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Pressemitteilung BoxID: 233615 (Sun Microsystems GmbH)
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Mehr Rechenleistung für RWTH Aachen

Sun liefert neuen Großrechner für das Rechenzentrum der Exzellenzuniversität

(PresseBox) (Kirchheim-Heimstetten, ) Sun Microsystems und die RWTH Aachen setzen ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem neuen Großrechner für die Exzellenzuniversität fort. Bis Ende 2010 wird Sun der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) nun schrittweise die Hardware-Bestandteile, Software sowie umfangreichen Support für den Ausbau des HPC-Systems des Rechen- und Kommunikationszentrums liefern, nachdem Sun eine europaweite Ausschreibung für das Projekt mit einem Umfang von 10,7 Millionen Euro gewann. Dabei kommen Server auf der Basis von Intel Prozessoren der neuesten Generation zum Einsatz, die über zwei Sun Datacenter 3x24 Switches vernetzt werden. Zur Datenhaltung wird das parallele Dateisystem Lustre von Sun eingesetzt. Ein wichtiger Aspekt der Ausschreibung war die Energieeffizienz des neuen Hochleistungsrechners. Neben den reinen Produktlieferungen haben die RWTH und Sun einen Wartungsvertrag sowie einen Sukzessivleistungsvertrag geschlossen, der es der Hochschule erlaubt, über einen definierten Zeitraum hinweg Produkte von Sun zu festen Konditionen nachzukaufen. Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich damit auf etwa 13 Millionen Euro.

Der erste Teil des neuen Hochleistungsrechners, den die RWTH in das Rechen- und Kommunikationszentrum integrieren wird, besteht aus einem Fileserver auf Basis von Lustre mit einem Umfang von 1.000 Terabyte, der bis Ende 2008 installiert wird. Bis März 2009 wird dann die erste Ausbaustufe vervollständigt. Sie besteht aus 192 x 64 Systemen auf Basis der neuesten Intel CPUs, die mit den InfiniBand Switches von Sun verbunden sind. Zwei Datacenter 3 x 24 werden in dem gesamten System für die reibungslose Kommunikation der einzelnen Rechner im Cluster sorgen. Wenn 2010 der neue Erweiterungsbau des Rechen- und Kommunikationszentrums fertiggestellt ist, in dem der neue Großrechner untergebracht werden soll, folgen die nächsten beiden Ausbaustufen. Dann stehen dem Rechenzentrum eine Rechenleistung von 200 Tera Flop/s zur Verfügung, mehr als zehn Mal soviel wie im Moment. Der Bedarf an Plattenspeicherplatz wird mit etwa einem Petabyte gedeckt. Neben Unix setzt das Team der RWTH auf HPC Windows als Betriebssystem.

Der Rechner ist für eine breite Palette an Rechenaufgaben vorgesehen, Ingenieuranwendungen gehören ebenso dazu wie komplexe Simulationen oder Berechnungen aus der Chemieforschung. Damit diese ressourcenhungrigen Aufgaben flüssig abgearbeitet werden, sieht die letzte Ausbaustufe Systeme mit acht Sockeln zu je acht Rechenkernen vor, die mit bis zu 0,5 Terabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sind. Die Elemente, die bei dem Projekt zum Einsatz kommen, sind derzeit zum größten Teil noch nicht offiziell erhältlich. "Bei HPC-Anwendungen ist es üblich, Zukunftstechnologie einzusetzen", sagt Dr. Thomas Eifert vom Rechen- und Kommunikationszentrum. "Würde man hier auf bereits etablierte Produkte zurückgreifen, wäre das gesamte System bereits zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme veraltet. Allerdings setzt dieses Vorgehen ein gewisses Vertrauen in die Lieferanten voraus. Schließlich müssen die benötigten Elemente auch zum vorgesehenen Zeitpunkt funktionsfähig geliefert werden. Mit Sun steht uns ein Partner zur Seite, bei dem wir uns darauf verlassen können."

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Planung und Ausschreibung war der Energiebedarf des neuen Rechners. So wurden bewusst sparsame Prozessoren mit 80 Watt Energieaufnahme statt der Version mit 130 Watt gewählt. Außerdem sorgt ein hocheffizientes Temperaturmanagement teilweise mit Wasserkühlung für ein optimales Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Kühleffekt. Mit 1,1 Megawatt erscheint das System zunächst zwar alles andere als sparsam. Allerdings relativiert sich das schnell, wenn man den Bedarf dezentraler Einzelsysteme dagegen hält. Gefördert wird die IT-Zentralisierung auch durch ein integratives Hosting-Konzept, das den einzelnen Instituten die Möglichkeit bietet, ihre eigene IT-Landschaft in den Großrechner zu integrieren. Damit können die Institute auf mehr Rechenleistung an einem Stück zurückgreifen und sparen sich den Aufwand für ein eigenes System.

Der neue HPC-Rechner wird auch im Rahmen des Ressourcenverbundes NRW durch die anderen Hochschulen des Landes sowie durch das D-Grid Projekt genutzt werden.

Langjährige Zusammenarbeit trägt Früchte

Die Zusammenarbeit zwischen Sun und der RWTH besteht bereits seit mehr als zehn Jahren. In dieser Zeit haben sich die Beziehungen zwischen Sun und der Hochschule zu einer vertrauensvollen Kooperation entwickelt. "Nachdem die Mittel für den neuen Großrechner vom Bund sowie vom Land Nordrhein-Westfalen gestellt werden, musste die Ausschreibung streng formell und ergebnisoffen ablaufen", sagt Dr.-Ing. Klaus Brühl, Bereichsleiter RWTH Aachen University, Rechen- und Kommunikationszentrum. "Wir sind um so glücklicher darüber, dass Sun Microsystems diese Ausschreibung gewonnen hat und wir so die gute Zusammenarbeit fortsetzen können." Die enge Bindung trägt auch akademische Früchte. Seit 2003 findet zwei Mal jährlich ein Seminar zum Thema HPC statt, das die RWTH gemeinsam mit Sun anbietet. Die Veranstaltung findet inzwischen auch außerhalb Aachens regen Anklang. Internationale Besucher sind hier keine Seltenheit mehr.

Sun Microsystems GmbH

Sun Microsystems entwickelt Informationstechnologien für die globale Wirtschaft. Mit der Vision "The Network is the Computer" treibt Sun die Verbreitung des Internets voran und konzentriert sich auf offene Innovationen, Entwicklung von Communities sowie die Marktführerschaft bei Open Source. Sun ist in mehr als 100 Ländern vertreten. Mehr Informationen zum Unternehmen unter www.sun.de.