Schäuble: "Islam ist Teil Deutschlands"

(PresseBox) ( Stuttgart, )
"Der Islam ist Teil unseres Landes geworden", sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) heute (6. März 2009) in einem Interview mit dem Südwestrundfunk. Dazu müsse man sich klar bekennen, denn Muslime würden uns nicht bedrohen, so der Minister weiter. Schäuble äußerte sich anlässlich des 5. Forums zu Christentum und Islam, das heute um 17.30 Uhr an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart beginnt. Zugleich forderte der Minister aber von den Muslimen, die "Regeln der deutschen Gesellschaft zu akzeptieren", wie etwa die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Schäuble zog eine positive Bilanz des bisherigen Dialogs im Rahmen der Islamkonferenz, die im September 2006 einberufen wurde. Alle Ebenen des Staates - Kommunen, Länder, Bund - hätten sich mit den verschiedenen Vertretern des vielfältigen Islam in Deutschland "über die Grundregeln zwischen Staat und Religionen" verständigt. Von den Muslimen erwartet der Minister die Anerkennung der "Ordnung des Grundgesetzes für das Zusammenleben".

Als weiteren Erfolg der Islamkonferenz wertet der Minister die dort erarbeiteten Grundregeln zum Islamunterricht. Allerdings fehlten noch die geeigneten Lehrer und die Curricula, so Schäuble weiter. Außerdem habe die Konferenz Grundregeln für den Bau von Moscheen in den Kommunen zusammengestellt. Weiteres Thema sei das Bild der Muslime in den Medien, das verbessert werden müsse, "um den Prozess der gegenseitigen Abgrenzung und Abschottung zu beenden".

"Es hat sich schon eine Menge bewegt", so Schäuble. Aber: Der Dialog sei "eine Frage, die nicht in ein paar Jahren erledigt ist, sondern auf Dauer angelegt".

Das gesamte Interview mit Wolfgang Schäuble ist am 6. März um 16.05 Uhr und um 19.35 Uhr im Informationsradio SWR cont.ra zu hören.
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