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Pressemitteilung BoxID: 239601 (Stadtwerke Essen AG)
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Deutlicher Preissturz beim Erdgas

Stadtwerke Essen AG senkt wie angekündigt im zweistelligen Prozentbereich

(PresseBox) (Essen , ) Die viel kritisierte Ölpreisbindung sorgt für weitere Preissen­kungen beim Erdgas. Die Stadtwerke Essen AG gibt ihre Einkaufsvorteile an die Kunden weiter und senkt die Erdgas­preise zum 1. April um bis zu 18 Prozent. Der Preissenkung zum 1. Januar, wo in vielen Städten die Kunden noch einmal Erhöhungen hinnehmen mussten, folgt jetzt in Essen eine weitere deutliche Senkung der Erdgaspreise.

"Wir freuen uns, dass wir für unsere Kunden eine Entlastung in dieser Größenordnung realisieren können. Wir werden unsere Preise zum 1. April 2009 um bis zu 1,31 Cent (brutto) pro Kilowattstunde senken; das sind rund 18 Prozent", sagte Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG. Eine Kilowattstunde kostet dann in Essen 5,68 Cent (Sonderabkommen 1). Der Spartarif Klaro sinkt um 0,92 Cent (brutto) pro Kilowattstunde; das ist ein Schnitt von rund 14 Prozent. Mit diesem Erdgastarif festigt die Stadtwerke Essen AG ihre Position als preiswerter Erd­gasanbieter auf dem Essener Markt. Das ist auch das Er­gebnis der Preisvergleiche in den Internetportalen "verivox.de" oder "energieverbraucherportal.de". Über den genauen Umfang der Preissenkung werden alle Kunden in einem persönlichen Anschreiben in den nächsten Tagen informiert.

Weitere Preissenkungen in Aussicht

Auf Nachfrage der Redaktion erläutert der Vorstandsvorsit­zende der Stadtwerke Essen AG: "Bleibt der Ölpreis weiter auf diesem niedrigen Niveau, und der Euro zeigt keine Schwäche gegenüber dem Dollar, dann wird es im Sommer weitere Preissenkungen geben", so Görgens weiter. In wel­cher Höhe konnte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Doch eines steht für ihn fest: "Die oft kritisierte Öl­preisbin­dung ist keine Einbahnstraße nach oben. Sie schützt unsere Kunden vor kurzfristigen extremen Preisausschlägen. Bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit war die Auseinan­dersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Ohne die Ölpreisbindung wäre eine Verteuerung der Endkunden­preise bei drohenden Lieferengpässen sehr wahrscheinlich."

Ab Mai auch im Strommarkt aktiv

Klaro Kunden und Zeitungsleser/Radio Essen Hörer wissen es schon länger. Ab Mai bieten die Stadtwerke Essen für das Stadtgebiet auch Strom an. Unter der bereits bekannten Marke "Klaro" gibt es dann auch Strom. Gegenüber anderen Anbietern setzen hier die Stadtwerke Essen wie beim Kon­kurrenten "E wie einfach" auf das Einpreismodell. Der Kunde bezahlt nur die verbrauchten Kilowattstunden, einen Grund­preis gibt es nicht. Das macht die Rechnung über­sichtlicher und nachvollziehbarer.

Top-Lokalversorger mit günstigen Preisen

Schon vorher erhielt die Stadtwerke Essen AG das Top-Lokalversorger-Siegel im Bereich Gas. Dieses Siegel wird in den Sparten Erdgas und Strom verliehen. Dabei bezieht sich die etablierte Informationsplattform "energieverbraucherportal.de" auf die in seinem Tarifrechner zu Grunde gelegte Kriterienliste. Dort werden neben dem Preis auch das Umwelt- und regionale Engagement der Ver­sorger und die Servicequalität beurteilt. In einer Skala von 1 bis 100 wird jedem Versorger für jeden Tarif ein Wert zugewie­sen. Anbieter, die dabei einen der ersten drei Plätze bele­gen, erhalten dann das Siegel. Das Unternehmen hat hierbei den 1. Platz belegt.

RECHENBEISPIELE FÜR PREISANPASSUNGEN:

Auswirkungen auf die Kunden in den sonstigen Tarifen

Die Preissenkung (Sonderabkommen 1) für die Kilowatt­stunde Erdgas wird 1,31 Cent betragen. Eine Kilowattstunde kostet dann 5,68 Cent. Das bedeutet für die Haushaltskun­den eine Preissenkung je nach Erdgasverbrauch bis 18,7 Prozent. Die Grundpreise bleiben konstant. Für Kunden mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Ki­lowattstunden (Etagenwohnung mit Warmwasserbereitung / Einfamilienhaus) senkt sich die monatliche Belastung um 22 Euro. Bei einem Verbrauch von 45.000 Kilowattstunden (Ein- oder Zweifamilienhaus) sinken die monatlichen Ausgaben um 25 Euro pro Mietpartei. Für eine Wohnung in einem typischen Achtfamilienhaus be­trägt die Senkung 12 Euro pro Monat pro Wohnung. Die konstant gebliebenen Grundpreise sowie die Mehrwertsteuer sind in diesen Rechenbeispielen enthalten.

