigung der Marktposition ergriffen, betriebliche Aufwendungen reduziert und eine Reihe von Effizienzmaßnahmen in Erzeugung und Verwaltung eingeleitet. Die Erdgaspreise für Tarif- und Sondervertragskunden wurden 2012 nach 14 Monaten - und erst zum Ende der Heizperiode zum 1. April 2012 - um 0,36 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Der Strompreis konnte unverändert stabil gehalten werden. Im Privatkundensegment hat sich der Wettbewerb im Bereich Strom ähnlich intensiv gestaltet wie 2011, während er sich im Erdgassegment weiter verschärft hat. swb ist im Bereich Ökostrom in Bremen weiterhin Marktführer und konnte mit Festpreisprodukten, jungen Produkten wie "swb Strom von hier" und einem verbesserten Service die Marktanteile gegen den allgemeinen Bundestrend erfolgreich verteidigen: Zum 31. Dezember 2012 hielt swb im Land Bremen einen Anteil von rund 84 Prozent des Strom- und von rund 88 Prozent des Erdgasmarktes. Laut neuester Marktforschungsresultate des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) hat sich die Zufriedenheit der Kunden mit den swb-Dienstleistungen im Vergleich zu Vorjahr erneut gesteigert.

Flexibel reagieren - Ausblick 2013

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien zeigt Wirkung - auf Kundenseite ebenso wie auf Seiten der konventionellen Erzeugung. So lässt sich aufgrund der sich durch die Energiewende schnell verändernden Rahmenbedingungen und auch wegen der anstehenden Bundestagswahl zurzeit keine verlässliche Prognose zu eventuellen Energiepreisveränderungen zum 1. Januar 2014 abgeben. Ausgenommen von Preisanpassungen sind in jedem Fall alle Produkte mit Preisgarantien, die über den 1. Januar 2014 hinaus reichen - selbst dann, wenn es zum 1. Januar Erhöhungen durch steuerliche Veränderungen geben sollte.

Mit der Unternehmensstrategie und den daraus abgeleiteten Projekten richtet sich swb konsequent auf die Erfordernisse der Energiewende aus. Mit dem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk steht ab Ende 2013 ein flexibles und hocheffizientes Kraftwerk zur Verfügung, das die wetterabhängig zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien optimal ausgleicht. Flexibilität spielt im Energiemix und im Portfolio von swb insgesamt eine zentrale Rolle. So wird der Kraftwerksblock 6 am Standort Hafen für rund 50 Mio. Euro einer umfangreichen Retrofitmaßnahme unterzogen, was eine höhere Regelfähigkeit und Effizienz des Blocks bewirken wird (Leistungssteigerung um 2,5 Prozent auf 330 MW, Lebenszeitverlängerung bis 2025).

Am 17. Mai 2013 wird das modernisierte Müllheizkraftwerk (MHKW) in Betrieb gehen. Künftig wird aus der gleich bleibenden Menge Abfall die dreifache Menge Strom gewonnen und dabei auch weiterhin Fernwärme produziert. Den weiteren Ausbau der regenerativen Erzeugung, insbesondere aus Onshore-Windenergie und Biogasaufbereitung, treiben swb und EWE in enger Zusammenarbeit voran. Dabei bleibt es strategisches Ziel, dieses Standbein deutlich zu stärken - mit regionalen und lokalen Kooperationspartnern - um das Ziel, bis 2020 etwa 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, erreichbar zu machen. Verschiedene Projekte befinden sich in unterschiedlichen Projektstadien. Geplant ist, dass in diesem Jahr eine Leistungserweiterung von ca. 10 Megawatt Windkraft realisiert werden wird.

Im Geschäftsjahr 2012 flossen Mittel in Höhe von insgesamt 111,4 Mio. Euro u.a. in bereits in 2011 beschlossene Projekte, wie in das GuD (Gesamtvolumen 411 Mio. Euro, swb-Anteil 200 Mio. Euro) und 26 Mio. Euro in die Modernisierung des MHKW sowie etwa 48,4 Mio. Euro in die Netzinfrastruktur. Mit rund 2.448 Mitarbeitern und 144 Auszubildenden ist swb nach wie vor einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder im Land Bremen.

Link zum online-Geschäftsbericht 2012
www.swb-gruppe.de/ueber-swb/unternehmen/geschaeftsberichte.php