"Haus der kleinen Forscher" jetzt auch für Kinder im Grundschulalter

(PresseBox) ( Berlin, )
Heute startet in Berlin und Brandenburg das neue Bildungsprojekt "Sechs- bis zehnjährige Kinder" der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Damit baut Deutschlands größte Bildungsinitiative ihr Angebot im Bereich Naturwissenschaften und Technik über Kitas hinaus auch für Kinder im Grundschulalter aus. Hierfür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2014 insgesamt 8 Mio. Euro bereit. Jeweils 26 Grundschulen bzw. Horte aus Berlin und dem Land Brandenburg nehmen als Piloteinrichtungen teil. Gemeinsam mit der Stiftung und dem BMBF geben die pädagogischen Fachkräfte, die Staatssekretärin Claudia Zinke aus der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch heute in Berlin den Startschuss für das Projekt.

Die Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" ist in den vergangenen drei Jahren zu einer der erfolgreichsten bildungspolitischen Innovationen geworden. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und vieler anderer Akteure hat die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" bundesweit über 180 lokale Netzwerke aufgebaut und Erzieherinnen und Erzieher in Kitas fortgebildet. Mehr als 16.000 Kitas profitieren deutschlandweit von dem Bildungsangebot - in sieben Bundesländern bereits flächendeckend.

Von der Kita zur Grundschule: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Das "Haus der kleinen Forscher" ermöglicht mit ihrem neuen Projekt "Sechs- bis zehnjährige Kinder" künftig eine anschlussfähige Bildung von der Kita bis zur schulischen Bildungseinrichtung mit Ganztagsangebot. "Das Interesse von Kindern an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen ist groß. Wir müssen es wachhalten", betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Dann können aus den kleinen Forschern von heute die Studierenden der technischen und naturwissenschaftlichen Fächer von morgen werden."

In der Pilotphase des Projekts arbeitet die Stiftung zunächst mit 52 Berliner und Brandenburger Grundschulen und Horten zusammen. Mithilfe der Praxiserfahrungen dieser Piloteinrichtungen werden die neuen Bildungsinhalte für die Grundschulkinder sowie die Fortbildungen der pädagogischen Fachkräfte des Nachmittagsbereichs optimal ausgebaut. Danach beginnt die bundesweite Ausweitung des Angebots.

Stiftungsgeschäftsführer Dr. Peter Rösner: "Es haben sich sehr viele und interessante Schulen für den Start des Projekts bei uns beworben. Wir haben die Piloteinrichtungen so ausgewählt, dass sie insgesamt eine große Bandbreite verschiedener Einrichtungen widerspiegeln. Dabei spielten vor allem die Größe, die Lage, das soziale Umfeld und Besonderheiten im Schulkonzept eine Rolle."

Viele der Piloteinrichtungen verbinden ihre aktive Beteiligung am Projekt mit der Nachfrage nach konkreten Hilfestellungen bei der fach- und kindgerechten Vermittlung von Naturwissenschaften und Technik. Die Stiftung wird in engem Austausch mit den Einrichtungen praxisnahe Arbeitsunterlagen entwickeln und diese für die pädagogischen Fachkräfte und Kinder bereitstellen. Damit können die Fachkräfte die Grundschüler am Nachmittag kompetent und effektiv fördern und auch eigene Berührungsängste abbauen. Außerdem geben sich die Einrichtungen ein eigenes Profil in diesem Bildungsbereich, wenn sie den Kindern vor und nach dem Unterricht die Möglichkeit geben, sich weiter mit spannenden naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen zu beschäftigen.

Die Initiatoren der Stiftung

Aktive Nachwuchsförderung in allen Lebensphasen ist ein zentrales Ziel der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Dazu gehört zum Beispiel eine strukturierte Doktorandenausbildung, das Programm der Helmholtz-Nachwuchsgruppen oder die Helmholtz-Akademie für Führungskräfte. Die Gemeinschaft betreibt bereits 23 Schülerlabore, die jedes Jahr rund 45.000 Schülerinnen und Schüler nutzen. Mit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" fördert die Helmholtz-Gemeinschaft frühkindliche Bildung im naturwissenschaftlichen Bereich.

Die internationale Unternehmensberatung McKinsey & Company engagiert sich seit 2001 für ein besseres Bildungssystem in Deutschland. Dafür gründete das Unternehmen die Initiative "McKinsey bildet.", deren Arbeitsschwerpunkt seit 2005 die frühkindliche Bildung ist. McKinsey fordert ein Milliardenprogramm für eine bessere Betreuung und Bildung von Kindern im Vorschulalter, mehr Chancengerechtigkeit sowie eine Höherqualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern.

Die Siemens Stiftung investiert in Bildungsprojekte, um Menschen Zukunftsperspektiven zu eröffnen und soziale Mobilität zu ermöglichen. Dabei fördert sie insbesondere in Europa und Lateinamerika die technisch-naturwissenschaftliche Bildung. Mit der Unterstützung des "Hauses der kleinen Forscher" möchte die Siemens Stiftung Kindern möglichst früh den spielerische Zugang zu Phänomenen und Zusammenhängen aus Naturwissenschaft und Technik ermöglichen. Denn diese Kompetenzen benötigt unsere Gesellschaft dringend, um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu meistern.

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, über 265 Millionen Euro ausgeschüttet (Stand: 31. Januar 2011). Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Ausbreitung des Angebots des "Hauses der kleinen Forscher" finanziell und ermöglicht damit eine dauerhafte und nachhaltige Verankerung in en Kitas für eine bessere naturwissenschaftliche und technische Bildung unserer Kinder.
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