Tarif Klaro

Die Preissenkung für die Kilowattstunde Erdgas wird 0,92 Cent betragen. Eine Kilowattstunde (Klaro M) kostet dann 5,52 Cent. Das bedeutet für die Haushaltskunden eine Preissenkung je nach Erdgasverbrauch um 14,3 Prozent. Die Grundpreise bleiben konstant.

Ersparnisse gegenüber Sonderabkommen

So sparen Bewohner eines Einfamilienhauses mit dem Klaro Tarif und einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowatt­stunden rund 28 Euro pro Jahr. Bei einem Verbrauch von 45.000 Kilowattstunden im Zwei­familienhaus beträgt die jährliche Ersparnis pro Wohneinheit 34 Euro pro Jahr. Der Mieter in einem Achtfamilienhaus mit einem Gesamt­verbrauch von 90.000 Kilowattstunden spart mit Klaro! rund 15 Euro im Jahr.

Bei einem Wechsel zu Klaro! haben Kunden je nach Erdgas­verbrauch die Möglichkeit, bares Geld zu sparen. Die kun­denfreundlichen Preise resultieren unter anderem aus der Optimierung bestehender, interner Prozesse. Eine Voraus­setzung für Klaro! ist so zum Beispiel die Erteilung einer Ein­zugsermächtigung, um die Abrechnungsprozesse weniger aufwendig gestalten zu können.

Stadtwerke Essen AG

Kohlendioxid

Erdgas ist der fossile Energieträger mit den geringsten CO2 - Emissionen. Es verbrennt fast ohne Rückstände und weist im Vergleich zu anderen Brennstoffen deutlich niedrigere Emissionswerte an Schwefeldioxid und Kohlenwasserstoffe auf.

Erdgasnetz

In Deutschland werden rund 20 Millionen Haushalte mit Erd­gas beliefert. Das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Essen AG umfasst mehr als 1.300 Kilometer Versorgungs­leitungen. Über 90.000 Essener Kunden werden durch diese Leitungen bedient. Die Stadtwerke erhalten ihr Erdgas aus der Nordsee, vor allem aus Norwegen. Es erreicht Deutschland an der Küste bei Emden und gelangt durch eine Ferngasleitung nach Werne. Abzweige der Leitung Werne-Duisburg liefern dann das Erdgas nach Essen. Erdgas ist in seiner ursprünglichen Form farb- und geruchlos. In der Übergabestation wird dem Gas jedoch der Riechstoff Tetra­hydrothiopen beigemischt, so dass eventuelle Leckagen über den Geruchssinn erkannt werden können.

Preisbindung von Öl und Gas

Die Ölpreisbindung gibt es seit den 60er Jahren. Die Kop­pelung sollte Erdgas gegenüber Öl dauerhaft wettbewerbs­fähig machen, so haben es Gasproduzenten, -importeure und -versorger branchenintern vereinbart. Durch diese Bin­dung sind die Gaspreise starken Schwankungen unterwor­fen. Verstärkt werden sie dadurch, dass der Erdgaspreis erst mit sechsmonatiger Verzögerung auf den aktuellen Ölpreis reagiert. Dieses Phänomen wird Timelag genannt. In den vergangenen Monaten wurde mehrfach der Ruf laut, die Öl­preisbindung abzuschaffen. Aber die Vorteile einer Kopplung überwiegen: Erdgas kommt als Naturprodukt nur in wenigen Ländern vor, überwiegend in Russland, Norwegen und den Niederlanden. Deutschland ist derzeit zu rund 85 Prozent auf Erdgasimporte aus dem Ausland angewiesen. Die Ölpreis­bindung beschränkt das Angebotsoligopol der Erdgasprodu­zenten, die sonst die Erdgaspreise fast beliebig diktieren könnten. Die Ölpreisbindung wirkt damit auch als Schutzme­chanismus.

Staatliche Abgaben

Die Beschaffungskosten sind nur ein Preisfaktor für den deutschen Erdgaspreis. Dieser wird auch durch den Staat deutlich bestimmt: Der Steueranteil am Erdgaspreis beträgt 24 Prozent. Die Bezugskosten machen 58 Prozent aus. Bei der Stadtwerke Essen AG verbleiben 18 Prozent. Hiervon finanziert das Unternehmen das Rohrnetz, den 24-Stunden-Entstörungsdienst, die Abrechnung und den Kundenservice .

Die staatliche Belastung von Privathaushalten hat sich von 1990 bis heute verdreifacht.