Stahlindustrie wird Lösungen für Zukunftsfragen liefern

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
"Die Stahlindustrie gehört zu den Eckpfeilern der deutschen Wirtschaft", so Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium auf dem "Berliner Stahldialog" der Wirtschaftsvereinigung Stahl am 13. Juni 2012. Das starke industrielle Fundament und die hohe Innovationskraft der Wirtschaft habe Deutschland gut durch die Wirtschaftskrise gebracht.

Die Veranstaltung bildete ein Forum, um mit Entscheidern aus Politik und Wirtschaft den Dialog zu fördern und die ökonomische Bedeutung der Stahlindustrie in Deutschland, ihr Innovationspotenzial und ihren Beitrag zur Energiewende zu thematisieren. Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, erklärte vor rund 320 Gästen, dass der "Berliner Stahldialog" mittlerweile Tradition habe. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den europäischen Emissionsrechtehandel komme die Stahlindustrie an ihre Belastungsgrenzen. Die große Frage sei, ob es vor dem Bundestagswahlkampf noch gelinge, das EEG zu reformieren.

Die Diskussion konzentrierte sich auf die aktuellen wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen der Energiewende. Die Stahlindustrie sei wie keine andere Branche derart hoch durch nationale und europäische Regulierungen belastet. Deutliche Strompreissteigerungen hätten dazu geführt, dass die gegenwärtigen Energiepreise in Deutschland weltweit zu den höchsten gehören, so ThyssenKrupp-Chef Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger.

Hierzu erklärte der FDP-Fraktionschef, Rainer Brüderle, es sei ein Glücksfall, dass das Bruttosozialprodukt zu einem Drittel auf industrieller Wertschöpfung basiere. Bei den erneuerbaren Energien müssten Fehlsteuerungen abgestellt und nicht weiter subventioniert werden. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Hubertus Heil, ergänzte, es sei bereits allgemeiner Konsens, dass die Energiewende ohne die Grundstoffindustrien nicht realisierbar wäre. Daher gebiete die ökonomische Vernunft, dass die Stahlunternehmen Ausnahmeregelungen beim EEG erhielten. Niemandem sei gedient, wenn beispielsweise in Peine ein Stahlwerk geschlossen und in Indien aufgebaut werde.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin betonte, er sei sich schon lange der globalen Wettbewerbsbedingungen für die Stahlindustrie bewusst. Deshalb habe er bereits in seiner Amtszeit als Bundesumweltminister, Ausnahmeregelungen in das EEG eingebaut, um die Grundstoffindustrie hierzulande zu schützen. Die derzeitige Bundesregierung habe die Regelungen zu sehr auf Bereiche ausgeweitet, die die Bedingungen des globalen Wettbewerbs unzureichend berücksichtigen. Dadurch kämen auch die Ausnahmen für die energieintensiven Unternehmen in die Kritik.

Die Stahlverarbeiter in der Wertschöpfungskette seien auch auf eine inländische Stahlindustrie angewiesen, so Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt.

Der VDA-Präsident und ehemalige Verkehrsminister, Matthias Wissmann, bekräftigte das strategische Interesse der Automobilindustrie daran, dass die Grundstoffindustrien im Land bleiben. Über die Hälfte des Gewichts eines Autos steuere der Stahl bei.

Abschließend hielt Präsident Hans Jürgen Kerkhoff fest, dass in einer technisch-wissenschaftlichen Welt, die Lösungen für Zukunftsfragen auch technischer Natur sein werden. "Am Ende", so Kerkhoff, "wird es ein Ingenieur, ein Techniker, wird es die Industrie sein, die die Lösungen für die großen gesellschaftlichen Aufgaben hervorbringt".
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.